Wirtschaftskammer Kärnten

Welche Gewerbebetriebe haben geöffnet?

Unterschiedliche Auslegungen der Lockdown-Regelungen sorgen für Verwirrung. Welche Betriebe dürfen nun tatsächlich geöffnet haben? Ein Überblick der Wirtschaftskammer Kärnten.

Welche Gewerbebetriebe haben geöffnet? Der Großteil der über 16.000 Gewerbe- und Handwerksbetriebe in Kärnten ist vom Lockdown nicht direkt betroffen.

© Pixabay/Jag2020

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Über 16.000 Kärntner Betriebe zählen in Kärnten zum Gewerbe und Handwerk, zum Beispiel Tischler, Optiker, Friseure und Floristen. Für sie gelten im Lockdown unterschiedliche Regelungen: Während Tischler und Optiker wie bisher arbeiten dürfen, müssen Friseure ihr Geschäft geschlossen halten und Floristen dürfen ein „Click & Collect“-Abholservice anbieten. Diese Unterschiede sorgen bei der Bevölkerung und auch bei den Unternehmern selbst für Verwirrung. In der Wirtschaftskammer Kärnten gingen zuletzt zahlreiche Anrufe ein: Tausende Unternehmer erkundigten sich, inwiefern sie vom Lockdown betroffen sind.

Keine körpernahen Dienstleistungen

Generell gilt: Während körpernahe Dienstleister (Friseure, Masseure oder Fußpfleger) noch bis voraussichtlich 13. Dezember 2021 geschlossen bleiben, gilt das nicht für andere Bereiche des Gewerbes und Handwerks. Zulässig sind alle nicht-körpernahen Dienstleistungen, wie beispielsweise jene der Kfz-Werkstätten, Putzereien, Berufsfotografen, Kleidermacher oder des Lebensmittelgewerbes. Die Montage bei Kunden und das Arbeiten auf Baustellen ist ebenfalls in vielen Bereichen erlaubt. So müssen Tischler, Dachdecker, Maler, Installateure, Elektro- oder Metalltechniker sowie viele andere Betriebe im Bau- und Baunebengewerbe zwar den Kundenbereich für den Verkauf von Waren geschlossen halten, doch sie dürfen produzieren, zustellen und montieren.

16.000 Betriebe in Kärnten nicht betroffen

Das bedeutet: Der Großteil der über 16.000 Gewerbe- und Handwerksbetriebe ist vom Lockdown nicht direkt betroffen“, betont Klaus Kronlechner, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Kärnten. Aber: Weil viele Kunden davon ausgehen, dass die Betriebe geschlossen sind, kommt es nun auch in Betrieben, die nicht vom Lockdown betroffen sind, zu enormen Umsatzeinbußen. „Das betrifft zum Beispiel die Optiker und Hörgeräteakustiker, die Lebens- und Sozialberater oder die Änderungsschneidereien. Sie haben offen, aber ihre Kunden wissen es nicht“, schildert Kronlechner.

 

Welche Betriebe haben geöffnet?

  • Betriebe, die nicht-körpernahe Dienstleistungen anbieten, sind vom Betretungsverbot ausgenommen.
  • Ob Bäcker, Fleischer, Konditoren oder Müller: Das Lebensmittelgewerbe hat geöffnet.
  • Optiker, Hörakustiker, Orthopädietechniker, Orthopädieschuhmacher und Schuhmacher sowie Zahntechniker: Die Unternehmen aus dem Bereich des Gesundheitsgewerbes haben geöffnet.
  • Alle Branchen des Bekleidungsgewerbes wie Kleidermacher oder Änderungsschneider sind ebenfalls als nicht körpernahe Dienstleister eingestuft und haben grundsätzlich geöffnet. Es findet aber kein Verkauf von Waren im Geschäft statt.
  • Die Arbeit der Lebens- und Sozialberater ist gerade in schwierigen Zeiten wichtig. Sie führen weiterhin Beratungen durch.
  • Auch die Film- und Musikwirtschaft bietet nach wie vor ihre Dienstleistungen an. Gerade jetzt kann beispielsweise die Zeit genutzt werden, um alte Super-8- und Videofilme digitalisieren zu lassen.
  • Das Chemische Gewerbe sowie Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger darf produzieren und seine Dienstleistungen anbieten.
  • Berufsfotografen haben geöffnet. Den Weihnachtsfotos mit der Familie steht damit nichts im Wege.
  • Persönliche Dienstleister, die beispielsweise in den Bereichen Astrologie, tierbezogene Dienstleistung, Humanenergetik oder Partnervermittlung tätig sind, dürfen unter Einhaltung aller Schutzmaßnahmen arbeiten.
  • Betriebe, die körpernahe Dienstleistungen erbringen, dürfen nicht betreten werden. Dazu zählen beispielsweise Friseure, Masseure, Fußpfleger und Kosmetiker. Die Erbringung mobiler Dienstleistungen ist nicht zulässig.
  • Fußpfleger müssen zwar grundsätzlich geschlossen halten (siehe oben), die diabetische Fußpflege ist aber erlaubt. Diese Dienstleistung wird in der Schutzmaßnahmen-Verordnung als Gesundheitsdienstleistung genannt. Es gilt ein sehr strenger Rahmen („bei Gefahr für Leib und Leben“).
  • Heilmasseure sind als „Ort, an dem Gesundheitsdienstleistungen erbracht werden“ nicht vom Lockdown betroffen. Patienten müssen verpflichtend eine FFP2-Maske tragen.
  • Viele Gärtner und Floristen haben auf „Click & Collect“ (Zustellung und Abholung von zuvor bestellten Waren) umgestellt, weil ihre Kunden die Verkaufsräumlichkeiten nicht betreten dürfen.
  • Betriebe, die im Bereich des Kunsthandwerks tätig sind, sind ebenfalls für den Verkauf geschlossen. Sie können aber einen „Click & Collect“-Abholservice anbieten.
25.11.2021 08:29
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Welche Gewerbebetriebe haben geöffnet? Der Großteil der über 16.000 Gewerbe- und Handwerksbetriebe in Kärnten ist vom Lockdown nicht direkt betroffen.

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