Stadt St. Veit
Yvonne Zerza gewinnt Pop-up-Store mietfrei für ein Jahr
Yvonne Zerza überzeugte mit ihrem Businessplan die Jury und bekommt das Geschäftslokal des ehemaligen Ruefa-Reisebüros in St. Veit für ihren Start in die Selbstständigkeit ein Jahr lang mietfrei zur Verfügung gestellt.
© Stadt St. Veit
Die Gewinnerin des Wettbewerbs um den zweiten Pop-up-Store der Stadt St. Veit und der „Jungen Wirtschaft St. Veit“ steht fest: Yvonne Zerza wird im Frühjahr eine Fashion-Boutique eröffnen. „Ich wage mit starken Partnern – der Stadt und der Jungen Wirtschaft – den Schritt in die Selbstständigkeit. Die Lage des Geschäfts ist top und der Laden kostet vorerst keine Miete“, ist Zerza überglücklich. Das hundert Quadratmeter große Geschäftslokal befindet sich in der Dr.-Karl-Domenig-Straße 1 am Tor vom Hauptplatz zum Oktoberplatz. Schon lang spielt die gelernte Bürokauffrau mit dem Gedanken, ihre eigene Boutique zu eröffnen. Nun erfüllt sie sich diesen Tram, hängt ihren Job an den Nagel und gründet ihr eigenes Unternehmen (siehe unten).
Belebung der Innenstadt
Der Wettbewerb war Teil der neuen Wirtschaftsförderungsrichtlinien, mit denen die Stadtgemeinde St. Veit die Innenstadt stärkt. Gesucht wurden Geschäftsideen, die zur Belebung der Innenstadt beitragen, wirtschaftliche Impulse schaffen und die Angebotsvielfalt in St. Veit erhöhen. „Unsere Pop-up-Store-Initiative ist eine Win-Win-Win-Situation: Start-ups profitieren von der Unterstützung in der Gründungsphase und einer preiswerten Geschäftsfläche, die Innenstadt wird aufgewertet und belebt und die Vermieter bekommen langfristige, sichere Mieten“, erklärt Bürgermeister Martin Kulmer.
Erfolgsbeispiel „Ja & anders“-Kosmetikmanufaktur
Als Pop-up-Store bezeichnet man eigentlich ein Geschäft, das kurzfristig und provisorisch in einem Leerstand entsteht. Die Stadt St. Veit und die „Junge Wirtschaft St. Veit“ verfolgen jedoch eine langfristige Philosophie. Ein Beispiel ist die erste Ausschreibungsrunde vor drei Jahren: Die „Ja & anders“-Kosmetikmanufaktur von Jennifer Anderwald und Katja Edlinger entwickelte sich zu einem Erfolgsprojekt. Die beiden Unternehmerinnen bauen die Palette ihrer Hautpflege-Produkte laufend weiter aus.
Langfristig in Stadt ansiedeln
„Es freut mich außerordentlich, dass wir in St. Veit nun erneut die Schienen für ein aufstrebendes Unternehmen legen und einer jungen Unternehmerin mit frischen Ideen die Möglichkeit bieten, sich ihren Traum zu verwirklichen“, betont Kulmer. Martin Figge, Vorsitzender der „Jungen Wirtschaft St. Veit“, ergänzt: „Wir hatten bei der zweiten Pop-up-Store-Auflage deutlich mehr Bewerber als beim Pilotprojekt vor drei Jahren. Der Linie mit dem Businessplan als Grundvoraussetzung für eine Bewerbung sind wir treu geblieben. Wir wollen Betriebe, die sich langfristig in der Stadt ansiedeln, keine Mietnomaden. Die Qualität der eingereichten Businesspläne war durchwegs gut. Der von Yvonne Zerza hat schlussendlich überzeugt.“
Die Gewinnerin
Die 30-jährige Jungunternehmerin Yvonne Zerza erklärt den Grundgedanken hinter ihrer Geschäftsidee: „Ich werde keine reine Modeboutique eröffnen, in meiner Fashion-Boutique geht es ums Erleben.“ Das Sprichwort „Kleider machen Leute“ scheint für viele Menschen, so Zerza, wohl etwas mit Oberflächlichkeit oder Geldverschwendung zu tun zu haben. „Mit diesem Vorurteil möchte ich aufräumen und mit meiner bunten Boutique das Gegenteil beweisen. Nicht nur der Verkauf der Kleidung und Accessoires, sondern auch das Vermitteln von Werten an die Frauenwelt und Nachhaltigkeit sind mir ein Anliegen“, fasst Zerza zusammen.
- Yvonne Zerza in ihrem künftigen Geschäftslokal
- Das künftige Geschäftslokal von Yvonne Zerza befindet sich in der Dr.-Karl-Domenig-Straße 1 am Tor vom Hauptplatz zum Oktoberplatz.
- „Junge Wirtschaft“-Bezirksvorsitzender Martin Figge, Vermieterin Astrid Wrann, Gewinnerin Yvonne Zerza und Bürgermeister Martin Kulmer (von links)


