Gemeinderatssitzung
SPÖ St. Veit regt Blackout-Vorsorgekonzept an
Die SPÖ-Fraktion stellt in der morgigen Gemeinderatssitzung den Antrag, dass sich die Stadtgemeinde intensiv auf das drohende Szenario eines Blackouts vorbereitet.
© Stadt St. Veit
Am morgigen Freitag (17. Dezember 2021) tagt der Gemeinderat der Stadtgemeinde St. Veit. Ein Antrag der SPÖ ist einem drohenden Szenario gewidmet. Unter Experten gilt ein sogenannter Blackout als wahrscheinlichstes Krisen- und Katastrophen-Szenario, also ein plötzlicher, überregionaler und länger andauernder Strom- und Infrastruktur-Ausfall in weiten Teilen Europas.
Wiederherstellung der Stromversorgung
Bürgermeister Martin Kulmer erklärt dazu: „Die Herausforderungen für eine Gemeinde in einem solchen Krisenszenario sind enorm: Die vollständige Wiederherstellung der Stromversorgung wird viele Stunden, wenn nicht Tage dauern. Im Gegensatz zu lokal begrenzten Stromausfällen können bei einem Blackout binnen kurzer Zeit auch so gut wie alle anderen lebenswichtigen und stromabhängigen Infrastruktur-Einrichtungen ausfallen.“ Ein Blackout hätte tatsächlich dramatische Auswirkungen auf die Telekommunikation, den Verkehr, die Lebensmittel- und Gesundheitsversorgung.
Notstromaggregate angekauft
„Die Stadt St. Veit hat mit dem Ankauf von Notstromaggregaten, die von Landesrat und Katastrophenschutz-Referenten Daniel Fellner mit 60.000 Euro gefördert wurden, einen wichtigen Schritt gesetzt. Somit können im Krisenfall Leuchttürme für die Grundversorgung geschaffen werden“, schildert Kulmer. Die SPÖ-Gemeinderäte gehen nun noch weiter und regen in ihrem Antrag an, dass die Stadtgemeinde gemeinsam mit dem Land und mit Experten ein vollumfassendes und professionelles Blackout-Vorsorgekonzept, das Maßnahmen zur Sensibilisierung, Vorbereitung und Bewältigung von Blackout-Ereignissen vorsieht, erstellt.
Blackout-Alarmplan erstellen
Die Initiatoren des Antrags, die Gemeinderäte Horst Maier und Martin Hafner, begründen: „Wichtig ist uns vor allem die Erstellung eines Blackout-Alarmplans, abgestimmt auf die Stadtgemeinde St. Veit. Die Durchführung einer Informationsveranstaltung, um die Bevölkerung bestmöglich zu sensibilisieren und somit auf den Ernstfall vorzubereiten, gehört ebenso dazu wie die Durchführung einer breiten Informationskampagne in Zusammenarbeit mit dem Land“.
Nicht verängstigen, sondern sensibilisieren
Die Gemeinderäte möchten die Bevölkerung keinesfalls verängstigen. Vielmehr geht es darum, als Gemeinde bestmöglich vorbereitet zu sein und gleichzeitig der Bevölkerung bewusst zu machen, dass ein solches Krisenszenario wesentlich einfacher zu bewältigen ist, wenn man sich im Vorfeld Gedanken für den Fall des Falles macht. Maier und Hafner versichern: „Es sind Kleinigkeiten, um für einen Blackout gerüstet zu sein.“ Es ist etwa ratsam, stets Lebensmittel- und Medikamente-Vorräte für ein paar Tage zu Hause zu haben, ebenso ein batteriebetriebenes Radio, Kerzen und eine Notkochstelle.

