Klimaschutz
Finanzierung für 58 Photovoltaik-Anlagen in Klagenfurt
Mit einem neuen „Green Bond“ finanziert die BKS Bank die Errichtung von 58 Photovoltaik-Anlagen durch die Energie Klagenfurt AG auf Dächern in Klagenfurt und auf der stillgelegten Mülldeponie in Hörtendorf.
© Gernot Gleiss
Gemeinsam mit den Stadtwerken Klagenfurt setzt die BKS Bank ein Zeichen in Richtung Klimaneutralität: Mit einem neuen „Green Bond“ finanziert die Bank die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen durch die Energie Klagenfurt AG auf Dächern in Klagenfurt und auf der stillgelegten Mülldeponie in Hörtendorf.
Auf dem Weg zur Klimaneutralität
„Green Bonds spielen eine wichtige Rolle auf dem Weg zur Klimaneutralität Österreichs und Europas. Auch Banken sind gefordert, über nachhaltige Finanzierungen Unternehmen den Weg in eine kohlenstoffarme Wirtschaft zu ermöglichen“, erklärt Vorstandsvorsitzende Herta Stockbauer. „Green Bonds“ sind Anleihen, mit deren Emissionserlös ein ökologisch nachhaltiges Projekt finanziert wird (siehe unten). Oft sind dies Investitionen in erneuerbare Energien. So auch beim neuen „Green Bond“, den die BKS Bank in Kooperation mit den Stadtwerken Klagenfurt emittiert.
Energiewende mitgestalten
Als bedeutender Energieversorger gestalten die Stadtwerke die Energiewende mit. „Wir alle stehen vor den enormen Herausforderungen der Energiewende und der Erreichung der Klimaziele. Als Energieversorger müssen wir hier einen massiven Beitrag leisten, um diese Herausforderungen positiv zu meistern. Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energieformen sind dabei eine wesentliche Säule, mit der wir als Energieversorger gemeinsam mit unseren Kunden einen sehr wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, betont Erwin Smole, Vorstand der Stadtwerke Klagenfurt.
Stadt Klagenfurt und Deponie Hörtendorf
Mit der durch diese „Green Bond“-Emission finanzierte Investition in Höhe von insgesamt 20 Millionen Euro werden bis zu 58 Photovoltaik-Anlagen auf Dachflächen der Stadt Klagenfurt und der Deponie Hörtendorf realisiert. Die konkrete Projektliste umfasst 47 Anlagen auf Wohnhäusern, vier auf abfallwirtschaftlicher Infrastruktur und sieben auf kommunaler Infrastruktur wie zum Beispiel Feuerwehren und Schulen.
Errichtung bis 2025 abschließen
Der Bau der Anlagen soll bis 2025 abgeschlossen sein. Mit diesen neu errichteten Photovoltaik-Anlagen sollen rund 13.500 Tonnen CO2‑Äquivalente pro Jahr eingespart werden. Bei der Auswahl der Lieferanten wurde auf Regionalität geachtet. Die Photovoltaik-Module stammen von der Kioto Photovoltaics GmbH aus St. Veit, die Errichtung erfolgt durch die PVI GmbH mit Sitz in Klagenfurt unter Vorgaben der Klagenfurt Dachstrom GmbH, einer Tochter der Stadtwerke Klagenfurt.
Mehrwert für Kunden und Umwelt
Für die Stadtwerke ist die Finanzierung über einen „Green Bond“ eine Premiere. Vorstandsmitglied Harald Tschurnig erklärt, weshalb die Wahl auf die BKS Bank fiel: „Die BKS Bank und die Stadtwerke Klagenfurt verfolgen beide das Ziel, nachhaltige Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die dem Kunden und unserer Umwelt einen Mehrwert bieten. Dieses Projekt und die damit einhergehende alternative Finanzierung von grüner Infrastruktur machen deutlich, dass branchenübergreifende Zusammenarbeit ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit und Klimaschutz setzen kann.“
Eckdaten zum „Green Bond“
Auch BKS Bank-Vorstandsvorsitzende Stockbauer ist erfreut über die Zusammenarbeit und präsentiert die wichtigsten Eckdaten des „Green Bonds“: „Die Emission ist am 23. Dezember 2021 gestartet. Das Emissionsvolumen beträgt fünf Millionen Euro mit einer Aufstockungsmöglichkeit um weitere fünf Millionen Euro, die Laufzeit sieben Jahre. Die Stückelung von tausend Euro haben wir bewusst so gewählt, damit auch Bürger, die einen Beitrag zur CO2-Reduktion in Klagenfurt leisten wollen, diese Anleihe zeichnen können.“
Wissenswert
Jener mit den Stadtwerken Klagenfurt ist bereits der sechste „Green Bond“, den die BKS Bank seit dem Jahr 2017 auflegt. Unter den finanzierten Projekten befinden sich unter anderem mehrere Photovoltaik-Anlagen und ein Kleinwasserkraftwerk. Ein aktueller Bericht zeigt, dass durch diese „Green Bonds“ jährlich rund 39 Gigawattstunden an Strom aus erneuerbaren Energiequellen produziert und über 10.036 Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden.

