Caritas Kärnten

Per­sön­lich­kei­ten hören genau hin

Vom Bischof über die Bildungsexpertin bis zum Mediziner und Richter: An drei Nachmittagen im April schenken Menschen aus unterschiedlichen Arbeitswelten den Anrufern bei der Telefon-Seelsorge der Caritas Kärnten ihr Ohr.

Katholische Aktion Iris Straßer, Präsidentin der „Katholischen Aktion“ in Kärnten: „Wir wollen hinhören und aus erster Hand erfahren, wie es den Menschen mit der andauernden Pandemie geht.“

© Katholische Aktion

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Unter der kos­ten­frei­en Num­mer 142 sind 80 kom­pe­tent aus­ge­bil­de­te, frei­wil­li­ge Mit­ar­bei­ter rund um die Uhr anonym und kos­ten­los für alle Hil­fe­su­chen­den im Ein­satz. Seit 43 Jah­ren bie­tet die Tele­fon-Seel­sor­ge, betreut von der Cari­tas Kärn­ten, allen Men­schen in Not- und Kri­sen­si­tua­tio­nen ein offe­nes Ohr. Wäh­rend bei vie­len Men­schen seit Aus­bruch von Covid-19 die Resi­li­enz, also die Fähig­keit, schwie­ri­ge Lebens­si­tua­tio­nen ohne anhal­ten­de Beein­träch­ti­gun­gen zu über­ste­hen, sinkt, stei­gen Arbeits­lo­sig­keit und Zukunfts­sor­gen an. Und damit auch die Anru­fe in der Tele­fon-Seel­sor­ge.

Hin­hö­ren statt bes­ser wis­sen

Von Mitt­woch bis Frei­tag (21. bis 23. April) ste­hen von 14.30 bis 19.30 Uhr bekann­te Per­sön­lich­kei­ten aus den Berei­chen Bil­dung, Recht, Sozi­al­we­sen, Wirt­schaft, Medi­zin und Seel­sor­ge den Anru­fern als auf­merk­sa­me Gesprächs­part­ner zur Ver­fü­gung. Unter­stützt wer­den sie dabei von einem Mit­ar­bei­ter der Tele­fon-Seel­sor­ge. Zum Anru­fen ein­ge­la­den sind Men­schen, die von Coro­na beson­ders arg betrof­fen sind und Hil­fe benö­ti­gen. Iris Stra­ßer, Prä­si­den­tin der „Katho­li­schen Akti­on“ (KA) in Kärn­ten und Initia­to­rin des Pro­jekts, möch­te in die­sen drei Tagen erfah­ren, was die Men­schen in ihrem All­tag bewegt: „Wo drückt sie der Schuh oder die Last der Zeit? Jeder ist ein­ge­la­den, aus sei­ner Per­spek­ti­ve zu berich­ten, was frus­triert, was die aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen sind und wo Hand­lungs­be­darf besteht, um dar­aus Schlüs­se für das jewei­li­ge Wir­ken in der täg­li­chen Arbeit zie­hen zu kön­nen.“

Für Stra­ßer ent­steht sozia­ler Zusam­men­halt in ehr­li­cher Auf­merk­sam­keit für­ein­an­der, nicht im Reden über ande­re: „Wir wol­len hin­hö­ren, statt alles bes­ser wis­sen.“

Die auf­merk­sa­men Zuhörer*innen

Am 21. April sind Eli­sa­beth Schnei­der-Bran­dau­er (Direk­to­rin des Bischöf­li­chen Seel­sor­ge­amts), Diö­ze­san-Bischof Josef Mar­ketz und Rechts­an­walt Bern­hard Fink in der Tele­fon-Seel­sor­ge zu Gast. Am 22. April neh­men sich Bea­te Gfre­rer (Geschäfts­füh­re­rin der Kärnt­ner Volks­hoch­schu­len), Rich­ter Man­fred Herrn­ho­fer und Cari­tas-Dire­k­tor Ernst Sand­ries­ser der Anlie­gen der Anru­fer an. Am 23. April schen­ken Lise­lot­te Suet­te (Geschäfts­füh­re­rin von SOMA Kärn­ten), Unter­neh­me­rin Iris Stra­ßer sowie Medi­zi­ner und KA-Vize­prä­si­dent Rudolf Likar den Hil­fe­su­chen­den Gehör. Die Inhal­te aller Gesprä­che wer­den ver­trau­lich und anonym behan­delt.

Dis­kre­ti­on gewähr­leis­tet

Bar­ba­ra Ogris von der Tele­fon-Seel­sor­ge freut sich über den Besuch der pro­mi­nen­ten Gäs­te: „Dass sich wich­ti­ge Ver­ant­wor­tungs­trä­ger Zeit neh­men, um hil­fe­su­chen­den Men­schen genau zuzu­hö­ren, ist ein schö­nes Zei­chen der Wert­schät­zung ihnen gegen­über und lässt auch dar­auf hof­fen, dass die gewon­ne­nen Erkennt­nis­se in die täg­li­che Arbeit ein­flie­ßen wer­den.“

19.04.2021 10:10 - Update am: 19.04.2021 10:21
Anzeige
Katholische Aktion Iris Straßer, Präsidentin der „Katholischen Aktion“ in Kärnten: „Wir wollen hinhören und aus erster Hand erfahren, wie es den Menschen mit der andauernden Pandemie geht.“

© Katholische Aktion