Kärntner Jägerschaft

Appell der Jäger: „Hun­de bit­te an die Lei­ne neh­men!“

Meldungen über Wildtiere, die von freilaufenden Hunden gerissen werden, häufen sich. Die Kärntner Jägerschaft appelliert, Hunde an die Leime zu nehmen – aus mehreren Gründen.

Appell der Jäger: „Hun­de bit­te an die Lei­ne neh­men!“ Hundebesitzer verzichten selbstverständlich ungern auf die Begleitung ihrer Vierbeiner im Wald. Ein artgerechter Umgang ist wichtig – für Hund und Wild.

© Paul Plieschnig

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Wie die Kärnt­ner Jäger­schaft mit­teilt, häu­fen sich Mel­dun­gen über Wild­tie­re, die von frei­lau­fen­den Hun­den geris­sen wur­den. Hun­de­ris­se sind nur ein Teil des Tier­leids, das durch Hun­de, die nicht an der Lei­ne geführt wer­den, ver­ur­sacht wird. Lan­des­jä­ger­meis­ter Wal­ter Brun­ner und Georg Hel­migk, Bezirksjägermeister von Kla­gen­furt, stel­len klar: „Es ist nicht die Schuld des Hunds, wenn er sei­nem Instinkt folgt. Hier muss der Mensch Ver­ant­wor­tung über­neh­men.“

Erschöp­fungs­tod nach Flucht

Wild­tie­re redu­zie­ren mit der Kälte ihren Ener­gie­haus­halt, die hohe Schnee­de­cke erschwert die schnel­le Flucht. Ein nicht ver­wahr­ter Hund bekommt Wind und folgt sei­nem Instinkt. Er hetzt dem Tier nach. Selbst wenn der Hund das gehetz­te Tier schließ­lich nicht reißt, führt allein die Flucht meist zum Erschöpfungstod des Wild­tiers.

Hun­de­hal­tungs­vor­schrif­ten der Behör­den

Hun­de­be­sit­zer ver­zich­ten selbstverständlich ungern auf die Beglei­tung ihrer Vier­bei­ner im Wald. Ein art­ge­rech­ter Umgang ist jedoch wich­tig – für Hund und Wild. Des­halb dürfen sich Hun­de im Wald zwar bewe­gen, müssen dabei aber an der Lei­ne geführt wer­den. Jährlich können die Bezirks­haupt­mann­schaf­ten und Magis­tra­te kon­kre­te Hun­de­hal­tungs­vor­schrif­ten erlas­sen. Die­se lau­ten auch in die­sem Jahr wei­test­ge­hend gleich: Zum Schutz des Wil­des während der Brut- und Setz­zeit oder bei Schnee­la­gen, die eine Flucht des Wil­des erschwe­ren, sind alle Hun­de­hal­ter ver­pflich­tet, außer­halb von geschlos­se­nen ver­bau­ten Gebie­ten ihre Hun­de an der Lei­ne zu führen oder sonst tier­schutz­ge­recht zu ver­wah­ren.

13.01.2022 11:26
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Appell der Jäger: „Hun­de bit­te an die Lei­ne neh­men!“ Hundebesitzer verzichten selbstverständlich ungern auf die Begleitung ihrer Vierbeiner im Wald. Ein artgerechter Umgang ist wichtig – für Hund und Wild.

© Paul Plieschnig