Klimaschutz
Drittes „e“ für die Gemeinde Gitschtal
Landesrätin Sara Schaar gratulierte der „e5“-Gemeinde Gitschtal zum dritten „e“. Nun ist ein Photovoltaik-Schwerpunkt auf öffentlichen Gebäuden geplant.
© Büro LR Schaar
Die Gemeinde Gitschtal nimmt seit dem Jahr 2016 am „e5“-Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden teil. Noch im Vorjahr erfolgte die zweite Zertifizierung, wobei sich die Gemeinde um eine Stufe verbessern konnte: Von zwei ging es hinauf auf drei „e“. Dazu gratulierte Landesrätin Sara Schaar, Klimaschutz- und Energiereferentin des Landes Kärnten, anlässlich eines Gemeindebesuchs. „Der nachhaltige Umgang mit unseren Energie-Ressourcen, Energieeffizienz und Klimaschutz haben im Gitschtal einen hohen Stellenwert“, lobt Schaar. Die Gemeinde ist auch Bestandteil des Klimaschutz-Landesprogramms KEM (Klima- und Energie-Modellregionen).
Sechs Arbeitsgruppen
Im Gitschtal ziehen beim Klimaschutz viele Kräfte an einem Strang: In kürzester Zeit fanden sich 35 Ehrenamtliche in sechs Arbeitsgruppen zu den Themen Mobilität, Wirtschaft, erneuerbare Energie, Landwirtschaft, Tourismus und Kommunikation zusammen. In diesen Gruppen werden zukunftsweisende Projekte initiiert. Für Fragestellungen der Zukunft ist außerdem im jährlichen „Gitschtal Forum“ Platz. „Das Gitschtal ist mit viel Wald gesegnet, was auch gut genutzt wird, etwa durch ein kleines Nahwärmenetz. Das Radwegenetz ist gut ausgebaut und auch die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln wurde verbessert“, betont Schaar.
Zudem fanden Energie-Analysen bei den öffentlichen Gebäuden statt und auch ein Leitbild für das Gitschtal wurde erstellt. Ganz neu ist die Teilnahme an der Schwerpunktregion „KEM Tourismus“ (Nassfeld-Pressegger See – Lesachtal – Weissensee), die einen Fokus auf Maßnahmen im Bereich Klimaschutz im Tourismus legt.

Neues Schulzentrum entsteht
Bürgermeister Christian Müller verrät schon künftige Pläne: „Wir wollen einen Photovoltaik-Schwerpunkt an mehreren öffentlichen Gebäuden setzen. Im Hauptort soll ein Schulzentrum entstehen: Die Volksschule zieht zum Kindergarten. Hier werden wir energietechnisch einiges auf die Reihe bringen.“ Er betont, dass durch das von der Landes-Umweltabteilung initiierte Programm „Ölkesselfreie Gemeinden“, an dem das Gitschtal teilnimmt, einige Bewohner vom Öl abkehrten.
