Generalversammlung
Zentralraum Kärnten will europäische Metropolregion werden
Der Verein „Zentralraum Kärnten Plus“ zog in einer virtuellen Generalversammlung eine vorläufige Jahresbilanz und erörterte weitere Schritte und künftige Projekte.
© Büro Bürgermeister Scheider
Vor zehn Monaten wurde der Verein „Zentralraum Kärnten Plus“ gegründet. Am vergangenen Freitag kamen die Bürgermeister von insgesamt 13 Städten und Gemeinden virtuell zusammen, um die Generalversammlung abzuhalten und wichtige Richtungsentscheidungen zu beschließen.
Kooperation zwischen Städten und Gemeinden
„Wir sind auf einem guten Weg. Die Organisation und die Kooperation zwischen den Städten und den Gemeinden im Kärntner Zentralraum wächst weiter“, ist Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider zufrieden mit der Entwicklung. Bei der Vereinsgründung im März 2021 waren lediglich Klagenfurt und Villach beteiligt, mittlerweile kamen elf weitere Städte und Gemeinden hinzu. „Um als europäische Metropolregion anerkannt zu werden, ist eine Mindesteinwohnerzahl von 250.000 notwendig. Wenn sich zukunftsorientierte und kooperationsbereite Städte und Gemeinden zusammenschließen, werden wir das auch schaffen“, sagte Scheider.
Am Weg zur europäischen Metropolregion
Projekte wie die künftige Zusammenarbeit mit der europäischen Metropolregion „Ruhr“ in Deutschland wurden diskutiert. „Insbesondere im Hinblick darauf, dass sich auch der Kärntner Zentralraum als erste europäische Metropolregion in Österreich und südlich der Alpen positionieren möchte, sind Kooperationen zwischen Städten und Gemeinden notwendig“, betonte Villachs Bürgermeister Günther Albel. Auch St. Veits Bürgermeister Martin Kulmer ist vom Erfolg der formierenden Kärntner Metropolregion überzeugt: „Durch die Zusammenarbeit und gemeinsame Initiativen wie zum Beispiel in den Bereichen der modernen Verwaltung, Bildung sowie Standortentwicklung wird der Kärntner Zentralraum seinen Platz im Herzen Europas und als Bindeglied zwischen Ost und West sowie im Alpen-Adria Raum finden“.
Europäisches Forum Alpbach
Geschäftsführer des Vereins ist Adnan Alijagic. „In Kooperation mit dem Studentenklub ‚Alpbach Senza Confini‘ und deren Präsidentin, der Klagenfurterin Corina Schmiedt, werden wir im Rahmen des international bekannten europäischen Forums in Alpbach in Tirol im August den ersten Empfang der europäischen Metropolregionen organisieren und abhalten“, geht Alijagic auf ein Vorhaben ein, das in der Generalversammlung einstimmig beschlossen wurde. Der Verein „Zentralraum Kärnten Plus“ ist dabei in Zusammenarbeit mit Studenten für die Organisation des Treffens von Vertretern der europäischen Metropolregionen verantwortlich. Es soll zur internationalen Positionierung des Kärntner Zentralraums als neue europäische Metropolregion beitragen.


