Wirtschaftskammer
Großes Fragezeichen bei Sport- und Freizeit-Betrieben
Ab 5. Februar 2022 sind Öffnungsschritte angekündigt, dennoch macht sich Unsicherheit bei Kärntens Sport- und Freizeitbetrieben breit. „Für uns wurden noch keine konkreten Zutrittsregeln bekanntgegeben“, kritisiert Andy Wankmüller, Obmann der Fachgruppe in der Wirtschaftskammer Kärnten.
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Trotz angekündigter Öffnungsschritte macht sich Unsicherheit bei Kärntens Sport- und Freizeit-Betrieben breit. „Die geplanten Öffnungsschritte ab 5. Februar 2022 sind ein positives Signal und ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings lassen die Details zu wünschen übrig“, sagt Andy Wankmüller, Fachgruppenobmann der Sport- und Freizeit-Betriebe in der Wirtschaftskammer Kärnten. Denn laut dem Obmann gibt es keine konkreten Verordnungen: „Die Situation ist konfus. Theoretisch müssten wir mit den anderen, in der Tourismusbranche angesiedelten Betrieben gleichgestellt werden. So wäre beispielsweise das Trainieren mit 3G möglich. Über konkrete Zutrittsregeln wurden wir bis dato aber nicht informiert.“
Keine Ungleichbehandlung
Es wäre nicht das erste Mal, dass die Freizeit- und Sport-Betriebe ungleich behandelt werden und andere Regelungen als etwa Hotel- oder Gastronomie-Betriebe zu tragen haben, kritisiert Wankmüller. Er appelliert an das zuständige Gesundheitsministerium: „Das darf keinesfalls erneut passieren. Eine Ungleichbehandlung wäre sachlich nicht gerechtfertigt und würde wieder zu einer Schlechterstellung unserer Betriebe in der gerade jetzt so wichtigen Hauptsaison führen.“

Kundenrückgänge von 30 bis 50 Prozent
Angesichts der Erhöhung der Veranstaltungskapazität von 25 auf 50 Personen ist er zuversichtlich: „Das macht die Durchführung von Gruppenkursen um einiges einfacher.“ Generell ist die Stimmung bei den rund tausend Kärntner Sport- und Freizeit-Betrieben verhalten. „Durch die Einführung der 2G-Regel sehen wir uns nach wie vor mit massiven Umsatzeinbrüchen konfrontiert. Nach Gesprächen mit Branchenkollegen weiß ich von Kundenrückgängen zwischen 30 und 50 Prozent. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage bestätigt dieses Bild. Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten und sehen auch Arbeitsplätze in Gefahr“, erläutert Wankmüller.
Lebensfreude zurückholen
Ein weiteres Problem ergibt sich durch die Verkürzung der Gültigkeitsdauer von Impfzertifikaten von 270 auf 180 Tage. „Unmut, Mehraufwand und Kundenrückgang sind vorprogrammiert“, berichtet Wankmüller. Sport- und Freizeitbetriebe leisten einen wesentlichen Beitrag zum sozialen Leben und zur Gesundheitsprävention. „Es ist wichtig, dass die Menschen wieder aktiv werden und sich im Freizeit- und Sportbereich Lebensfreude zurückholen. Deshalb brauchen wir praxisnahe Lösungen, die endlich ein faires Wirtschaften zulassen“, betont Wankmüller.

