Walter Ploner
Ein „Platzhirsch“ als Pizzabäcker
Wie geht es Wirten in ungewissen Zeiten wie diesen? „KLiCK Kärnten“ sprach stellvertretend für alle Gastronomen mit Walter Ploner, der mit Gattin Susanne in Schiefling am Wörthersee den „Platzhirsch“ betreibt.
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Seit bald einem halben Jahr muss die Gastronomie wegen der Pandemie-Verordnungen der Bundesregierung ihre Türen geschlossen halten. Während die Gäste einen Besuch in ihrem Stammlokal herbeisehnen, wächst auch bei den Wirten Tag für Tag die Sehnsucht, endlich wieder ihrer geregelten Arbeit nachgehen zu dürfen. Wie geht es Gastronomen in diesen ungewissen Zeiten? Stellvertretend für alle Wirte wandte sich „KLiCK Kärnten“ mit dieser Frage an Walter Ploner.
„Retter“ der Brauereien
Ploner ist in Schiefling am Wörthersee der „Platzhirsch“: So heißt das Lokal, das Gattin Susanne und er seit genau sechs Jahren betreiben. Der „Platzhirsch“ feierte vor wenigen Tagen seinen sechsten Geburtstag. Keine Gäste, keine Party, keine Geburtstagsfeier – dennoch hat Walter Ploner stets einen Scherz auf den Lippen. „Ich hätte niemals gedacht, auch zu Hause die Brauereien unterstützen zu können“, eröffnet er das Gespräch mit „KLiCK Kärnten“ humorvoll. Aber natürlich: Viel lieber würde er mit seinen Stammgästen mit einem Feierabendbier nach getaner Arbeit im Lokal anstoßen. Wann das wieder möglich sein wird? „Ich hoffe, dass wir Mitte Mai aufsperren dürfen“, verliert Ploner nicht den Optimismus.
„Platzhirsch“-Lieferdienst
Der gebürtige Feldkirchner blickt auf viele Erlebnisse in seiner gastronomischen Laufbahn zurück. Er führte etwa das legendäre „s’ Häferl“ auf dem Hauptplatz in seiner Heimatstadt oder das „Bond“ in der Klagenfurter Innenstadt. Als kurzfristiger Auswanderer hatte er sogar mal eine Lokalität in der Karibik. Und heute? Trotz Pandemie ist Ploner nicht arbeitslos. In den vergangenen Monaten konzentrierte er sich auf den „Platzhirsch“-Lieferdienst, der bereits vor Corona-Zeiten seinen Ursprung hatte.
Zutaten sind entscheidend
Wo er das Handwerk des Pizzabäckers erlernte? Auch diese Antwort erfolgt mit einem Augenzwinkern: „Wer mal als Student in Wien eine Pizza belegt hat, kann das sein Leben lang!“ Aber ganz im Ernst: Entscheidend für eine Pizza, die nach Italien „schmeckt“, sind, so Ploner, beste Zutaten: „Angefangen bei der hausgemachten Tomatensauce.“ Wenn das „Platzhisch-Taxi“ ausfährt, liegen jedoch nicht nur Pizzaschachteln auf dem Beifahrersitz. „Wir haben auch Pasta, Antipasti und Burger im Liefer-Angebot“, verrät Ploner.

Website für Information
Was macht er, wenn er nicht gerade vor dem Pizzaofen steht oder zu Hause die Brauereien dieser Welt rettet? „Dann bin ich gerne online“, erzählt Ploner. Eines seiner Hobbys ist die eigene Website „Kärnten Info“ (www.kärnteninfo.at), die in „normalen“ Zeiten als Service-Seite für Veranstaltungs- und Ausflugstipps ausgerichtet ist. Weil es derzeit kaum Tipps gibt, hat er somit online leider auch weniger zu tun. Hoffentlich nur noch bis Mitte Mai …
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