Sonnenstrom
13 Photovoltaik-Projekte in Wolfsberg umgesetzt
Wolfsberg ist Sonnenstrom-Vorreiter in Kärnten. Auf kommunalen Gebäuden wurden im Vorjahr 13 Photovoltaik-Anlagen errichtet.
© Büro LR Schaar
Im Vorjahr wurden 13 Anlagen errichtet: auf den Rüsthäusern in Wolfsberg, St. Margarethen, St. Marein und St. Stefan, auf der Volksschule und auf dem Kindergarten in Wolfsberg, auf den Volksschul-Gebäuden in St. Margarethen, St. Marein, Prebl, St. Stefan, St. Johann und St. Michael, auf dem Wolfsberger Tierheim und auf dem Gebäude des Bauhofs. Die Stadtgemeinde Wolfsberg setzt eine Photovoltaik-Offensive auf öffentlichen Gebäuden um.
Genau 62.445 Euro an Förderungen
Landesrätin Sara Schaar, Energie- und Klimaschutz-Referentin des Landes Kärnten, machte sich nun selbst ein Bild der erfolgreich abgeschlossenen Projekte und hatte die offiziellen Förderzusagen mit im Gepäck. „Städte und Gemeinden spielen beim Erneuerbaren-Ausbau und damit beim Vorantreiben der Klima- und Energiewende eine enorm wichtige Rolle. Sie sind als direkter Draht zu den Bürgern die wesentlichsten Partner des Landes. Wolfsberg ist Vorreiter, wenn es um den Photovoltaik-Ausbau geht, auf den wir in Kärnten als Sonnenland setzen“, sagt Schaar. Für die 13 Projekte floss eine Fördersumme von ingesamt genau 62.445 Euro.
Förderrichtlinie erneuert
Die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen an und auf gemeindeeigenen Gebäuden (inklusive Rüsthäuser) wird von der Umwelt-Abteilung des Landes Kärnten mit bis zu 60 Prozent der Anschaffungskosten gefördert. Zudem besteht die Möglichkeit, Investitionszuschüsse von dritter Stelle (Bund oder EU) in Anspruch zu nehmen. Eine Gesamtförderung von nahezu hundert Prozent ist also möglich. 2022 wurde die Förderrichtlinie erneuert. Bisher war die förderbare Leistung (Anlagengröße) mit 50 Kilowatt-Peak (kWp) begrenzt, nun fällt diese Obergrenze. „So ermöglichen wir den Kommunen, Anlagen auf Gebäuden, die sich besser für Photovoltaik eignen, größer zu dimensionieren, um umliegende öffentliche Gebäude effizient mitzuversorgen. Damit können sie so eingespartes öffentliches Geld für weitere wichtige Projekte verwenden“, erklärt Schaar.
Heuer 13 weitere Projekte
„Photovoltaik ist bei uns ein großer Schwerpunkt. Heuer realisieren wir weitere 13 Photovoltaik-Projekte auf Rüsthäusern, Freizeitanlagen und Kindergärten – überall dort, wo es Sinn macht“, verrät Wolfsbergs Bürgermeister Hannes Primus. Eine besonders leistungsstarke Anlage wird zum Beispiel auf dem Sportstadion errichtet, mit der dann andere Gemeinde-Objekte über Energiegemeinschaften mitversorgt werden. „Im Zuge von Generalsanierungen werden wir danach auch sukzessive weitere öffentliche Gebäude mit Photovoltaik ausstatten. Unser Ziel ist, den selbst erzeugten Strom auch selbst zu nutzen und möglichst wenig zu verkaufen“, fasst Primus zusammen.
Wissenswert
Über eine Million Euro ist in diesem Jahr für diese Förderschiene budgetiert, die bisher über 60 Gemeinden in Anspruch nahmen. Ziel der Förderung ist eine Eigenversorgung von einer Gigawattstunde (GWh) pro Jahr mit klimaneutralem Strom im Kommunalbereich. Das entspricht einer Einsparung von rund 227 Tonnen CO2. „Als sonnenreiches Bundesland gilt es, Photovoltaik zu forcieren und die Kärntner Gemeinden dabei zu unterstützen. Besonders wenn es darum geht, die Klimaziele zu erreichen, spielt die Nutzung von erneuerbaren Energien eine große Rolle“, betont Landesrätin Sara Schaar.
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