Wirtschaftskammer
Freizeit-Wirtschaft: Förderung für Abos und Kurse?
Trotz Öffnungsschritte braucht die Freizeit- und Sport-Branche neuen Schwung. Andy Wankmüller, Obmann der Fachgruppe der Freizeit- und Sport-Betriebe in der Wirtschaftskammer Kärnten, regt eine Idee an.
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Die Freude über die angekündigten Öffnungsschritte ab 5. März 2022 ist auch bei Kärntens Freizeit- und Sport-Betrieben groß. Bereits ab morgigen Samstag gilt die 3G-Regelung (bisher 2G). Die Stimmung in der Branche beschreibt Andy Wankmüller, Obmann der Fachgruppe Freizeit- und Sport-Betriebe in der Wirtschaftskammer Kärnten: „Durch das lange Warten war die Verunsicherung groß, sowohl bei den Betrieben als auch bei ihren Kunden. Jetzt sind wir erleichtert über die bevorstehenden Öffnungsschritte.“
Bescheidene Erwartungen
Trotz der Vorfreude bleibt die Erwartungshaltung bescheiden. „Für die Hälfte unserer Betriebe ist die Hochsaison im April fast wieder zu Ende. Wenn die Outdoor-Aktivitäten beginnen, startet für viele Indoor-Betriebe die Nebensaison. Dementsprechend schwierig wird es sein, neue Kunden zu gewinnen“, begründet Wankmüller. Dennoch: Optimismus ist vorhanden, dass durch die 3G-Regelung ab morgen wieder viele Stammkunden zurückkehren.

Gebremster Schwung in den Frühling
Die Schlussfolgerung: „Wir gehen von einem gebremsten Schwung in den Frühling aus“, sagt Wankmüller. Die Branche rechnet damit, dass es wohl noch zwei Jahre dauern wird, bis Umsatz- und Frequenz-Niveau von Vor-Corona-Zeiten erreicht werden können. „Vorausgesetzt, es gibt künftig keine rigorosen Corona-Maßnahmen mehr. Viele Kunden sind skeptisch, weil es immer wieder Lockdowns gegeben hat“, betont der Fachgruppenobmann.
Vorschlag an die Politik
Laut Wankmüller gehört nun alles unternommen, um die Freizeit- und Sport-Branche wieder auf gesunde Füße zu stellen: „Die vergangenen beiden Jahre waren für unsere rund tausend Kärntner Mitgliedsbetriebe frustrierend und kräfteraubend. Wir durften nur im Sommer aufsperren, den Großteil der Umsätze erwirtschaften wir aber im Winter.“ Um durchstarten zu können, ist erneut die Politik gefordert. Ein Vorschlag der Wirtschaftskammer: Eine ideale Unterstützung wäre die Förderung von Kursen und Abos bei gewerblichen Sport-Betrieben. „Das wäre mit Sicherheit für viele ein großer Anreiz, um wieder mehr Sport zu treiben. Und davon profitieren nicht nur die Sporttreibenden, sondern im Sinne der Gesundheitsprävention die gesamte Gesellschaft“, regt Wankmüller an.

