Eishockey
Kann der KAC ab heute die Saison noch retten?
Während der EC VSV die Qualifikation für die „Champions Hockey League“ feiert, beginnen heute für den EC KAC die Duelle in den Pre-Playoffs gegen den HCB Südtirol. Im Lager der Klagenfurter Rotjacken gibt es Grund für Optimismus.
© EC-KAC/Kuess
Obwohl der EC KAC drei der vier Saison-Derbys gegen den EC VSV deutlich gewinnen konnte, sind die „Adler“ im Kärntner Eishockey aktuell das Maß aller Dinge: Die Villacher schlossen den Grunddurchgang der „win2day ICE Hockey League“ hinter Red Bull Salzburg auf dem zweiten Platz ab, qualifizierten sich somit für die „Champions Hockey League“ und stehen souverän im Viertelfinale.
Alles oder nichts
Anders sieht die Lage bei den Klagenfurter Rotjacken aus, die sich nicht unter den Top sechs platzieren konnten. Was bedeutet, dass sie in den erstmals ausgetragenen Pre-Playoffs die zweite Chance nutzen müssen, um ins Viertelfinale aufzusteigen und somit eine Saison zu retten, die von Aufs und Abs geprägt war. Der Verletzungsteufel schlug permanent und erbarmungslos zu, weshalb der Rhythmus im Spiel des KAC stets unterbrochen war. Weil auch die Leistungsträger in der entscheidenden Phase nie ihre Form aus der Meistersaison 2020/2021 erreichten, geht es nun um alles oder nichts.
Vorjahres-Finalist scheidet aus
Ab heute kommt es im ersten Spiel der „Best-of-Three“-Serie mit Beginn um 19.15 Uhr in der Klagenfurter Stadthalle im Duell gegen den HCB Südtirol zur Neuauflage des Finales aus dem Vorjahr. Was bedeutet: Ein Finalist der Vorsaison scheidet in den Pre-Playoffs definitiv aus! „Unserer letzten beiden Partien endeten zwar mit Niederlagen, wir konnten uns aber spielerisch klar steigern und bewegten uns wesentlich sicherer in unserem System. Auch wenn es sehr spät in der Saison ist, so denke ich, dass wir jetzt in jedem Fall das Potenzial haben, ins Rollen zu kommen“, gibt sich Verteidiger Martin Schumnig kämpferisch.
„Best-of-Three“-Serie
Eine „Best-of-Three“-Serie ist, so Schumnig, zwar ungewohnt, aber: „Es ist gut, dass wir gleich gegen den HCB Südtirol ranmüssen: Jeder kennt die Qualitäten des Gegners: Wir werden ihn nur bezwingen, wenn wir von Beginn an voll da sind. Als Mannschaft wissen wir, was zu tun ist, wir sind gut vorbereitet und nahezu vollzählig. Jetzt heißt es, das auch aufs Eis zu bringen, dann haben wir in den kommenden Wochen alle Möglichkeiten!“
„Nur“ noch drei Ausfälle
Im Kader füllten sich in den vergangenen Tagen die verletzungs- und erkrankungsbedingt großen Lücken. Heute stehen lediglich Jakob Holzer, Niklas Würschl und Johannes Bischofberger (alle verletzt) nicht zur Verfügung. Thomas Koch, der sein Comeback nun schon zwei Mal verschieben musste, ist heute erstmals seit Mitte Dezember wieder dabei. In den Kader kehrt auch Kele Steffler (zuletzt vier Partien ausgefallen) zurück. Der Trainerstab plant demnach mit sieben Verteidigern und 13 Stürmern.
