Schutzwälder

Möll­tal: Start für Pro­jekt gegen Bor­ken­kä­fer

Um die Ausbreitung des Borkenkäfers zu stoppen, werden zwei Millionen Euro in einen Objektschutzwald investiert. Dieser erstreckt sich über sechs Gemeinden.

Möll­tal: Start für Pro­jekt gegen Bor­ken­kä­fer Der Borkenkäfer ist in Kärnten der größte Waldschädigungsfaktor.

© Pixabay/krzysztofniewolny

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Die vor kur­zem prä­sen­tier­te Wald­bi­lanz für das Jahr 2021 zeig­te erneut auf, dass der Bor­ken­kä­fer auch in Kärn­ten der größ­te Wald­schä­di­gungs­fak­tor ist. Beson­ders betrof­fen davon ist Ober­kärn­ten, wo es bereits aku­te Gefah­ren­si­tua­tio­nen für Sied­lun­gen oder Infra­struk­tu­ren gibt, die sich unter geschä­dig­ten Wald­flä­chen befin­den. Neben groß­flä­chi­gen Auf­fors­tun­gen wur­den bereits Pro­jek­te gestar­tet, um die Ver­brei­tung des Bor­ken­kä­fers ein­zu­däm­men.

300 Hekt­ar Objekt­schutz­wald

Eines die­ser Pro­jek­te betrifft das Möll­tal. Die Gesamt­kos­ten wer­den auf rund zwei Mil­lio­nen Euro geschätzt, von denen rund 900.000 Euro über Hol­zerlö­se auf­ge­bracht wer­den kön­nen. „Die öffent­li­che Hand unter­stützt die­ses Pro­jekt mit über einer Mil­li­on Euro, um die Wald­be­stän­de und vor allem die Bevöl­ke­rung in den betrof­fe­nen Gemein­den zu schüt­zen“, infor­mie­ren Lan­des­rat und Forst­re­fe­rent Mar­tin Gru­ber sowie der für die Wild­bach- und Lawi­nen­ver­bau­ung zustän­di­ge Lan­des­rat Dani­el Fell­ner. Es han­delt sich um rund 300 Hekt­ar soge­nann­ten Objekt­schutz­wald in den Gemein­den Mört­schach, Stall, Mall­nitz, Ran­gers­dorf, Groß­kirch­heim und Flat­tach.

Die Finan­zie­rung

Der forst­tech­ni­sche Dienst der Wild­bach- und Lawi­nen­ver­bau­ung arbei­te­te Maß­nah­men aus, die mit finan­zi­el­len Mit­teln des Bun­des (62 Pro­zent), des Forst­re­fe­rats des Lan­des (28 Pro­zent) und Bei­trä­gen des Was­ser­ver­bands Möll­tal (10 Pro­zent) umge­setzt wer­den. Die Geneh­mi­gung erfolg­te bereits Ende 2021, wit­te­rungs­be­dingt konn­ten die Arbei­ten aber erst jetzt begin­nen. „Die Wild­bach- und Lawi­nen­ver­bau­ung leis­tet im gan­zen Land erst­klas­si­ge und wich­ti­ge Arbeit für den nach­hal­ti­gen Schutz der Men­schen“, freut sich Lan­des­rat Fell­ner über den Start der Arbei­ten im Möll­tal.

Die Arbei­ten im Detail

Die sofor­ti­ge Wie­der­her­stel­lung von Objekt­schutz­wäl­dern hat obers­te Prio­ri­tät. „Des­halb ist es selbst­ver­ständ­lich, dass wir uns aus dem Forst­re­fe­rat mit rund 300.000 Euro an dem Pro­jekt betei­li­gen“, betont Lan­des­rat Gru­ber. Die Arbei­ten umfas­sen Quer­fäl­lun­gen, Hoch­ab­sto­ckun­gen und Entr­in­dun­gen von Schad­holz. Objekt­schutz­wäl­der befin­den sich meist in beson­de­ren Steil­la­gen, wes­halb sol­che Arbei­ten in die­sem Gelän­de schwie­rig und gefähr­lich sind.

Rund 21.000 Fest­me­ter Schad­holz

Vor­aus­sicht­lich wer­den rund 21.000 Fest­me­ter Schad­holz aus den betrof­fe­nen Gebie­ten abtrans­por­tiert. Die quer­ge­fäll­ten und ent­rin­de­ten Bäu­me blei­ben im Gelän­de lie­gen, um als Ero­si­ons- und Lawi­nen­schutz zu die­nen. Von der Schlä­ge­rung bis zum Abtrans­port wer­den alle Maß­nah­men im Auf­trag der jewei­li­gen Gemein­de von der Wild­bach- und Lawi­nen­ver­bau­ung sowie orts­an­säs­si­ger Schlä­ge­rungs­un­ter­neh­men durch­ge­führt.

04.03.2022 16:50 - Update am: 04.03.2022 18:58
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Möll­tal: Start für Pro­jekt gegen Bor­ken­kä­fer Der Borkenkäfer ist in Kärnten der größte Waldschädigungsfaktor.

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