Region Villach/Hermagor
Kuchling als Vorsitzender der ÖGB-Region wiedergewählt
Die ÖGB-Region Villach/Hermagor hielt am vergangenen Freitag ihre ordentliche Regionalkonferenz ab. Gerhard Kuchling wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt.
Gerhard Kuchling (siehe „Zur Person“ unten) bleibt Vorsitzender der ÖGB-Region Villacher/Hermagor. Zu seinen Stellvertretern wurden in der ordentlichen Regionalkonferenz am vergangenen Freitag Herta Kristler, Alexandra Horwath, Gerd Altersberger, Robert Müllneritsch, Markus Petritsch und Barbara Rogi gewählt.
Gesundheit und Pflege
In dieser Konferenz ging der 60-Jährige auf jene Bereiche ein, in denen dringender Handlungsbedarf besteht. Dazu zählen auch Gesundheit und Pflege. „Es gilt gute Arbeitsbedingungen und ein gutes Einkommen zu schaffen. Der Erhalt und der Ausbau unseres solidarisch finanzierten Gesundheitssystems muss gefördert werden. Außerdem bedarf es einer Pflegereform, die den Namen auch wirklich verdient“, fasst Kuchling zusammen.
Ausbildung von Lehrlingen
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Ausbildung von Lehrlingen. „Wir brauchen eine Lehrlingsoffensive! Die Betriebe sollen mehr Verantwortung für junge Menschen übernehmen. Wir müssen Ausbildungsplätze schaffen und parallel dazu überbetriebliche Ausbildungszentren ausbauen, um im Austausch gemeinsam mit den Betrieben zielgerichtete neue Berufsbilder zu definieren“, betont Kuchling.
Reformen bei Pensionen
Auch beim Thema Pensionen erhebt das ÖGB-Regionalpräsidium die Forderung nach umfassenden Reformen. „Wir fordern eine rasche Harmonisierung des Pensionssystems, das alle Versicherungsgruppen umfasst, um somit faire und gleiche Bedingungen zu schaffen. Das Ziel ist eine abschlagsfreie Pension nach 45 Jahren“, stellt Kuchling klar.
Arbeitsformen und Bedingungen
Ein wesentliches Zukunftsthema ist eine offene Diskussion über neue Arbeitsformen wie Home-Office oder Crowd-Working, die unsere Arbeitswelt verändern. „Neu zu bewerten sind auch die erschwerten Bedingungen bei Arbeit am Wochenende, bei Nachtschichten und auch bei Schichtarbeit generell, weil sie nicht familien- und freizeitfreundlich sind“, sagt Kuchling.

Zur Person
Gerhard Kuchling lebt in Krumpendorf, ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn. Nach der Lehre zum KFZ-Spengler war er von 1986 bis 1998 in der chemischen Industrie tätig. In diesem Zeitraum absolvierte er die Gewerkschaftsschule, die Akademie für Betriebsräte und die Sozialakademie. Im Jahr 1998 begann seine berufliche Tätigkeit im Unternehmen Siemens am Standort in Villach (heute Infineon) im Bereich der Produktion (Schichtarbeit). Im Jahr 2002 wurde Kuchling zum Abteilungsbetriebsrat und später zum Betriebsratsvorsitzenden der Arbeiter gewählt.
Kuchling ist Mitglied des Zentralbetriebsrats und seit 2011 Mitglied des Aufsichtsrats der Infineon Technologies Austria AG. Weiters gehört er als Mitglied dem Bundesvorstand der Produktionsgewerkschaft („PRO-Ge“) und dem Landesstellenausschuss der Pensionsversicherung Kärnten an.