Land Kärnten
Was tun, wenn ein Blackout eintritt?
Das Land Kärnten trifft kontinuierlich Vorbereitungen für einen möglichen Blackout und informiert die Bürger: Am 23. März 2022 startete eine Roadshow durch ganz Kärnten.
© LPD Kärnten/Just
Was geschieht, wenn ein „Blackout“, also ein großflächiger und längerfristiger Stromausfall, eintritt? Das Land Kärnten befasst sich seit Jahren mit diesem Szenario, um die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und die einzelnen Haushalte darauf vorzubereiten. In Kooperation mit dem Zivilschutzverband Kärnten startet das Land nun unter dem Titel „Tag X. Wenn der Blackout kommt“ eine Informationskampagne, die Landeshauptmann Peter Kaiser sowie Landesrat und Katastrophenschutz-Referent Daniel Fellner gestern in einer Pressekonferenz vorstellten.
Blackout-Website online
„Uns geht es dabei um sachliche Information, Sensibilisierung und Vorbereitung – nicht um Alarmismus oder Panikmache“, stellten Kaiser und Fellner klar. Ab 29. März 2022 tourt deshalb eine Roadshow mit Fachleuten durch Kärnten, darunter Blackout-Experte Herbert Saurugg (siehe unten). Auch eine Website zu diesem Thema ist mittlerweile online (blackout-kaernten.at). „Kärnten ist gut auf einen Blackout vorbereitet. Schon im Jahr 2009 wurde eine Übung zu diesem Szenario abgehalten“, sagt Landeshauptmann Kaiser. Seitdem setzen sich Arbeitsgruppen und Fachleute gemeinsam mit Einsatzorganisationen und wesentlichen Stellen intensiv damit auseinander. „Mit dieser Kampagne möchten wir auch die verschiedensten Verantwortungsträger mitnehmen“, betont Kaiser. Er nennt vor allem Gemeinden und Betreiber von Alten- und Pflegeheimen als Beispiele.
„Leuchttürme“ in den Gemeinden
Auch private Haushalte können sich mit geringen finanziellen Mitteln auf einen Blackout vorbereiten. „Setzen Sie sich bitte zu Hause zusammen und sprechen Sie darüber, was Sie bei einem Blackout tun können, wo Sie sich treffen, wer sich um Kinder oder zu Pflegende kümmert“, rät Landesrat Fellner. Wichtig ist es auch, Nahrungsmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs nicht immer nur für einen Tag einzukaufen. „Es ist wie die Vorbereitung auf einen 14-tägigen Campingurlaub daheim“, zeichnet er ein Bild. Auch wenn ein Blackout nicht kommt, sind die Haushalte dann für andere Problemfelder wie Naturkatastrophen vorbereitet. „In den Kärntner Gemeinden wurden auch bereits rund hundert sogenannte Leuchttürme in Kooperation mit den Einsatzorganisationen für den Blackout-Fall eingerichtet“, verrät Fellner.
Das Ziel ist es, dass es in jeder Gemeinde mindestens einen davon gibt. Diese mit Notstrom versorgten Einrichtungen sollen im Blackout-Fall Anlaufstellen für Notfälle sein und vor allem die Kommunikation aufrechterhalten.
Im Überblick
Blackout-Roadshow 2022
- 29. März 2022: Ferlach
- 21. April 2022: Völkermarkt
- 12. Mai 2022: Wolfsberg
- 25. Mai 2022: St. Veit
- 9. Juni 2022: Klagenfurt
- 22. September 2022: Spittal
- 5. Oktober 2022: Villach
- 13. Oktober: Treffen
- 10. November 2022: Hermagor
- 24. November 2022: Feldkirchen
Online: blackout-kaernten.at
