Wirtschaftskammer

Ener­gie­prei­se gefähr­den Kärn­tens Indus­trie-Betrie­be

Die Wirtschaftskammer Kärnten schlägt Alarm. „Betriebe brauchen unmittelbar effektive Unterstützung und einen verlässlichen Plan für die Zukunft“, stellt Michael Velmeden, Obmann der Sparte Industrie, klar.

Ener­gie­prei­se gefähr­den Kärn­tens Indus­trie-Betrie­be Michael Velmeden, Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Kärnten

© WKK/Gernot Gleiss

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Wegen der Aus­wir­kun­gen des Angriffs­kriegs Russ­lands auf die Ukrai­ne befin­det sich die hei­mi­sche Indus­trie in einer exis­tenz­be­dro­hen­den Aus­nah­me­si­tua­ti­on. „Neben dem uner­mess­li­chen mensch­li­chen Leid ver­ur­sa­chen die wirt­schaft­li­chen Ein­schnit­te dra­ma­ti­sche Schä­den. Unmit­tel­ba­re Aus­wir­kung sind die rasan­ten Ener­gie-Preis­stei­ge­run­gen, feh­len­de Roh­stof­fe und unter­bro­che­ne Lie­fer­ket­ten, die unse­re Indus­trie mas­siv unter Druck set­zen“, skiz­ziert Micha­el Vel­me­den, Obmann der Spar­te Indus­trie in der Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten und CEO des Kla­gen­fur­ter Unter­neh­mens „cms elec­tro­nics“, die aktu­el­le Situa­ti­on.

Öko­lo­gi­scher Wan­del

Die Poli­tik muss, so Vel­me­den, den Fokus auf die Siche­rung der Ener­gie­ver­sor­gung legen. Eben­so ver­langt die hei­mi­sche Indus­trie, dass Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren für Pro­duk­ti­ons­wirt­schaft und Infra­struk­tur deut­lich beschleu­nigt wer­den. „Damit unse­re Betrie­be den öko­lo­gi­schen Wan­del voll­zie­hen kön­nen, müs­sen büro­kra­ti­sche Prü­gel aus dem Weg geräumt wer­den“, begrün­det Vel­me­den.

Was­ser­stoff-Tech­no­lo­gie

Auch bei den alter­na­ti­ven Tech­no­lo­gien muss die Poli­tik mehr Mut zei­gen, ist der Bran­chen­spre­cher über­zeugt: „Die hei­mi­sche Indus­trie ist mit ihren Inno­va­tio­nen Teil der Lösung und Part­ner auf dem Weg zur Ener­gie­wen­de.“ Es ist höchs­te Zeit, end­lich die Rah­men­be­din­gun­gen für eine Was­ser­stoff-Wirt­schaft in Öster­reich zu schaf­fen. „Die Was­ser­stoff-Tech­no­lo­gie kann eine ech­te und attrak­ti­ve Alter­na­ti­ve sein. Dazu brau­chen wir aber rasch die Umset­zung der lan­ge ver­spro­che­nen Was­ser­stoff-Stra­te­gie, also einen not­wen­di­gen recht­li­chen Rah­men, genau­so wie För­der­be­stim­mun­gen und Rege­lun­gen für die Infra­struk­tur“, stellt Vel­me­den klar. Als sofort umzu­set­zen­de Maß­nah­me braucht es eine Kom­pen­sa­ti­on des Strom­prei­ses und die Ein­rich­tung eines Dekar­bo­ni­sie­rungs­fonds zur Unter­stüt­zung der Trans­for­ma­ti­on für Pro­duk­ti­ons­be­trie­be.

Bedeu­tung der Indus­trie

Die Bedeu­tung der Indus­trie für den Kärnt­ner Arbeits­markt wird, so Vel­me­den, oft unter­schätzt. „Von den rund 216.000 unselbst­stän­dig Beschäf­tig­ten in Kärn­ten arbei­tet fast die Hälf­te in der Indus­trie oder in mit ihr koope­rie­ren­den Dienst­leis­tungs­sek­to­ren. Damit sichert die Indus­trie beson­ders auch den Wohl­stand in Kärn­tens Regio­nen. Die Bran­che hat jetzt jede Unter­stüt­zung ver­dient“, betont Vel­me­den.

20.03.2022 10:55
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Ener­gie­prei­se gefähr­den Kärn­tens Indus­trie-Betrie­be Michael Velmeden, Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Kärnten

© WKK/Gernot Gleiss