Tochtergesellschaft
FH Kärnten stellt die Weichen für die Zukunft
Die Fachhochschule Kärnten stellt sich neu auf und verlagert den Lehr- und Forschungsbetrieb in eine Tochtergesellschaft.
© Stefan Köchel
Digitalisierung, Fachkräftemangel, Klimawandel, Transformation der Arbeitswelt sowie Wissensorientierung und ‑gesellschaft sind die großen Herausforderungen unserer Zeit. In der letzten Aufsichtsratssitzung wurde den Zukunftsplänen der Fachhochschule (FH) Kärnten zu einer Weiterentwicklung der Organisation für mehr Agilität zugestimmt.
Agil und flexibel
Seit Beginn des Jahres 2022 führt die FH Kärnten den operativen Lehr- und Forschungsbetrieb nun in einer gemeinnützigen GmbH, die FH Kärnten gemeinnützige Privatstiftung steuert als Holding zukünftig vor allem die strategischen Leitlinien der Hochschule. Mit zielgerichteten Bildungsangeboten, die auf den Klimawandel und die Digitalisierung Bezug nehmen, technischen Studiengängen, die dem Fachkräftemangel entgegenwirken, und den Herausforderungen der Gesundheitswissenschaften und Pflege rüstet sich die Hochschule agil und flexibel für die Anforderungen der Zukunft.
Änderung der Stiftungsurkunde
Durch eine Änderung der Stiftungsurkunde durch die Stifter bereits im Jahr 2021 und der damit einhergehenden Gründung einer eigenen Tochtergesellschaft ist die FH Kärnten für kommende Herausforderungen aufgestellt. „Durch die neue Organisation können wir zukünftigen Entwicklungen wie zum Beispiel die voranschreitende Digitalisierung und Hybridisierung von Lehrangeboten oder die Ausrichtung auf zukünftige Bildungsangebote flexibel begegnen, zielgerichtete Maßnahmen schnell setzen und eine noch stärkere Verschränkung mit unseren Kooperations- und Forschungspartnern vorantreiben“, erklärt Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende von Infineon Technologies Austria und ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende der FH Kärnten Privatstiftung.
Herlitschka Vorstandsvorsitzende
Herlitschka übernimmt in der Stiftung künftig den Vorstandsvorsitz. Als neue Aufsichtsratsvorsitzende der FH Kärnten gemeinnützigen Privatstiftung folgt ihr Petra Rodiga-Laßnig (Prokuristin der Breitbandinitiative Kärnten) nach. Als Geschäftsführer der neu gegründeten Tochtergesellschaft ist Siegfried Spanz, bereits langjähriger geschäftsführender Vorstand der FH Kärnten, tätig. Darüber hinaus wird die akademische Leitung durch Rektor Peter Granig auch über eine Prokura aktiv in die Geschäftsführung der FH Kärnten gemeinnützigen GmbH eingebunden.
Drei Personen im Stiftungsvorstand
Die Tochtergesellschaft erhält wegen ihrer Größe neben dem Stiftungsvorstand einen eigenen wissenschaftlich orientierten Aufsichtsrat, der die fachliche Expertise in den Zukunftsbereichen für die Hochschule und die Region verstärkt. Der Stiftungsvorstand setzt sich aus drei Personen zusammen: Sabine Herlitschka (Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria) wird neue Vorsitzende des Vorstands der FH Kärnten, Karl Cernic (Geschäftsführer des Kärntner Gesundheitsfonds) und Ulrike Resei (Vorstand Kärntner Sparkasse AG) komplettieren den dreiköpfigen Vorstand.
Vielfalt und Breite
Die FH Kärnten lebt von der Vielfalt und Breite ihrer Angebote: Neue Konzepte wie etwa das „Study & Work“-Modell, lebenslanges Lernen wie unter anderem Micro-Degrees als innovatives Lehrformat für Zusatzqualifikationen oder auch „New Work“ als Arbeitstrend 4.0 können durch die Neustrukturierung rascher und flexibler umgesetzt werden. Neu definierte und strategische Ziele der FH Kärnten sind ein weiterer Maßstab für die kontinuierliche Gewährleistung von Qualität in Lehre, Studium und Forschung und sorgen für Wachstum durch Qualität.
Wissenswert
Seit dem Jahr 2001 führte die Fachhochschule Kärnten ihren Lehr- und Forschungsbetrieb in einer gemeinnützigen Privatstiftung und beschäftigt heute über 400 hauptberufliche Mitarbeiter. Rund 3.200 Studierende profitieren von einem persönlichen Umfeld, von einem zielgerichteten Ausbildungsangebot mit mehr als 35 Studiengängen und zahlreichen Weiterbildungslehrgängen in den vier Bereichen Bauingenieurwesen & Architektur, Engineering & IT, Gesundheit & Soziales sowie Wirtschaft & Management. Verpflichtenden Praktika bereiten Studierende optimal auf den Berufseinstieg vor.