Breitensport
Falscher Ehrgeiz nach Corona-Erkrankung
Wie sollen sich Breitensportler nach überstandener Corona-Erkrankung verhalten? Dr. Christiane Loinig-Velik, medizinische Leiterin des Olympiazentrums Kärnten, rät, sich unbedingt medizinisch durchchecken zu lassen.
© Benny Bürger
Wie sollen sich Sportler verhalten, nachdem sie von einer Corona-Erkrankung genesen sind? Während sich Spitzensportler permanent in medizinischer Betreuung befinden, ist bei Breitensportlern Vorsicht geboten. „Auch nach asymptomatischen und milden Verläufen“, betont Dr. Christiane Loinig-Velik, medizinische Leiterin des Olympiazentrums Kärnten in Klagenfurt.
Mögliche Nachwirkungen
Amateur- und Hobbysportler treibt nach überstandener Infektion meist ein übertriebener Ehrgeiz an. Dabei liegen Gefahren oft im medizinischen Detail. „Die Nachwirkungen von Corona können zu Herzrhythmus-Störungen oder Herzmuskel-Entzündungen führen – eben auch nach mildem Verlauf“, warnt Loinig-Velik. Diese Folgen und andere Auffälligkeiten müssen selbstverständlich nicht, können aber ein- und auftreten.
Hausarzt aufsuchen
Um auf Nummer sich zu gehen, rät die Medizinerin, nach der Genesung den Hausarzt aufzusuchen, ehe die sportliche Betätigung wieder intensiviert wird. „Es ist empfehlenswert, sich durchchecken zu lassen“, sagt Loinig-Velik. Der Arzt des Vertrauens legt in Absprache mit dem Patienten etwaige Maßnahmen wie ein Herzultraschall, ein EKG oder ein Lungenröntgen (Lungenfunktion) fest. Das ist besonders wichtig, wenn die Erkrankung mit Husten verbunden war.

Sich Zeit geben
Fazit: Wer Corona überstanden hat, soll sich in Geduld üben und sich Zeit geben, um nach medizinischer Untersuchung wieder Schritt für Schritt sportliche Aktivitäten aufzunehmen. „Das trifft natürlich nach allen Infektionen zu“, stellt Loinig-Velik klar.

