Arbeiterkammer-Test
Beim Online-Shopping kommt es aufs Endgerät an
Die Arbeiterkammer (AK) hat den Check gemacht: Preise beim Online-Shopping bzw. bei der Urlaubsbuchung variieren stark – je nachdem, welches Endgerät man benutzt.
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Kennt ihr das? Ihr kauft im Internet ein und am Laptop erscheint ein anderer Preis für dasselbe Produkt als am Smartphone… Die AK wagte nun den Test bei fünf Online-Anbietern (amazon.at, booking.com, swoodoo.at, fluege.de und opodo.com). Das Ergebnis ist für Konsumenten wenig erfreulich: Die Preise variieren bis zu 55 Prozent – je nach Endgerät.
Unglaubliche Unterschiede
Diesen 55-prozentigen Unterschied gab es bei der Buchung eines Fluges nach Larnaka über opodo.com. Via iPad in Kärnten kostete er um 55 Prozent mehr als bei zwölf anderen Geräten. Insgesamt wurden 28 Preise mit 21 verschiedenen Geräten (Laptops, Notebooks, iPads, Apple MacBook Air, Smartphones, iPhones) und in sechs Bundesländern abgefragt. Pro Website und Tag wurden zwischen drei uns zehn Preise gecheckt.
Weitere Ergebnisse:
- swoodoo.at: Preis für einen Barcelona-Flug bei einem Notebook in Salzburg um rund 26 Prozent höher als bei einem Smartphone in Salzburg
- fluege.de: Preis bei einem Smartphone in Tirol um ca. zehn Prozent teurer als bei 18 anderen Geräten
- amazon.at: Preis via Smartphone in der Steiermark um 14 Prozent höher als bei allen anderen Geräten
- booking.com: andere Preise bei sechs von zehn Hotels – je nach Endgerät (Unterschiede zwischen zehn und elf Prozent)
Kein Preisvergleich möglich
Für den Kärntner AK-Konsumentenschützer Stephan Achernig ergibt sich folgendes Bild: “Unser Test zeigt: Bei der Buchung kommt es entweder auf das Endgerät oder vermutlich auch auf das Surfverhalten im Netz an – wo sich Konsumenten regional befinden, spielt scheinbar keine Rolle. Preisvergleiche für Online-Buchungen oder Online-Shopping werden zunehmend schwieriger, denn die Preisstrategien der Anbieter sind intransparent. Es ist für Konsumenten nicht nachvollziehbar, wovon die unterschiedlichen Preise tatsächlich abhängen.”
Und AK-Präsident Günther Goach fordert: “Konsumenten brauchen Klarheit. Daher sollen Unternehmen offenlegen, wovon die unterschiedlich angezeigten Preise bei den Endgeräten abhängen!”
AK-Tipps für anonymes Surfen
- Beachten Sie beim Surfen mit dem privaten Modus (hier werden nach dem Schließen des Browserfensters die Cookies, der Browser- und Download-Verlauf gelöscht), dass hier nur Ihr Surfverhalten auf Ihrem Computer nicht gespeichert wird. Der Internet-Anbieter kann Ihre Aktivitäten im Netz weiterhin verfolgen, auf den Websites sieht man Sie auch.
- Beim Surfen besser seine IP-Adresse verbergen. Das funktioniert über einen Anonymizer (etwa anonymouse.org) oder man geht über einen Browser mit eingebauter VPN-Unterstützung ins Internet (etwa Opera). Bei einem Anonymizer geben Sie auf der Webseite die Adresse der Seiten ein, die Sie mit verborgener IP besuchen wollen.
- Um anonym zu sein, nutzen Sie eine eigene VPN-Verbindung (Virtual Private Network).
