„Die schrägen Vögel“

Das Jubi­lä­um der bei­den „Vögel“ war schräg!

Die legendären Stimmen-Parodisten und Kabarettisten Johannes Habich und Helmut „Luigi“ Unterluggauer stehen seit 20 Jahren als „Die schrägen Vögel“ auf der Bühne. An welcher Parodie sie bisher scheiterten, verrät Habich im „KLiCK Kärnten“-Interview: „An Jesus!“

Das Jubi­lä­um der bei­den „Vögel“ war schräg! Zwei schräge Vögel: Johannes Habich (links) und Luigi Unterluggauer auf der Bühne in Aktion

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KLiCK Kärn­ten: „Die schrä­gen Vögel“ hat­ten im ver­gan­ge­nen Jahr 20-Jahr-Jubi­lä­um. Wäre die Pan­de­mie nicht dazwi­schen­ge­kom­men, was hät­tet ihr im Vor­jahr geplant gehabt?

Johan­nes Habich: Geplant wäre die „Die schrä­ge Vögel“-Show gewe­sen, inklu­si­ve Fern­seh­auf­zeich­nung.

Wie haben sich dein Kaba­rett-Part­ner „Lui­gi“ Unter­lug­gau­er und du ken­nen­ge­lernt? Stimmt es, dass dies auf einer Her­ren-Toi­let­te der Fall war?

Ja, es war auf der Toi­let­te des legen­dä­ren „Cali­for­nia Fit­ness Cen­ter“ von Ange­lo Maku­la. Ich war bereits vor dem Pis­soir, als Lui­gi rein­kam und sich neben mich stell­te und als Papst Johan­nes Paul mit mir zu reden begann. Nicht unwit­zig, wenn man sich erin­nert, wie „lang­ge­zo­gen“ John Paul gespro­chen hat. Ich habe Lui­gi mit der Stim­me von Arnold Schwar­zen­eg­ger geant­wor­tet, da hat es dann gefunkt und wir sind ein „Paar“ gewor­den.

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Ein Foto aus den Anfangs­jah­ren der schrä­gen Vögel Lui­gi Unter­lug­gau­er (links) und Johan­nes Habich
© DSV

„Lui­gi“ heißt mit Vor­na­men eigent­lich Hel­mut. Wie kam er zu sei­nem Spitz­na­men?

Sieh ihn dir an, du kannst ihn als Ara­ber, Ita­lie­ner, Tür­ke, Tune­si­er, Rumä­ne, Sin­ti, Roma, aber auch als Lesach­ta­ler ver­kau­fen. Er ist welt­weit der ein­zi­ge Mensch, der aus­sieht wie ein Lui­gi. In 20 Jah­ren hat noch nie jemand zu mir gesagt: „Du, pass auf, dein Kaba­rett-Part­ner sieht aber nicht aus wie ein Lui­gi.“

Ihr seid für Stim­men-Par­odien von Per­sön­lich­kei­ten bekannt. Wel­che ist Lui­gis Para­de­rol­le, wel­che dei­ne?

Lui­gis unein­ge­schränk­te Para­de­rol­le war und ist in jedem Fall Jörg Hai­der, gefolgt von Toni Pols­ter. Bei mir geht nix ohne Arnold Schwar­zen­eg­ger, gefolgt von Her­mann Mai­er. Beim intel­lek­tu­el­len Publi­kum punk­te­te ich immer mit dem Franzl Posch und der Lui­gi mit der Edith Klin­ger.

Wie habt ihr die Zeit der Coro­na-Zwangs­pau­se genutzt? Ist ein neu­es Kaba­rett-Pro­gramm in Vor­be­rei­tung?

Wir haben als „Gebrie­da Vla­do & Dra­go Lega­lo­vic – ehe­mals Ille­ga­lo­vic“, Armin Assin­ger und Her­mann Mai­er eini­ges an Kurz­vi­de­os gestal­tet, um Men­schen aus dem „Coro­na-Wahn­sinn“ zu rei­ßen. Unser Publi­kum ist immer für uns da, da dür­fen auch wir etwas zurück­ge­ben. Was die Zukunft anlangt, ste­hen wir – wie immer – nicht unter Druck und wer­den wie­der machen, was uns gefällt: Büh­ne, Film, Video – alles ist ein The­ma.

 

An wel­chen neu­en Par­odien arbei­tet ihr?

Lui­gi arbei­tet an Bun­des­kanz­ler Sebas­ti­an Kurz, weil er so klein gewach­sen ist – Lui­gi, mei­ne ich – sowie „Vize-Grün­ling“ Wer­ner Kog­ler – wenn’s rinnt, rinnt’s –, eben­falls auch an Sport­re­por­ter Adi Nie­der­korn, falls Edi Fin­ger juni­or das Reden ver­ler­nen soll­te. Ich per­sön­lich arbei­te an Vla­di­mir Putin – das Lächeln beherr­sche ich schon – und ich möch­te einem „Stei­ri­schen Kür­bis­kern­öl­kür­bis“ eine Stim­me ver­lei­hen.

Gibt es eine Per­son, die ihr unbe­dingt par­odie­ren woll­tet, stimm­lich aber nicht gelun­gen ist?

Ja, Jesus. Die gan­ze Welt kennt ihn, aber kei­ner weiß, wie er spricht?!

Wel­che Anek­do­te in 20 Jah­ren „Die schrä­gen Vögel“ fällt dir spon­tan ein?

Unter ande­rem zum Bei­spiel: Wir mode­rier­ten die Sie­ger­eh­rung beim Poli­zei­t­ri­ath­lon am Sport­platz in Kött­mans­dorf. Unse­re Ton­an­la­ge streik­te, also muss­ten wir die gro­ße Anla­ge vom Sport­platz ver­wen­den, die man aber bis in den Ort hin­ein hör­te. Als ich dann Lui­gi als Jörg Hai­der anmo­de­rier­te, die­ser dann mit sei­ner „gelie­he­nen Bären­tal-Stim­me“ los­leg­te, war auf ein­mal der hal­be Ort am Sport­platz und alle sag­ten uni­so­no: „A wos tuat denn da Hai­da heit do?“.

Wer­det ihr das Jubi­lä­um heu­er nach­fei­ern?

Fei­ern ist etwas, dass wir so oder so ger­ne tun, aber ich den­ke es wird nächs­tes Jahr sein, also 2022 pas­sie­ren. Da wäre die ein­gangs erwähn­te „Schrä­ge Vögel“-Show durch­aus ein The­ma, denn wir sind nur mehr einen „KLiCK“ davon ent­fernt …

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Seit 20 Jah­ren ein Büh­nen­paar: Lui­gi Unter­lug­gau­er (links) und Johan­nes Habich
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27.04.2021 16:37 - Update am: 28.04.2021 05:41
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