Gert Prix
35-Jahr-Jubiläum des Eboardmuseums
Der Klagenfurter Mittelschullehrer Gert Prix feiert in diesen Tagen das 35-jährige Bestehen seines Eboardmuseums. Im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“ erzählt der Musiker die Geschichte des Museums.
Es sind eigentlich zwei Jubiläen, die Gert Prix mit seinem Eboardmuseum in Klagenfurt feiert. „Im April 1987 habe ich das Eboardmuseum in Klagenfurt gegründet. Und vor 15 Jahren sind wir auf das Messegelände übersiedelt“, berichtet der Musiker. Was mit einem Eboard begann, wuchs mittlerweile auf 2.000 Exponate aus aller Welt an. Sie stehen auf einer Ausstellungsfläche von 2.000 Quadratmetern. „Das Klagenfurter Eboardmuseum ist weltweit das größte seiner Art. Fast alle Eboards sind funktionsfähig, weil wir sämtliche Reparaturarbeiten selbst erledigen“, erklärt Prix. Das erfordert natürlich viel Zeit. Für den „Museumsdirektor“ Prix bedeutet das viel Arbeit in einer Sieben-Tage-Woche neben seinem Beruf als Mittelschullehrer.
Die Prunkstücke
Unter den 2.000 Eboards sind einige Prunkstücke zu finden, auf denen einst Weltstars spielten. „Wir haben auch eine selbst spielende Hammond-Orgel, die aus einer Friedhofshalle in New York stammt. Sie wurde immer dann eingesetzt, wenn kein Orgelspieler zur Verfügung gestanden ist“, erzählt Prix, der selbst auf dem Klavier und dem Eboard spielt. Besonders stolz ist er auf ein Mellotron, das dem „Beatles“-Drummer Ringo Starr zugerechnet wird.
Prominente Besucher
Jährlich besuchen rund 10.000 Gäste das Eboardmuseum, darunter auch so klingende Namen wie Axel Zwingenberger sowie Bandmitglieder von „Deep Purple“, „Status Quo“ und dem „Elektric Light Orchestra“. Prix selbst ist aktuell an 14 Musikprojekten beteiligt. „Seit über 20 Jahren musiziere ich mit der ‚Beachband‘ mit Harry Holler, Thomas Goschat und Rolf Holub, mit dem ich übrigens seit 48 Jahren spiele“, erzählt der Vollblutmusiker. Dass Prix mit knapp 20 Jahren einen ganzen Abend mit Udo Jürgens persönlich die Bühne teilte, war wohl unbewusst die Initialzündung zur Gründung der „Udo Tribute Band“. „Ich habe die Band im Jahr 2011 gegründet und hatte die volle Zustimmung des einzigartigen Künstlers. Ich habe auch dasselbe Konservatorium wie der große Entertainer besucht“, berichtet Prix.
Das Team
Das Eboardmuseum zu betreiben, ist nur mit einem gut funktionierenden Team, das aus Weggefährten besteht, möglich. „An vorderster Stelle steht natürlich meine Ehefrau Gerti, mit der ich 37 Jahre verheiratet bin. Sie steht mir in allen Höhen und Tiefen zur Seite“, bedankt sich Prix. Auch für den Musiker gibt es gelegentlich Durchhänger: „Sie gehen aber schnell vorüber, denn ich bekomme bei Konzerten und im Museum von den Besuchern sehr viel zurück. Deshalb geht es immer wieder weiter.“
- Gert Prix könnte in seinem Museum mit 2.000 Eboards spielen.
- Gert Prix vor dem Mellotron, das einst Ringo Starr gehörte.

