Arbeiterkammer
Goach: „Erhöhung der STW-Wassergebühr aussetzen!“
Günther Goach, Präsident der Arbeiterkammer Kärnten, kritisiert die rund 20-prozentige Erhöhung der Wassergebühr und nimmt die Stadt Klagenfurt in die Pflicht.
Mit 1. Mai 2022 erhöhen die Stadtwerke Klagenfurt die Wassergebühr um rund 20 Prozent. „Strom, Gas, Sprit, Lebensmittel: In Zeiten wie diesen können die Menschen nicht noch weitere Erhöhungen verkraften“, kritisiert Günther Goach, Präsident der Arbeiterkammer Kärnten.
Auf Leistbarkeit Rücksicht nehmen
Die Stadtwerke rechtfertigen diese Erhöhung, so Goach, mit Kostensteigerungen bei baulichen Investitionen und mit stark gestiegenen Energiepreisen. Bei der Gestaltung der Trinkwasserpreise sollten jedoch nicht alleine die Produktionskosten ausschlaggebend sein. „Den Wasserversorger kann man sich nicht aussuchen, weil es sich um ein leitungsgebundenes Monopol handelt. Daher ist bei der Preisbemessung auch auf die Leistbarkeit Rücksicht zu nehmen“, betont Goach.
„Stadt Klagenfurt muss einlenken“
Er rechnet vor: „Durch die Erhöhungen auf die Komponenten Wassermenge, Bereitstellung und Messung kommt es im Mittel zu einem Preisanstieg von rund 20 Prozent. Insbesondere einkommensschwache und kinderreiche Familien werden dadurch stark belastet.“ Die Arbeiterkammer fordert daher, die angekündigte Preiserhöhung beim Trinkwasser in Klagenfurt nicht vorzunehmen. Goach stellt klar: „Die Stadt Klagenfurt muss einlenken und die Gebührenerhöhung – zumindest temporär – aussetzen!“
