Stadt Klagenfurt
Goldene Medaille für Lebensretter
Für seinen beherzten Einsatz wurde der Klagenfurter Mediziner Dr. Stephan Seiler von der Landeshauptstadt mit der Goldenen Medaille ausgezeichnet.
© StadtKommunikation/Rosenzopf
Freitag, 25. März 2022, 21 Uhr: Der Klagenfurter Mediziner Dr. Stephan Seiler befand sich gerade auf einer Laufrunde, als er plötzlich im Bereich der Stolzstraße einen verletzten Radfahrer bemerkte, der in das Bett der Glan gefallen war. Er alarmierte sofort die Rettungskräfte.
Selbst in die Glan gesprungen
Wegen seiner Verletzungen konnte sich der Radfahrer nicht selbst helfen und wurde plötzlich vom Wasser mitgerissen. Seiler zögerte keine Sekunde und sprang selbst in die Glan. Es gelang ihm, den Mann zur Böschung zu ziehen, wo sie auf die Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr, Rettung und Polizei warteten.
Zivilcourage bewiesen
„Seiler ist ein lebendes Beispiel dafür, wie man anderen Menschen in Notlagen helfen kann. Er hat dabei Zivilcourage bewiesen und im Bewusstsein gehandelt, auch sein eigenes Leben zu riskieren. Man kann sich nur bei ihm und allen Einsatzkräften bedanken, die zur Rettung beitragen haben“, sagte heute Bürgermeister Christian Scheider im Rathaus. Gemeinsam mit Kollegen des Stadtsenats zeichnete er Seiler mit der Medaille der Landeshauptstadt in Gold für Verdienste im Rettungswesen aus.
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort
„Er war der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Selten hat dieses Sprichwort so zugetroffen, wie bei dieser Rettungsaktion. Leider sieht man es ja immer öfter, dass viele Menschen nur die Beobachter-Rolle einnehmen, wenn andere Hilfe brauchen. Seiler ist ein strahlendes Vorbild für viele andere“, betonte auch Vizebürgermeister Philipp Liesnig. Stadtrat Max Habenicht fügte hinzu: „Für eine Gesellschaft ist es ganz wichtig, dass man in solchen Situationen schnelle Entscheidungen trifft. Deswegen ist es uns ein Anliegen, dass wir diese Rettungsaktion vor den Vorhang holen.“
Ein bescheidener Lebensretter
Der geehrte Mediziner des Klagenfurter Klinikums bedankte sich in bescheidener Weise für die Auszeichnung: „Ich habe nur meinen Job gemacht. Im Rahmen meiner medizinischen Tätigkeit ist es stets meine Aufgabe, für andere da zu sein. Gott sei Dank war ich damals zur selben Zeit an der Unglücksstelle. Ich bin überzeugt, dass auch alle anderen Kollegen des Klinikums in dieser Situation gleich gehandelt hätten.“

