Philipp Dabringer
„Wir wollen den Meistertitel!“
Philipp Dabringer (42), Erfolgstrainer des überlegenen Tabellenführers SV Dellach/Gail in der Kärntner Liga, möchte den Titel holen. Im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“ erzählt er, wie es zum Erfolgslauf kam.
Seit neun Jahren ist der gebürtige Drautaler Philipp Dabringer Trainer des SV Dellach/Gail, aktueller Tabellenführer in der Kärntner Liga . Er ist für den Erfolgslauf der Gailtaler verantwortlich. „Zum Erfolg gehört eine Strategie, die auf zwei Top-Legionäre und die besten einheimischen Spieler aus Dellach und Umgebung aufgebaut ist. Die Mannschaft ist ein eingeschworener Haufen, der meine Spielideen und Philosophien von Jahr zu Jahr besser umgesetzt hat. Sie haben uns zu dem gemacht, was wir derzeit in Kärnten sind“, erklärt Dabringer.
Der Goalgetter
In Dellach/Gail wird ein erfolgsorientierter offensiver Fußball gespielt, der bei den Zuschauern gut ankommt. „In Summe ist es ein Gesamtpaket, das in den letzten zwei Jahren immer besser gereift ist und uns zum Erfolg geführt hat“, schildert Dabringer. Mitverantwortlich für den Erfolgslauf ist Goalgetter Samir Nuhanovic, der mit seinen bisher 27 erzielten Saisontoren hervorsticht. „Er wird bei uns zwar als Legionär geführt, ist aber bereits seit elf Jahren in Villach, arbeitet und wohnt auch dort. Der zweite Legionär ist Amir Lulic. Die restlichen Spieler sind bis auf Silvio Mandl, Ralph Scheer und Jakob Karpf, die aus dem Drautal kommen, alle aus dem Gailtal. Durch Trainingsfleiß und Kameradschaft bilden wir eine verschworene Einheit“, berichtet der Erfolgstrainer stolz.
Die Meisterschaft
Dabringer glaubt fest an den Gewinn des Meistertitels in der Kärntner Liga. „Wir haben im nächsten Heimspiel am Sonntag um 17 Uhr gegen den SVG Bleiburg zwar sechs Ausfälle zu beklagen, aber wir wollen gewinnen und letztendlich den Meistertitel ins Gailtal holen“, betont Dabringer. Am nächsten Mittwoch (27. April 2022) ist um 19.30 Uhr der ASK in Dellach zu Gast.

Kein Aufstieg
Ein Aufstieg in die Regionalliga Mitte ist für den SV Dellach/Gail jedoch kein Thema. „Ein Großteil der Spieler kann aus beruflichen Gründen nicht in der Regionalliga spielen“, begründet Dabringer die Situation. Geht es nach den Regeln des Kärntner Fußballverbands, ist bei einem freiwilligen Nichtaufstieg ein Zwangsabstieg in die Unterliga West vorgesehen. In Kärnten geht nun das Gerücht um, dass Dellach in den letzten Runden nur mit einer B‑Mannschaft antreten wird, um so im letzten Moment den Meistertitel zu verschenken. Das kommt für Trainer Dabringer allerdings nicht in Frage: „Wir wollen den Titel!“
Der Plan B
Und: „Wir haben bereits einen Plan B.“ Der SV Spittal soll im Fall des Falles den Platz von Dellach einnehmen – und umgekehrt. „Dann kann Spittal in der Regionalliga bleiben und Dellach in der Kärntner Liga. Um das Ganze möglich zu machen, müssen die Vereine umbenannt werden. Mehr kann und will ich dazu nicht sagen, das wird in den nächsten Tagen beschlossen. Ich weiß nur, es schaut für uns sehr gut aus“, sagt Dabringer.
