Flughafen Klagenfurt

„Lilihill“ kri­ti­siert poli­ti­sche Spiel­chen

Rückkauf der Landesanteile, ja oder nein? Mehrheitseigentümerin „Lilihill“ meldet sich zu Wort: „Wer weiter auf dem Ziehen der Call-Option beharrt, riskiert vorsätzlich die Existenz des Airports und negiert drei vorliegende Rechtsgutachten.“

„Lilihill“ kri­ti­siert poli­ti­sche Spiel­chen Im Schatten der heutigen (politischen) Diskussionen kündigt „Lilihill“ an, dass „Ryanair“ künftig neue Destinationen am Airport Klagenfurt bedient.

© Johannes Puch/Airport Klagenfurt

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Der Flug­ha­fen Kla­gen­furt schlägt heu­te medi­al (wie­der ein­mal) hohe Wel­len. Der Grund ist die gest­ri­ge Sit­zung des Auf­sichts­rats der Kärnt­ner Betei­li­gungs­ver­wal­tung (KBV), in der ein Rückkauf der Antei­le des Lan­des Kärn­ten dis­ku­tiert wur­de (Call-Opti­on). Kurz vor Mit­ter­nacht ver­tag­te der Auf­sichts­rat den ent­schei­den­den Tages­ord­nungs­punkt auf kom­men­den Mon­tag („KLiCK Kärn­ten“ berich­te­te).

Dis­kus­sio­nen been­den

Vor weni­gen Minu­ten mel­de­te sich nun „Lilihill“, die Mehr­heits­ei­gen­tü­me­rin des Flug­ha­fens, in einer Pres­se­aus­sendung zu Wort. Die Bot­schaft: „Um dem Air­port Kla­gen­furt nicht wei­ter zu scha­den, soll­te der dis­ku­tier­te Rückkauf des Flug­ha­fens ad acta gelegt wer­den. Es ist ein Gebot der Ver­nunft: Wer wei­ter auf dem Zie­hen der Call-Opti­on beharrt, ris­kiert vorsätzlich die Exis­tenz des Air­ports und negiert drei vor­lie­gen­de Rechts­gut­ach­ten.“

Still­stand droht

Denn: Abge­se­hen von einem von der Kärnt­ner Flug­ha­fen Betriebs­ge­sell­schaft beauf­trag­ten Rechts­gut­ach­ten zum The­ma Call-Opti­on verfügt auch „Lilihill“ über zwei wei­te­re Gut­ach­ten renom­mier­ter Juris­ten. Die Kern­aus­sa­ge lau­tet: „Die Covid-19-Pan­de­mie ist jeden­falls als höhere Gewalt im Sin­ne der Call-Opti­on ein­zu­ord­nen. Der Ausübung des Rückkaufrechts wer­den ver­schwin­dend gerin­ge Chan­cen eingeräumt. Damit ein­her­ge­hend: Ein jah­re­lan­ger Rechts­streit, was wie­der­um Still­stand auf dem Air­port Kla­gen­furt bedeu­ten würde.“

Kri­tik an Kärntner Betei­li­gungs­ver­wal­tung

„Lilihill“ wählt in der Aus­sendung kri­ti­sche und deut­li­che Wor­te: „Die Kärntner Betei­li­gungs­ver­wal­tung blo­ckiert nach wie vor jeg­li­che Vorschläge der Mehrheitseigentümerin und ist seit Wochen säumig, was den vor­lie­gen­den Alter­na­tiv­vor­schlag über die Ent­wick­lung von Flächen auf Basis von Bau­rech­ten betrifft.“ Und wei­ter: „Wenn der Betei­li­gungs­re­fe­rent der Kärntner Lan­des­re­gie­rung (Lan­des­rat Mar­tin Gru­ber, die Redak­ti­on) mit einem pen­sio­nier­ten ehe­ma­li­gen Flug­ha­fen­di­rek­tor die Zukunft des Air­ports Kla­gen­furt pla­nen will, so ist die Fra­ge zu stel­len, wem der­ar­ti­ge Spiel­chen die­nen sol­len.“ „Lilihill“ lehnt als Dreiviertel-Eigentümerin des Air­ports, so heißt es in der Aus­sendung, der­ar­ti­ge absur­de Aktio­nen und offen­bar par­tei­tak­tisch moti­vier­te Ablenkungsmanöver ent­schie­den ab.

Übri­gens: „Lilihill“ kün­digt an, dass „Ryan­air“ künf­tig neue Desti­na­tio­nen am Air­port Kla­gen­furt bedient, womit „kon­kre­te Früch­te lang­wie­ri­ger Ver­hand­lun­gen geern­tet wer­den“. Dazu fin­det am nächs­ten Diens­tag (3. Mai 2022) um 11 Uhr eine Pres­se­kon­fe­renz statt.

27.04.2022 17:36
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„Lilihill“ kri­ti­siert poli­ti­sche Spiel­chen Im Schatten der heutigen (politischen) Diskussionen kündigt „Lilihill“ an, dass „Ryanair“ künftig neue Destinationen am Airport Klagenfurt bedient.

© Johannes Puch/Airport Klagenfurt