Studentenleben

Von Völ­ker­markt über Kla­gen­furt nach Graz

Aus der Serie „Studentenleben“: Mathias Sternig (23) führte es über Klagenfurt in die Landeshauptstadt der Steiermark. Im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“ erzählt er von seinem Informatik-Studium und seiner Zeit in Graz.

Von Völ­ker­markt über Kla­gen­furt nach Graz Der 23-jährige Informatik-Student Mathias Sternig zog im Jahr 2019 nach Graz.

© KLiCK Kärnten/Grayer

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Betre­ten Freun­de und Fami­lie sei­ne Woh­nung im Bezirk Gei­dorf in Graz, fällt der Blick für gewöhn­lich nicht mehr zuerst auf das rech­te Eck sei­ner Woh­nung. Sie ken­nen die Lei­den­schaft des 23-Jäh­ri­gen bereits bes­tens. Auch für sei­ne hilf­rei­chen Rat­schlä­ge sind ihm vie­le dank­bar. Gäs­te, die jedoch das ers­te Mal über die Tür­schwel­le tre­ten, erbli­cken erstaunt einen gro­ßen Schreib­tisch mit zwei Bild­schir­men, unzäh­li­gen tech­ni­schen Gerät­schaf­ten und ande­ren com­pu­ter­ba­sier­ten Gerä­ten. Inmit­ten der Stadt Graz bau­te sich der gebür­ti­ge Völ­ker­mark­ter Mathi­as Ster­nig sein eige­nes klei­nes Reich auf. Das ist auch not­wen­dig, er stu­diert näm­lich Infor­ma­tik an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät.

Begeis­te­rung für die digi­ta­le Welt

Sei­ne Matu­ra leg­te Ster­nig am BRG/BORG Wolfs­berg ab, danach star­te­te für ihn das Win­ter­se­mes­ter an der Alpen-Adria-Uni­ver­si­tät in Kla­gen­furt. „Im Jahr 2018 habe ich mei­ne Matu­ra gemacht und bin dann gleich an die Uni­ver­si­tät nach Kla­gen­furt, wo ich schließ­lich das Bache­lor­stu­di­um für Ange­wand­te Infor­ma­tik begon­nen habe“, erzählt Ster­nig, der schon früh mit der digi­ta­len Welt in Kon­takt kam. Als Kind besaß Ster­nig ver­schie­de­ne Spiel­kon­so­len wie Nin­ten­do und Play­sta­ti­on und auch mit You­Tube ver­brach­te er viel Zeit. „Ich war eigent­lich schon immer sehr von der Infor­ma­tik begeis­tert. Irgend­wann ist der Punkt gekom­men, wo ich mir die Fra­ge gestellt habe, wie denn ein Spiel über­haupt funk­tio­niert“, erin­nert sich der Infor­ma­tik­stu­dent.

Wäh­rend der Zeit am BORG setz­te sich Ster­nig inten­si­ver mit der digi­ta­len Welt aus­ein­an­der. „Mit der Zeit erkennt man, wie kom­pli­ziert und kom­plex eigent­lich alles ist. Und natür­lich auch, was alles dahin­ter­steckt“, berich­tet Ster­nig. In der Ober­stu­fe kam er mit dem Pro­gram­mie­ren von Web­sei­ten erst­mals in Kon­takt. „Wir haben Web­sei­ten mit HTML pro­gram­miert, was zwar toll war, aber nicht so span­nend. Außer­dem war es kei­ne wirk­li­che Her­aus­for­de­rung für mich“, gibt er zu.

Die Zeit in Kla­gen­furt

Die­se Fas­zi­na­ti­on und die Suche nach einer Her­aus­for­de­rung waren die aus­schlag­ge­ben­den Grün­de für ein Stu­di­um der Infor­ma­tik, das er 2018 an der Alpen-Adria-Uni­ver­si­tät begann. An die dor­ti­ge Zeit erin­nert sich Ster­nig ger­ne: „Wäh­rend der Stu­di­en­zeit habe ich wei­ter­hin in Völ­ker­markt gewohnt. Zur Uni bin ich ent­we­der mit dem Bus gekom­men, mit mei­nen Eltern mit­ge­fah­ren oder ich bin selbst mit dem Auto nach Kla­gen­furt gefah­ren.“ Nicht so toll waren für ihn jedoch die Bus­fahr­ten, die nach Kla­gen­furt und zurück nach Völ­ker­markt dem­entspre­chend lang dau­er­ten.

Ob sich die Erwar­tun­gen an das Stu­di­um erfüll­ten? „Das Stu­di­um in Kla­gen­furt war nicht so anspruchs­voll, wie ich es mir eigent­lich gedacht und erhofft habe. Im Gegen­teil: Es war ziem­lich ein­fach“, schmun­zelt Ster­nig, des­sen ältes­ter Bru­der zu die­sem Zeit­punkt bereits seit län­ge­rer Zeit in Graz stu­dier­te. „Im Ver­gleich zum Stu­di­um mei­nes Bru­der, war mei­nes kei­ne Her­aus­for­de­rung“, sagt Ster­nig.

Dann führ­te der Weg nach Graz

In Graz fand er schließ­lich die gesuch­te Her­aus­for­de­rung. „Nach dem zwei­ten Semes­ter an der Uni­ver­si­tät in Kla­gen­furt bin ich dann 2019 nach Graz gezo­gen, um dort mein Infor­ma­tik-Stu­di­um an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät fort­zu­set­zen“, schil­dert der Völ­ker­mark­ter. Lei­der muss­te er in Kla­gen­furt die neu­en Freun­de hin­ter sich las­sen, zu denen er auch seit sei­nem Umzug nicht mehr viel Kon­takt hat. „Die Woh­nung, in die ich gezo­gen bin, gehört einem Freund mei­nes Vaters. Sie war ein Grund mehr nach Graz zu zie­hen, so kann ich selbst für mich ver­ant­wort­lich sein“, erzählt Ster­nig. Außer­dem schätzt er an Graz die Mög­lich­keit, dass man in weni­gen Minu­ten alles mit den öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln erreicht. An Völ­ker­markt hin­ge­gen sind es die Spa­zier­gän­ge an vie­len schö­nen Plät­zen, etwa am Völ­ker­mark­ter Stau­see.

Klei­ner Ein­blick in sein Stu­di­um

Das Infor­ma­tik-Stu­di­um an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Graz ist dafür bekannt, dass es nicht gera­de leicht ist. „Sicher­lich habe ich Pha­sen, wo ich bei­na­he ver­zwei­felt oder frus­triert bin. Infor­ma­tik beschäf­tigt einem schon die gan­ze Woche lang, vor allem wenn Auf­ga­ben nicht auf Anhieb funk­tio­nie­ren“, ver­rät Ster­nig. Eine Lösung für eine Pro­gram­mier­auf­ga­be zu fin­den, kann bis zu einer Woche dau­ern. „Wenn man nach län­ge­rer Aus­ein­an­der­set­zung bei einer kom­ple­xen und kom­pli­zier­ten Auf­ga­be end­lich zu einer Lösung kommt, dann ist das für mich ein rich­ti­ges Erfolgs­er­leb­nis. Das ist ein tol­les Gefühl, das mich wei­ter­mo­ti­viert“, freut sich Ster­nig.

Ein­mal im Monat in Kärn­ten

Der Völ­ker­mark­ter ver­sucht ein­mal im Monat nach Hau­se zu kom­men, um Zeit mit sei­ner Fami­lie zu ver­brin­gen, Freun­de zu tref­fen oder auch län­ge­re Spa­zier­gän­ge mit sei­nem Hund zu unter­neh­men. „Ich kann mir aber nicht wirk­lich vor­stel­len, ein­mal end­gül­tig nach Völ­ker­markt zurück­zu­kom­men, auch wegen der Job­mög­lich­kei­ten nach mei­nem Stu­di­um in der Stei­er­mark“, gesteht Ster­nig. In den Som­mer­mo­na­ten bleibt der Infor­ma­tik-Stu­dent immer für eine län­ge­re Zeit in Kärn­ten und ver­bringt Zeit mit sei­nen Liebs­ten, auch am Klo­pei­ner See.

Regel­mä­ßi­ge Spie­le-Aben­de

Rund vier bis fünf Stun­den dau­ern die Spie­le-Aben­de in der Frei­zeit an den Sams­ta­gen. „Ich habe dafür extra gro­ße Tische besorgt und noch dazu vom Nach­bar Stüh­le aus­ge­lie­hen. An jedem Abend steht ein Brett­spiel im Mit­tel­punkt. Dazu gibt es ver­schie­de Geträn­ke, Chips und ande­re Sachen“, erklärt Ster­nig, der ein begna­de­ter Spie­ler von Stra­te­gie, Brett- und Online­spie­len ist. Hin und wie­der neh­men Gäs­te auch selbst Spie­le mit. Auch Bil­lard im „Brot & Spie­le“ in der Gra­zer Innen­stadt spielt Ster­nig regel­mä­ßig mit Freun­den. Wei­te­re Hob­bys sind das Kochen und das Zeich­nen, mit­un­ter eben­so am „Dra­wing Tablet“. „Ich habe eine klei­ne Koch­in­sel in mei­ner Woh­nung. Somit wird bei­na­he täg­lich gekocht. Am Plan ste­hen ver­schie­de­ne Gerich­te wie Lasa­gne, Nudel­auf­lauf, Creme­sup­pen und abwechs­lungs­rei­che Gerich­te mit Fleisch“, erzählt der Infor­ma­ti­ker.

Der Weg ist das Ziel

Ster­nig legt sich noch nicht fest, in wel­chem Beruf er schluss­end­lich nach sei­nem Stu­di­um Fuß fas­sen möch­te. „Es bestehen noch kei­ne groß­ar­ti­gen Vor­stel­lun­gen“, sagt der Völ­ker­mark­ter, der über den Som­mer ein Prak­ti­kum für sein Stu­di­um in Graz plant. Sinn­vol­les Stu­die­ren braucht eben sei­ne Zeit.

 

28.05.2022 14:50
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Von Völ­ker­markt über Kla­gen­furt nach Graz Der 23-jährige Informatik-Student Mathias Sternig zog im Jahr 2019 nach Graz.

© KLiCK Kärnten/Grayer