Feistritz ob Bleiburg

Ölkes­sel­freie Gemein­de for­ciert auch Pho­to­vol­ta­ik

Feistritz ob Bleiburg ist nun eine von 99 ölkesselfreien Gemeinden in Kärnten. Außerdem wurden zwei Photovoltaik-Anlagen auf kommunalen Gebäuden errichtet.

Ölkes­sel­freie Gemein­de for­ciert auch Pho­to­vol­ta­ik Feistritz ob Bleiburg ist nun auch ölkesselfreie Gemeinde: Bürgermeister Hermann Srienz (links), Landesrätin Sara Schaar und KEM-Manager Reinhard Schildberger.

© Büro LR Schaar

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Lan­des­rä­tin Sara Schaar, Ener­gie- und Kli­ma­schutz-Refe­ren­tin des Lan­des Kärn­ten, setzt auf attrak­ti­ve För­de­run­gen, wenn es dar­um geht, Kom­mu­nen in Kärn­ten beim Aus­bau der Alter­na­tiv­ener­gie-Nut­zung zu unter­stüt­zen. „Um die Kli­ma­schutz-Zie­le zu errei­chen, sind die Kom­mu­nen wich­ti­ge Part­ner des Lan­des. Denn sie sind einer­seits der direk­te Draht zu den Bür­gern und gehen ande­rer­seits im Erneu­er­ba­ren-Aus­bau mit gutem Bei­spiel vor­an“, fasst Schaar zusam­men.

Neue ölkes­sel­freie Gemein­de

Ein Vor­rei­ter ist auch die Markt­ge­mein­de Feis­tritz ob Blei­burg, eines der jüngs­ten Mit­glie­der in der Run­de der „Ölkes­sel­frei­en Gemein­den und Städ­te“. Das Ölkes­sel­frei-Pro­gramm wur­de von Schaar ins Leben geru­fen, damit teil­neh­men­de Kom­mu­nen den Haus­hal­ten eine Zusatz­för­de­rung für den Umstieg von fos­si­len auf erneu­er­ba­re Hei­zungs­an­la­gen anbie­ten kön­nen (zusätz­lich zu bestehen­den För­de­run­gen von Bund und Land Kärn­ten). Schaar begrüß­te Feis­tritz ob Blei­burg als eine von 99 ölkes­sel­frei­en Gemein­den in Kärn­ten (zehn im Bezirk Völ­ker­markt) mit einer För­der­zu­sa­ge über 40.000 Euro der Lan­des-Umwelt­ab­tei­lung. „Mit einem Zuschuss wol­len wir Haus­hal­te, die noch mit Öl hei­zen, moti­vie­ren, auf erneu­er­ba­re Ener­gie­trä­ger umzu­stei­gen. Seit Beginn der Ölkes­sel­frei-Akti­on wur­den bereits knapp 4,8 Mil­lio­nen Euro an För­der­mit­teln an die Kom­mu­nen aus­ge­schüt­tet, im Bezirk Völ­ker­markt sind es 470.000 Euro“, ver­rät Schaar.

Zwei Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen

Bei ihrem Besuch in Feis­tritz ob Blei­burg brach­te Schaar gleich noch zwei För­der­zu­sa­gen mit: Auf den Gebäu­den des Kin­der­gar­tens und der Volks­schu­le St. Micha­el ob Blei­burg wur­den bereits im Mai 2021 Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen instal­liert. Die­se Pro­jek­te im Sin­ne einer nach­hal­ti­gen Strom­erzeu­gung unter­stützt Schaar mit ins­ge­samt 12.037 Euro durch die eige­ne För­der­schie­ne für Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen an oder auf kom­mu­na­len Gebäu­den. „Strom­be­darf und ‑erzeu­gung fal­len spe­zi­ell bei gemein­de­ei­ge­nen Gebäu­den eher tags­über an, wes­halb sich eine auf Eigen­ver­brauch hin aus­ge­rich­te­te Pho­to­vol­ta­ik-Anla­ge für die­se bes­tens eig­net. Bis­her haben 56 Gemein­den, zwei Abwas­ser­ver­bän­de und ein Sozi­al­hil­fe­ver­band die­se Unter­stüt­zung für ins­ge­samt 145 Vor­ha­ben bean­sprucht. Das bis­he­ri­ge För­der­vo­lu­men beträgt über 1,3 Mil­lio­nen Euro“, sagt Schaar. In Kärn­ten ist das Poten­ti­al für die Nut­zung von Son­nen­kraft sehr groß: „Allei­ne die Hälf­te aller poten­ti­el­len Dach­flä­chen in Kärn­ten hat ein Pho­to­vol­ta­ik-Aus­bau-Poten­ti­al von 3,3 Tera­watt­s­un­den. Des­halb set­zen wir in Kärn­ten auch auf fol­gen­de Prio­ri­sie­rung: Gebäu­de-Flä­chen wie Dächer und Fas­sa­den und bereits ver­sie­gel­te Boden­flä­chen vor Frei­flä­chen, um die Kärnt­ner Land­schaft zu erhal­ten“, betont Schaar.

„Als Mit­glied der Kli­ma- und Ener­gie-Modell­re­gi­on Süd­kärn­ten, als ‚e5‘- und Kli­ma­bünd­nis-Gemein­de for­cie­ren wir lau­fend Pro­jek­te, wel­che die Ener­gie­wen­de und den Kli­ma­schutz unter­stüt­zen. Eines der nächs­ten Vor­ha­ben ist der Zubau beim Kin­der­gar­ten, wobei wir hier das The­ma Pho­to­vol­ta­ik gleich mit­den­ken wol­len“, kün­digt Bür­ger­meis­ter Her­mann Sri­enz an.

 

Wis­sens­wert

För­de­rung „Ölkes­sel­freie Gemein­de Feis­tritz ob Blei­burg“: Bei der Gemein­de kann man einen För­der­an­trag stel­len. Kon­kret gibt es fol­gen­de För­de­rung:

  • Maxi­mal 1.500 Euro für Haus­hal­te, die von einer Ölhei­zung auf eine erneu­er­ba­re Hei­zungs­form umstei­gen und die Ölhei­zung demon­tie­ren las­sen.
  • Maxi­mal 500 Euro für Haus­hal­te, die bereits auf eine erneu­er­ba­re Hei­zungs­va­ri­an­te umge­stie­gen sind und nach­träg­lich die Öltanks aus­bau­en und ent­sor­gen las­sen.

För­de­rung für Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen an oder auf kom­mu­na­len Gebäu­den: Die Errich­tung von kom­mu­na­len Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen unter­stützt die Lan­des-Umwelt­ab­tei­lung mit bis zu 60 Pro­zent der Anschaf­fungs­kos­ten. Inves­ti­ti­ons­zu­schüs­se von drit­ter Stel­le, also von Bund oder EU, sind eben­falls mög­lich. Daher ist eine Gesamt­för­de­rung von nahe­zu hun­dert Pro­zent erreich­bar.

 

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Auch für zwei kom­mu­na­le Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen auf den Gebäu­den des Kin­der­gar­tens und der Volks­schu­le (im Hin­ter­grund) gab es För­der­zu­sa­gen von der Lan­des-Umwelt­ab­tei­lung: Bür­ger­meis­ter Her­mann Sri­enz (rechts), Lan­des­rä­tin Sara Schaar und KEM-Mana­ger Rein­hard Schild­ber­ger.
© Büro LR Schaar
31.05.2022 11:41 - Update am: 31.05.2022 12:47
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Ölkes­sel­freie Gemein­de for­ciert auch Pho­to­vol­ta­ik Feistritz ob Bleiburg ist nun auch ölkesselfreie Gemeinde: Bürgermeister Hermann Srienz (links), Landesrätin Sara Schaar und KEM-Manager Reinhard Schildberger.

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