Martina Kainz

„Nudl­kudl­mudl“ mit Herz

Die gelernte Köchin Martina Kainz gründete vor zwölf Jahren „Martinas Nudlkudlmudl“ in Radenthein. Wie es dazu kam, erzählt sie im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.

„Nudl­kudl­mudl“ mit Herz Martina Kainz (rechts) mit ihrer Mitarbeiterin Marlene

© privat

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Mar­ti­na Kainz ist gebür­ti­ge Feld­kirch­ne­rin mit Geburts­ort in Wai­ern. „Nach der Schu­le habe ich in Unter­kirch­leitn in St. Oswald den Beruf der Köchin erlernt. Mit mei­nem ers­ten Mann habe ich danach die Samer-Hüt­te im Lang­alm­tal bei Kaning geführt. Sie gehört jetzt mei­nem Sohn“, erzählt Kainz. Spä­ter arbei­te­te sie im ehe­ma­li­gen „Gös­ser Bräu“ in Spit­tal. In die­ser Zeit erlern­te sie das Krendln von Kas­nu­deln. Im Jahr 2010 grün­de­te sie „Mar­ti­nas Nudlkudlmudl“-Manufaktur in Raden­thein. Inzwi­schen beschäf­tigt sie fünf Teil­zeit­kräf­te. „Wir pro­du­zie­ren am Tag rund 700 Nudeln“, ver­rät die Unter­neh­me­rin.

Regio­na­le Zuta­ten

Die Kletznnu­deln und Kas­nu­deln von der Oma waren immer ihre Lieb­lings­spei­se. „Den Geruch habe ich noch in mei­ner Nase. Nudeln wie aus Omas Küche, mit regio­na­len Zuta­ten und allem, was bei uns wächst, waren immer mein gro­ßes Anlie­gen“, betont Kainz. Rund 30 ver­schie­de­ne Fül­lun­gen wer­den im Raden­thei­ner Betrieb pro­du­ziert. Weil aus­schließ­lich regio­na­le Zuta­ten ver­wen­det wer­den, gehört die Manu­fak­tur dem „Genuss­land Kärn­ten“ ange­hört. „Per­sön­lich esse ich Fleisch­nu­deln am liebs­ten“, berich­tet Kainz. Die Raden­thein­e­rin ist eine Köchin mit einem Hang zur boden­stän­di­gen öster­rei­chi­schen Küche – und einer gro­ßen Lie­be zu fri­schen Kräu­tern.

Für Ver­lieb­te

Zu den außer­ge­wöhn­li­chen Spe­zia­li­tä­ten zäh­len die Herzlnudeln. „Sie sind ein­zig­ar­tig und von mir selbst kre­iert. Da habe ich lan­ge her­um­pro­biert, bis sie mir gelun­gen sind. Sie wer­den ger­ne für den Mut­ter­tag, für Hoch­zei­ten und für beson­de­re Anläs­sen gekauft. Sehr viel Wert lege ich dabei auf die Optik der Nudeln. Sie muss pas­sen, denn das Auge isst schließ­lich mit“, schil­dert Kainz. In der Schau­kü­che in Raden­thein kön­nen die Kun­den den „Krend­le­rin­nen“ auf die Fin­ger schau­en. Neben den Nudeln pro­du­zie­ren die Damen auch tra­di­tio­nel­le Sup­pen­ein­la­gen wie Milz­schnit­ten.

Der Ver­trieb

Die Pro­duk­te sind in sie­ben Lager­haus-Filia­len, vor­wie­gend in Ober­kärn­ten, erhält­lich. „Auch drei Spar-Märk­te füh­ren die Nudeln, dar­un­ter der Euro­s­par in mei­ner Hei­mat­stadt Feld­kir­chen. Wir sind stän­dig auf der Suche nach Ver­triebs- und Geschäfts­part­nern im Raum Kla­gen­furt“, hofft die drei­fa­che Mut­ter auf neue Mög­lich­kei­ten im Ver­kauf. Inter­es­sier­te könn­ten sich tele­fo­nisch (0699/119 29 024) an sie wen­den.

Die Boden­stän­dig­keit

Lie­be geht bekannt­lich durch den Magen. So weiß Kainz auch, wie Frau­en Män­ner „ein­fan­gen“: „A Madl, des net kren­deln konn, des kriagt kann Monn.“ Sie fügt eine Kärnt­ner Weis­heit hin­zu: „Der Bua, der sei Dirnd­le beim Tan­zen net halst, ist grod wie die Bäue­rin, de die Nudeln net schmalzt.“

Das Geschäft in Raden­thein an der Haupt­stra­ße 28 hat von Mon­tag bis Frei­tag von 8 bis 14 Uhr geöff­net.

 

04.06.2022 06:48
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„Nudl­kudl­mudl“ mit Herz Martina Kainz (rechts) mit ihrer Mitarbeiterin Marlene

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