Start-up

Movevo bewegt Firmen wie Schulen

Gesundheitsförderung innovativ gedacht: Mittels zwei neuer Apps hilft das Movevo-Team sowohl Unternehmen als auch Schulen, Bewegung spielerisch in den Arbeits- wie Schulalltag einzubauen.

Movevo Die Challenges kann man auch im Team ausführen, das macht mehr Spaß.

© Movevo

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„Ready to move“ ist der Slogan für das Start-up namens Movevo rund um CEO Michael Omann aus Villach. Der Sportwissenschafter Michael Omann hat schnell erkannt, dass man alleine nicht weit kommt und so hat sich ein schlagkräftiges Start-up formiert, das nun gemeinsam mehr Bewegung in den Alltag der Menschen bringen möchte. Mit einer eigenen App für Unternehmen will Movevo betriebliche Gesundheitsförderung revolutionieren. „Das Thema hat mittlerweile einen etwas verstaubten Charakter. Mit der App wollen wir Arbeitnehmern helfen, Bewegung spielerisch in den Alltag zu integrieren“, sagt Michael.

Der Hintergrund

Aus der Praxis kann Michael Studien bestätigen, wonach Krankenstände und unmotivierte Anwesenheit von Mitarbeitern einem Betrieb mit ca. 1.000 Mitarbeitern jährlich sechs Millionen Euro kosten. Auch das Thema Mitarbeiter-Bindung ist in Corona-Zeiten mit Home-Office ein schwieriges.

Eine App – auch im Corporate Design des jeweiligen Unternehmens gestaltbar – nimmt sich dieser zwei Themen an. Sie stellt einen spielerischen und sanften Einstieg für Mitarbeiter in das Thema Gesundheit dar. Durch Mehrtages- oder Tages-Challenges sollen sie durch Emotion, Teamdynamik und Spaß zu mehr Bewegung motiviert werden.

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Bewegung mit Kollegen

Bei den Tages-Challenges findet man Aufgaben wie Stiegensteigen statt Lift oder einzelne Übungen, mit Mitmach-Videos erklärt. Dazu liefert die App Hintergrundwissen, warum das, was man gerade ausführt, so wichtig ist. Schafft man die Tages-Challenge, sammelt man Punkte.

Mehrtages-Challanges sind gedacht, um Routinen zu erarbeiten (z. B. Zähneputzen täglich in der tiefen Hocke). Auch sie kann man einzeln oder im Team mit Arbeitskollegen ausüben – dafür gibt es ebenfalls Punkte. Michael Omann: „So können sich auch Abteilungen untereinander matchen. An die Punkte können Goodies für die Mitarbeiter wie spezielle Gutscheine geknüpft sein.“

Experten teilen ihr Wissen

Die App wird durch ein Nachschlagewerk ergänzt – mit Wissenswertem, das Experten aus den Bereichen Medizin, Ernährung, Bewegung, Psychologie etc. erklären. Mittels News-Feed kann das Unternehmen auch Gesundheits-Neuigkeiten verbreiten und die Mitarbeiter via „Push-Funktion“ erreichen. Welches gesunde Menü gibt es heute in der Kantine? Wann findet der Gesundheitstag statt? – Das sind nur zwei Beispiele.

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Erste Kunden

Die Daten, die der Kunde, also das Unternehmen, von seinen teilnehmenden Mitarbeitern erhält, sind natürlich anonymisiert. Die App ist allerdings abgestimmt auf die Bedürfnisse und Belastungsprofile des jeweiligen Mitarbeiters. Daher ist sie auch für jedermann geeignet: „Wir wollen nicht die Supersportler ansprechen, sondern Einsteiger“, sagt Michael Omann, der schon einige Kunden gewinnen konnte. So wird die Fachhochschule Kärnten oder die Stadt Villach die Movevo-App einsetzen, um positiv zur Mitarbeiter-Gesundheit beizutragen.

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Pilotschule für "movevo4kids" war die Volksschule Damtschach. Die Bilder sind übrigens 2020 entstanden, als die Corona-Regeln gelockert waren.
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„movevo4kids“

Das Movevo-Team geht aber noch einen Schritt weiter und legt dieses Konzept – Bewegung spielerisch in den Alltag integrieren – auch auf eine ganz junge Zielgruppe um. „movevo4kids“ ist ebenso eine App, allerdings für Pädagogen in der Volksschule. „Bewegungsmangel bei Kindern ist mittlerweile ein großes Problem. Viele Kinder können heute einfache Basics gar nicht mehr, wie einen Purzelbaum. In den Volksschulen brauchen Lehrer Unterstützung, wie sie Bewegung zusätzlich zur Turnstunde in den Unterricht integrieren können“, so Michael. Denn diese Zahlen alarmieren: Jedes dritte Kind im Volksschulalter ist bereits übergewichtig. Acht von zehn Kindern bewegen sich weniger als eine Stunde am Tag.

Man weiß bereits, dass bewegtes Unterrichten die Kinder aufnahmefähiger, konzentrierter und ausgelasteter macht.

Innovatives Projekt

Mit engagierten Pädagogen arbeitete das Movevo-Team an einer App für den Unterricht. Mit Hilfe der App begibt sich die Schulklasse facherübergreifend auf eine spannende Bewegungsschatzsuche durch unterschiedliche heimische Welten wie Wald, See oder Berg – über das gesamte Schuljahr hinweg. Die integrierten Übungen sind in eine Geschichte verpackt. „movevo4kids“ setzt dabei auch auf den sozialen Aspekt von Bewegung und so werden viele Challenges als Partner-Übungen und in der Gruppe durchgeführt.

Eine spannende Story, spezielle kindgerechte Übungen fürs Klassenzimmer und Spiel und Spaß – mit „movevo4kids“ gewann das Movevo-Team eine Ausschreibung von „motion4kids“ für innovative Bewegungsprojekte. Die App wird also gefördert – durch „motion4kids“, die FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) und die Kärntner Bildungsdirektion.

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Crowdfunding-Kampagne

Da die Finanzierung noch offen ist, startet Movevo Mitte Mai eine Crowdfunding-Kampagne. Neben Unternehmen, die Pakete für interessierte Schulen sponsern, richtet sich die Kampagne auch an bewegungsbegeisterte Eltern und Elternvereine.

Das Ziel ist, die App bis zum Herbst fertigzustellen. Dafür nutzt das Start-up auch das Gründerprogramm „Umsetzung innovativer Gründungsvorhaben“ des Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds und lässt sich vom build! Gründerzentrum beraten.

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Das Movevo-Team:

  • CEO Michael Omann
  • COO Marion Kanalz
  • Johann Brandauer (IT & App-Entwicklung)
  • Thomas Brandauer (IT & App-Entwicklung)
  • Robert Nagel (UI/UX Design)

Movevo für Betriebe (App): www.movevo.app

Movevo für Schulen: www.facebook.com/movevo4kids

03.05.2021 17:43 - Update am: 03.05.2021 08:02
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Movevo Die Challenges kann man auch im Team ausführen, das macht mehr Spaß.

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