St. Veit
Verdacht auf schweren Betrug mit älteren KFZ
Hausdurchsuchungen bei zwei St. Veiter Firmen, KFZ-Werkstätte und Autohandel. Trotz ganz schlimmer Mängel sollen seit 2018 Fahrzeuge verkauft worden sein. Die Verdächtigen schieben sich teilweise gegenseitig die Schuld zu.
Schwere Vorwürfe gegen zwei Firmen mit Sitz in St. Veit, es handelt sich um eine KFZ-Werkstätte und einen Fahrzeughandel. Seit dem Jahr 2018 sollen viele KFZ – trotz schlimmen Mängeln – zu Unrecht gültige Überprüfungsgutachten erhalten haben und so verkauft worden sein. Heute erfolgten an beiden Standorten Hausdurchsuchungen.
Was die Ermittlungen bisher ergaben…
Die Ermittler haben herausgefunden, dass durch die Werkstatt ältere KFZ mit hohem Kilometerstand und mit schweren Mängeln dem Fahrzeughandel zur wiederkehrenden Begutachtung vorgeführt wurden. Gravierende Mängel wurden festgestellt, kurz danach hätten Mitarbeiter des Autohandels ein positives Überprüfungsgutachten ausgestellt. Die erste Mängelliste und der positive Befund sollten den Kunden veranschaulichen, dass etwas repariert wurde. Die Reparaturen wurden durch die Werkstätte auch verrechnet, obwohl offenbar keine Leistung erbracht wurde.
Es handelte sich bei den Fahrzeugen teils um zugelassene Fahrzeuge für Kunden, teils um vermeintliche “Schnäppchen im Bestzustand”.
Ermittlungen laufen
Es gibt derzeit ca. zehn Verdachtsfälle. Diese Zahl werde sich aber erhöhen, wenn weiter ermittelt wird, meint sie Polizei.
Erhebungen laufen derzeit gegen den Inhaber und zwei Mitarbeiter der Werkstatt und gegen den Inhaber und eine Mitarbeiterin des Fahrzeughandels. Die Verdächtigen sind teilweise geständig. Man schiebt sich gegenseitig die Schuld zu.
Anzeige nach Verbotsgesetz
Bei einer Hausdurchsuchung wurden bei einem Mitarbeiter der Werkstatt auch NS-Gegenstände gefunden. Er wird angezeigt (Verbotsgesetz).