Hermagor

Tier­wohl an obers­ter Stel­le

Am Bauernhof vulgo „Lipl“ in Egg bei Hermagor wird seit 35 Jahren feinster Gailtaler Speck produziert. Worauf dabei zu achten ist, erzählt Nebenerwerbsbauer Philipp Auer (36) im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.

Tier­wohl an obers­ter Stel­le Philipp Auer mit dem berühmten Gailtaler Speck

© privat

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Wenn es um den Gail­ta­ler Speck geht, weiß Albert Jank vom Bau­ern­hof vul­go „Lipl“ in Egg bei Her­ma­gor genau­es­tens Bescheid. Immer­hin ist er Obmann des Ver­eins Gail­ta­ler Speck. In sei­nem Schwie­ger­sohn Phil­ipp Auer fand er bereits den geeig­ne­ten Nach­fol­ger für den land­wirt­schaft­li­chen Betrieb. „Wir hal­ten die geschütz­te Mar­ke ‚Gail­ta­ler Speck‘ hoch und pro­du­zie­ren genau nach den vor­ge­schrie­be­nen Richt­li­ni­en“, erklärt Auer, der im Brot­be­ruf als Wirt­schafts­sach­be­ar­bei­ter in der Stadt­ge­mein­de Her­ma­gor tätig ist.

Der Gail­ta­ler Speck

„Gail­ta­ler Speck g.g.A.“ ist eine EU-geschütz­te Bezeich­nung, die unter ande­rem garan­tiert, dass bei Her­kunft und Pro­duk­ti­on fest­ge­leg­te Tier­schutz- und Räu­cher­richt­li­ni­en ein­ge­hal­ten und kon­trol­liert wer­den. „Das Tier­wohl ist uns auf dem Hof sehr wich­tig. Bei uns gibt es kei­ne Voll­spal­ten­bö­den. Wir haben im Stall Stroh­ein­streu, stän­di­ge Frisch­was­ser­zu­fuhr und einen gro­ßen Aus­lauf für die Tie­re“, betont der Neben­er­werbs­bau­er. Auer, Vater von Ger­hard (9) und Franz (6), arbei­tet mit sei­nen Schwie­ger­el­tern Ani­ta und Albert Jank gut zusam­men. Vor zwei Jah­ren muss­te der zwei­fa­che Vater mit dem Tod sei­ner Frau Doris einen schwe­ren Schick­sals­schlag hin­neh­men.

Die Schwei­ne

150 Mast­schwei­ne befin­den sich der­zeit im Stall am „Lipl“-Hof. „Wir mäs­ten die Tie­re aus­schließ­lich, die Fer­kel bekom­men wir mit 15 Kilo­gramm. Es gibt stren­ge Füt­te­rungs­richt­li­ni­en zu beach­ten, die zum Bei­spiel nur gerin­ge Men­gen an Mais zulas­sen. Auf Mais ver­zich­ten wir als Fut­ter­mit­tel aber kom­plett, er för­dert näm­lich das schnel­le Wachs­tum der Tie­re. Die Kon­trol­len sind sehr streng und wer­den oft durch­ge­führt“, betont Auer. Mitt­woch ist Schlacht­zeit auf dem Hof. Nach der Pökel­zeit wird der Speck mit Buchen­spä­nen geräu­chert. „Die Luft und die Ver­ar­bei­tung machen zusätz­lich den guten Geschmack des Specks aus“, ver­rät Auer.

Die Pro­duk­te

Der Gail­ta­ler Speck und wei­te­re Pro­duk­te vom Schwein wer­den ab Hof ver­kauft. „Außer­dem sind wir auf Märk­ten in Kla­gen­furt, Vil­lach und natür­lich Her­ma­gor mit unse­ren Pro­duk­ten ver­tre­ten. Beson­ders beliebt ist die gan­ze Sei­te vom Schwein mit Bauch und Kar­ree, im Gail­tal bekannt als „Bochn“.

 

25.06.2022 06:51 - Update am: 25.06.2022 17:46
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