Robert Erschen

Der „Ölba­ron“ von Glo­bas­nitz

Vor rund 300 Jahren wurde der „Erschenhof“ in St. Stefan bei Globasnitz erstmals urkundlich erwähnt. Wer den Hof heute führt und was hergestellt wird, erzählt Robert Erschen im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.

Der „Ölba­ron“ von Glo­bas­nitz Robert Erschen mit Gattin Magdalena und Tochter Sophia

© privat

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Die erst­ma­li­ge Erwäh­nung des „Erschen­hofs“ in Glo­bas­nitz geht auf das Jahr 1718 zurück. Tra­di­ti­on hat auch der Vor­na­me Robert, den es seit drei Gene­ra­tio­nen in der Fami­lie gibt. Robert über­nahm den elter­li­chen Hof am 1. Jän­ner 2016. Der Besitz hat 80 Hekt­ar Acker, 17 Hekt­ar Wald und zehn Hekt­ar Wie­sen.

Die Aus­bil­dung

Robert Erschen absol­vier­te die land­wirt­schaft­li­che Fach­schu­le am „Gold­brunn­hof“ in Völ­ker­markt und die Aus­bil­dung zum land­wirt­schaft­li­chen Meis­ter. Ver­hei­ra­tet ist er mit Gat­tin Mag­da­le­na. Gemein­sam haben sie Toch­ter Sophia (5). „Der­zeit ist unser zwei­ter Nach­wuchs unter­wegs. Mit der Geburt rech­nen wir am 30. Dezem­ber“, freut sich Erschen. Sich selbst bezeich­net er als Agrar-Land­wirt. Der Acker­bau­be­trieb ist auf die Erzeu­gung von Spei­se­ölen spe­zia­li­siert. „Aus Son­nen­blu­men­ker­nen, Kür­bis­ker­nen, Lein­sa­men und Wal­nüs­sen pro­du­zie­ren wir feins­tes Öl. Auch Hanf- und Leind­ot­ter­öl befin­den sich in unse­rem Pro­gramm, das wir haupt­säch­lich für die Medi­zin her­stel­len. Es hilft bei Sod­bren­nen und Auf­sto­ßen, schlech­ter Ver­dau­ung, Magen­ent­zün­dun­gen und nach Magen­ope­ra­tio­nen. Es ist anti­bak­te­ri­ell und ent­zün­dungs­hem­mend“, erklärt Erschen.

Die Och­sen­mast

Der Hof ist auch ein Och­sen­zucht-Betrieb mit 65 Tie­ren. „Den Rin­dern wird der Ölku­chen, der auf unse­rem Betrieb anfällt, ver­füt­tert. Der Ölku­chen ent­hält 75 Pro­zent Eiweiß, was für die Auf­zucht der Rin­der ide­al ist. Wir brau­chen kein Soja zu kau­fen und sind des­halb in der Füt­te­rung aut­ark“, erzählt Erschen. Für die Och­sen­mast ist Vater Robert ver­ant­wort­lich. Dafür bringt er die nöti­ge Ruhe, Zeit und Erfah­rung mit, immer­hin war er 15 Jah­re als Vieh­ein­käu­fer unter­wegs. Mut­ter Lud­mil­la ist über­all dort zu fin­den, wo hel­fen­de Hän­de gefragt sind. Die Ein­stel­ler-Och­sen wer­den mit einen Gewicht von rund 250 Kilo­gramm gekauft. Nach zwölf Mona­ten im Stall haben sie dann im Alter von rund 22 Mona­ten etwa 400 Kilo­gramm Fleisch und wer­den dann an „Kärn­ten Fleisch“ gelie­fert. Für den Land­wirt ist das Tier­wohl enorm wich­tig: „Wir haben kei­nen Anbin­destall, son­dern eine Boxen­hal­tung. Die Tie­re kön­nen sich frei bewe­gen.“

Der Ver­trieb

Der „Markt­platz Erschen­hof“ hat von Mon­tag bis Frei­tag von 8 bis 12 Uhr mit Bedie­nung geöff­net. Ange­bo­ten wer­den rund 450 Pro­duk­te aus eige­ner Pro­duk­ti­on und regio­na­ler Anbie­ter (inklu­si­ve „Genussland“-Produkte). Außer­halb der Öff­nungs­zei­ten steht rund um die Uhr eine Selbst­be­die­nungs­hüt­te zur Ver­fü­gung. Wei­ters sind die „Erschenhof“-Produkte in „Spar“-Märkten in ganz Kärn­ten erhält­lich, im Bezirk Völ­ker­markt bei „Bil­la“ und in ganz Kärn­ten bei „Bil­la plus“. Zusätz­lich sind die Pro­duk­te auch in eini­gen „Adeg“-Märkten, in Lager­häu­sern und in „Bau­erne­cken“ zu fin­den.

Der Urlaub

Auf Urlaub ange­spro­chen, meint Erschen: „Wir machen das gan­ze Jahr über Urlaub auf dem Bau­ern­hof. Wenn dir die Arbeit Spaß und Freu­de macht und dich erfüllt, brauchst du sonst kei­nen Urlaub.“

Online: www.erschenhof.at

 

10.07.2022 12:22
Anzeige