Michelle Polainer
Sie ist die neue Salamiprinzessin!
Michelle Polainer (19) wurde heute vor einer Woche am 20. Eberndorfer Salamifest zur neuen „Salamiprinzessin“ gewählt. Im „KLiCK Kärnten“-Gespräch stellt sich die „Prinzessin“ vor, erinnert sich an die Wahl zurück und spricht über ihre Ziele.
Das gesamte Jauntal blickte am Sonntag vor einer Woche (31. Juli 2022) gespannt nach Eberndorf zum 20. Salamifest, als dort die Entscheidung über die diesjährige „Salamiprinzessin“ fiel. Im Stift Eberndorf wurde die 19-jährige Michelle Polainer aus Humtschach bei Mittlern zur neuen „Salamiprinzessin“ gewählt. „Ich möchte mich herzlich bei meinen Eltern für ihre Unterstützung in den vergangenen Wochen bedanken, fühle mich wirklich sehr geschätzt von meinen beiden größten Unterstützern“, freut sich Polainer im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“. Ihren ersten Auftritt als „Salamiprinzessin“ hat sie im Rahmen des Farantfests am 15. August 2022 in Globasnitz. „Bei der Entscheidung am Sonntag ist mir dann wirklich ein Stein vom Herzen gefallen“, lacht Polainer.
Soziale Ader
Sie besucht derzeit die Höhere Bundeslehranstalt für Wirtschaftliche Berufe (HLW) der Caritas in Klagenfurt. „Die Schule dauert insgesamt fünf Jahre, wobei ich im Herbst in die vierte Klasse komme. In der Fünften steht dann für mich die Matura an“, erklärt Polainer, die in der HLW die Fachrichtung des Sozialmanagements belegt. Im gerade auslaufenden Sommerpraktikum ist die „Salamiprinzessin“ bei „Autark“ in Völkermarkt beschäftigt, in einer Wohneinrichtung für beeinträchtigte Menschen. „Auf jeden Fall möchte ich beruflich in einem Beruf im sozialen Bereich Fuß fassen. Ob nach der HLW ein Studium in Frage kommt, kann ich noch nicht genau sagen“, blickt sie in die Zukunft.
Bei Festen dabei
In ihrer Freizeit ist die naturverliebte Schülerin oft beim Wandern in den Bergen anzutreffen oder am Badesee, sofern sie nicht auf einem Zeltfest oder bei Veranstaltungen in Südkärnten dabei ist. „Als junger Mensch ist man natürlich bei jedem Fest“, schmunzelt sie. Weil Polainer also auch in ihrer Freizeit viel in Unterkärnten unterwegs ist, konnte sie das Amt der „Salamiprinzessin“ vielen Menschen auf Veranstaltungen näherbringen und ebenso um Stimmen für ihre Wahl werben. In den zwei Wochen vor dem 20. Salamifest war die Schülerin aus Humtschach etwa am Nachkirchtag in St. Margarethen ob Töllerberg, am Kirchtag auf der Petzen, beim Feuerwerfest in Edling und am Klopeiner See unterwegs. Dabei erlebte sich auch den einen oder anderen prägenden Moment. „Zwei Männer sind mir am Nachkirchtag in St. Margarethen begegnet, die mir gesagt haben: Wenn du zum Kirchtag auf die Petzen kommst, dann kaufen wir dir Herzlose ab. Und ich habe sie tatsächlich am Kirchtag getroffen und sie haben mir die Lose abgekauft. Bei der Wahl sind wir uns nochmals begegnet“, erzählt sie.

Nach 2019 klappte es 2022
Für Polainer war es der zweite Versuch: Bereits im Jahr 2019 stellte sie sich der Wahl zur „Salamiprinzessin“ im Stift Eberndorf. „Damals war es schon eine kleine Enttäuschung für mich, weil ich viel Herzblut hineingesteckt habe“, erinnert sie sich. Selbst hätte sie es damals nicht geglaubt, dass ein erneutes Antreten in Frage kommt. „Und heute hängt die Schleife daheim auf ihren eigenen Platz und wartet nur darauf, endlich wieder auf Veranstaltungen getragen werden zu dürfen“, freut sich Polainer, die schon in den Startlöchern für den Bleiburger Wiesenmarkt steht. Nach der Wahl am Sonntag erreichten sie zahlreiche Glückwünsche, Freundschaftsanfragen auf Facebook und sogar Anrufe aus der benachbarten Steiermark. „Dazu sind noch die ganzen Nachrichten und Verlinkungen auf Facebook gekommen“, lacht die 19-Jährige, die nach der Wahl daheim ihr Dirndl auszog und gemeinsam mit ihren Nachbarn und Eltern auf den Tag anstieß.
Landwirtschaft an erster Stelle
Dass es eine schöne Aufgabe ist, Unterkärnten und speziell das Jauntal als „Salamiprinzessin“ zu präsentieren, davon ist die überzeugt. „Mir ist es ebenso wichtig, während meiner Zeit Außenstehenden näherzubringen, was regionale Bauern bei uns alles leisten – und das 365 Tage im Jahr“, zählt sie eines ihrer Ziele auf. Auch ein Verständnis für die Arbeit von Bauern besonders jungen Menschen zu vermitteln, setzt sie sich zum Ziel. „Gerade durch die Pandemie sind unsere Bauern und die Landwirtschaft im gesamten noch wichtiger geworden. Hinter jedem Produkt steckt so viel Arbeit, die nur wenige wirklich kennen und wertschätzen“, fügt Polainer hinzu. In den kommenden Monaten möchte sie Präsenz zeigen und junge Mädchen für das Amt der „Salamiprinzessin“ begeistern.


