Spatenstich
„Bifrangi“ investiert in Althofen 15 Millionen Euro
Der Stahlkomponenten-Hersteller „Bifrangi“ erweitert sein Werk im Industriepark Süd in Althofen: Auf 30.000 Quadratmetern investiert das Unternehmen aus Italien rund 15 Millionen Euro. 60 neue Arbeitsplätze entstehen.
© Stadtgemeinde Althofen
Im Jahr 2014 siedelte sich der internationale Konzern „Bifrangi“ im Industriepark Süd in Althofen an. Das Unternehmen hat seinen Stammsitz in Mussolente in der Provinz Vicenza in Italien, agiert weltweit und produziert mit Hightech-Anlagen Produkte etwa für Windkraftanlagen sowie für die Automobil- und Luftfahrtindustrie (siehe „Wissenswert“ unten). Am Standort in Althofen werden aktuell rund hundert Mitarbeiter beschäftigt, Standortleiter ist Jochen Schritliser.
Größte Maschine ihrer Art in Europa
Nun erfährt der moderne Maschinenpark in Althofen eine enorme Erweiterung. Nach umfangreichen Verhandlungen mit der Unternehmerfamilie Biasion gelang es den politischen Vertretern der Stadtgemeinde Althofen, den Standort für eine neue Produktionslinie in die Region zu holen. Die Werkserweiterung wirkt sich positiv auf den gesamten Mittelkärntner Raum aus: 60 neue Arbeitsplätze sollen rund um die größte Maschine ihrer Art in Europa entstehen. Diese wird in einer 12.000 Quadratmeter großen Halle untergebracht sein, die in den nächsten Monaten errichtet wird.
Produktion geht nächstes Jahr in Betrieb
„Wir sind sehr stolz darauf, dass Althofen von der Eigentümerfamilie Biasion den Zuschlag unter den Standorten in Europa erhalten hat. Wir konnten ein für beide Seiten erfreuliches Verhandlungspaket schnüren“, berichtet Bürgermeister Walter Zemrosser. Im Mai unterzeichnete Firmenchef Roberto Biasion die Verträge, nun folgte mit dem Spatenstich der Baustart. „Wir freuen uns sehr, unser Produktprogramm zu erweitern, um unseren Kunden noch besseren Service bieten zu können. Durch die gute Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde Althofen und den zuständigen Behörden konnte in kürzester Zeit der Baubeginn unserer neuen Produktionshalle realisiert werden“, geben Biasion und Schritliser bekannt. Die Produktion geht im Laufe des nächsten Jahres in Betrieb.
Vorkaufsrecht für weitere 30.000 Quadratmeter
Auf 30.000 Quadratmetern investiert das italienische Großunternehmen rund 15 Millionen Euro. „Ich bin stolz, dass ich gemeinsam mit unserem Alt-Bürgermeister Manfred Mitterdorfer federführend an der Betriebsansiedelung der weltweit agierenden Firma Bifrangi gewirkt habe und glaube an die Vision des Firmengründers und Seniorchefs Francesco Biasion, dass Althofen Mussolente werden wird. Im Stammwerk in Mussolente sind 400 Menschen beschäftigt“, fügt Stadtamtsleiter Hubert Madrian hinzu.
Eine weitere gute Nachricht verkündet Bürgermeister Zemrosser: „Die Eigentümer-Familie Biasion hat sich ein Fünf-Jahres-Vorkaufsrecht für eine Fläche von weiteren 30.000 Quadratmetern gesichert“.
Wissenswert
Der italienische Handwerker Francesco Biasion, der aus Mussolente in Venetien stammt, eröffnete in der Nachkriegszeit in der Heimat seiner Familie eine Schmiede. Über sechzig Jahre später ist er nach wie vor im Unternehmen aktiv. Die mechanische Bearbeitung und die Weiterentwicklung übernahm sein ältester Sohn Roberto Biasion. Die italienische Schmiede wuchs mittlerweile zu einem international tätigen Konzern mit weiteren Produktionsstätten.
„Bifrangi“ ist weltweit führender Hersteller von hochwertigen Flanschen, Zahnrädern, Naben, Komponenten und Sonderteilen für die Automobilindustrie, Landmaschinen, Fahrwerken wie Erdbewegungsmaschinen, Luftfahrtbranche und Windkraftanlagen. Einige technische Lösungen von „Bifrangi“ wurden zu Standards in der Industrie. Der Konzern mit je einem Standort in Italien, Althofen und den USA sowie zwei Niederlassungen in England beschäftigt weltweit rund 2.000 Mitarbeiter.
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