Jubiläum
Mit „Radwegpflege“ zurück in den Arbeitsmarkt
Die Eingliederungsbeihilfe „Radwegpflege“ im Rosental feiert 20-Jahr-Jubiläum. Projekte wie dieses begleiten Ältere oder Langzeitarbeitslose auf dem Weg zurück in den Arbeitsmarkt.
© Büro LHStv. Schaunig
Eingliederungsbeihilfen sind Projekte, die sich Personen widmen, die es am Arbeitsmarkt besonders schwer haben. Sie geben diesen Menschen, etwa Älteren oder Langzeitarbeitslosen, Selbstbewusstsein zurück und begleiten sie auf dem Weg zurück in den Arbeitsmarkt. Ein Erfolgsprojekt hinsichtlich solcher sinnstiftenden Tätigkeiten ist die Eingliederungsbeihilfe „Radwegpflege“, die heuer ihr 20-Jahr-Jubiläum feiert.
Regionale Arbeitsplätze
„Die Radwegpflege ist ein Projekt, das gleich mehrere Facetten miteinander verknüpft und damit in vielerlei Hinsicht einen Mehrwert für die beteiligten Personen und Regionen bietet: Es werden regionale Arbeitsplätze für regionale Arbeitskräfte geschaffen, touristische Infrastruktureinrichtungen gepflegt und damit regionale Angebote belebt“, fasst Peter Wedenig, Landesgeschäftsführer des AMS (Arbeitsmarktservice), zusammen. Auf diese Weise trägt das Projekt selbst wieder zur Absicherung von Arbeitsplätzen bei, die vom Bestehen dieser Freizeitangebote abhängen.
Territorialer Beschäftigungspakt
Im Rahmen des „Territorialen Beschäftigungspakts“ (TEP) gibt es viele unterschiedliche, auf die jeweiligen Zielgruppen und Reintegrationsbereiche abgestimmte Arten von Eingliederungsbeihilfen, die unterschiedliche Finanzierungsstrukturen aufweisen. „Insgesamt 300 Maßnahmenplätze zur Eingliederung mit einem Gesamtbudget von 4,56 Millionen Euro sind für 2022 im Territorialen Beschäftigungspakt bereitgestellt“, verrät Landeshauptmann-Stellvertreterin und Arbeitsmarktreferentin Gaby Schaunig. Mit dieser lohnkostenbezogenen Einstiegsförderung in den Arbeitsmarkt gelingt Reintegration nachhaltig. „Mit über 50 Maßnahmenplätzen alleine im Bereich der Radwegpflege ermöglichen wir den unterschiedlichen Vereinen, die sich um die Pflege und den Erhalt von Rad- und Wanderwegen sowie Mountainbike-Strecken bemühen, Entlastung und helfen jenen, die es brauchen“, betont Schaunig.
Auch Gemeinden profitieren
Nicht nur Vereine und Arbeitssuchende profitieren von den Eingliederungsbeihilfen. Besonders die Gemeinden erhalten Unterstützung bei der Bewältigung ihrer Herausforderungen. „Die Eingliederungsbeihilfen, wie man am Beispiel der Radwegpflege erkennen kann, sind für die Gemeinden eine Win-win-Situation: Sie erhalten notwendige Unterstützung bei den Lohnkosten, was die Haushaltsbudgets entlastet, hochmotivierte und in den Regionen ansässige Mitarbeiter, die die Gebiete wie ihre eigenen Westentasche kennen, und instandgehaltene Wege“, bekräftigt Schaunig. Nachsatz: „Damit beugen wir gemeinsam der Abwanderung vor und ermöglichen den Kindern und ihren Familien lustige Outdoor-Aktivitäten.“
Positive Nebeneffekte
Sonya Feinig, Bürgermeisterin der Marktgemeinde Feistritz im Rosental und stellvertretende Obfrau der Carnica-Region Rosental, bestätigt: „Für unseren Drauradweg ist die Eingliederungsbeihilfe einfach einzigartig und seit 20 Jahren nicht mehr wegzudenken – egal ob als gemeinnütziges Beschäftigungsprojekt oder jetzt in Form der Eingliederungsbeihilfe.“ Die positiven Nebeneffekte: Mitarbeiter der Gemeinden werden entlastet, das kilometerlange Rad- und Wandernetz gepflegt und die Region so gemeindeübergreifend belebt.
Wissenswert
Die Eingliederungsbeihilfe „Radwegpflege“ nahm zu Beginn der 2000er Jahre ihren Anfang, als in Kooperation mit der Carnica-Region Rosental mit einem gemeinnützigen Beschäftigungsprojekt für Ältere erstmals die Pflege der Rad- und Wanderwege in den Mittelpunkt der Tätigkeiten rückte.