13. Mai

Die Bräu­che zu Chris­ti Him­mel­fahrt in Kärn­ten

Kennen Sie das „Heiland-Aufziehen“ oder den „Engeletanz“ in Kärntner Pfarren zu Christi Himmelfahrt? Hier ein Überblick über Bräuche anlässlich des Hochfestes am 13. Mai.

Die Bräu­che zu Chris­ti Him­mel­fahrt in Kärn­ten Ein Foto vom „Engerle-Aufziehen“ im Jahr 2018 in der Pfarre Rangersdorf. Eine Tradition, die vermutlich aus der Barockzeit stammt.

© Diözesan-Pressestelle

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Am 40. Tag nach Ostern fei­ern Chris­ten das Hoch­fest „Chris­ti Him­mel­fahrt“, eines der ältes­ten christ­li­chen Fes­te. Mit die­sem Hoch­fest am Don­ners­tag (13. Mai) wird der öster­li­che Glau­be an die Auf­er­ste­hung ent­fal­tet: Ihr Ziel ist die Gemein­schaft mit Gott im Him­mel.

Brauch­tum trotz Pan­de­mie

In eini­gen Kärnt­ner Pfar­ren wird zu Chris­ti Him­mel­fahrt unter Berück­sich­ti­gung der gel­ten­den Coro­na-Maß­nah­men wäh­rend der Got­tes­diens­te mit dem „zum Him­mel schwe­ben­den Chris­tus“ ein beson­de­res Brauch­tum gepflo­gen.

  • In St. Loren­zen in der Rei­chen­au wer­den wäh­rend der Hei­li­gen Mes­se um 10 Uhr zwei Engel mit einer bren­nen­den Ker­ze aus einer Luke im Chor­raum her­ab­ge­las­sen. Die baro­cke Holz­fi­gur des Auf­er­stan­de­nen wird zwi­schen den Engeln befes­tigt, die dann in Dreh­be­we­gung ver­setzt und unter Glo­cken­ge­läu­te wie­der hoch­ge­zo­gen wer­den und gleich­sam in den Him­mel tan­zen.
  • In der Pfar­re Ran­gers­dorf wird bei der Hei­li­gen Mes­se um 10 Uhr eine Chris­tus-Stat­ue mit zwei Engeln empor­ge­zo­gen, wes­halb die­se ver­mut­lich aus der Barock­zeit stam­men­de Tra­di­ti­on im Volks­mund auch „Enge­le Auf­tan­zen“ genannt wird.
  • In der Pfarr­kir­che Maria Pulst wird um 10 Uhr der Got­tes­dienst mit dem tra­di­tio­nel­len „Enge­le­auf­zie­hen“ gefei­ert.
  • Auch in der Wall­fahrts­kir­che auf dem Lis­na­berg (Pfar­re St. Peter am Wal­lers­berg) wird an der alten Tra­di­ti­on fest­ge­hal­ten. Im Rah­men des Got­tes­diens­tes um 15 Uhr wird eine höl­zer­ne Chris­tus­fi­gur an einem dün­nen Seil vor den Augen der Gläu­bi­gen empor­ge­zo­gen.
  • „Enger­le-Auf­zie­hen“ heißt der Brauch in der Pfar­re Stein­bichl, wo wäh­rend des Got­tes­diens­tes um 11.15 Uhr zwei Engel vom Him­mel her­ab­schwe­ben und den auf einem Tisch lie­gen­den Chris­tus empor­he­ben.

Chris­ti Him­mel­fahrt

Bis ins 4. Jahr­hun­dert wur­de die Him­mel­fahrt Jesu zu Pfings­ten gefei­ert. Seit 370 jedoch kann Chris­ti Him­mel­fahrt als eigen­stän­di­ges Fest 40 Tage nach Ostern nach­ge­wie­sen wer­den. Die Fest­le­gung auf den 40. Tag geht auf die Apos­tel­ge­schich­te zurück, in der es heißt, dass Jesus den Apos­teln 40 Tage hin­durch erschie­nen sei und vom Reich Got­tes gespro­chen habe. Nach der letz­ten Begeg­nung Jesu mit sei­nen Jün­gern sei die­ser „vor ihren Augen empor­ge­ho­ben wor­den und eine Wol­ke nahm ihn auf und ent­zog ihn ihren Bli­cken“. Die Tage nach dem Him­mel­fahrts­fest wer­den im Got­tes­dienst als Vor­be­rei­tung auf die Her­ab­kunft des Hei­li­gen Geis­tes zu Pfings­ten began­gen.

11.05.2021 15:48 - Update am: 11.05.2021 15:49
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Die Bräu­che zu Chris­ti Him­mel­fahrt in Kärn­ten Ein Foto vom „Engerle-Aufziehen“ im Jahr 2018 in der Pfarre Rangersdorf. Eine Tradition, die vermutlich aus der Barockzeit stammt.

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