Warngeräte
Kärntner Landwirte werden zu “Kitzrettern”
Sehr viele Rehkitze sterben jährlich bei landwirtschaftlichen Mäharbeiten. Ein Warngerät soll dem nun entgegenwirken.
Nicht nur die Mähzeit beginnt nun für Kärntens Landwirte, auch die Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere. Rehkitze sind ganz besonders gefährdet, wenn nun die Bauern zu Mäharbeiten schreiten. Allein in Kärnten sterben jährlich bis zu 1.500 Kitze durch Mäharbeiten, österreichweit sind es um die 25.000. Daher starten Land Kärnten, Landwirtschaftskammer Kärnten und Kärntner Jägerschaft nun die Aktion “Kitzretter”.
650 Warngeräte für Landwirte
Agrar-Landesrat Martin Gruber erklärt die Initiative: “Es wurden Warngeräte angekauft, die auf dem Mähwerk oder auch auf dem Traktor montiert werden können. Die ‚Kitzretter’ geben einen hochfrequenten Ton ab, der die Kitze zur Flucht aus der Gefahrenzone veranlasst.”
Aus dem Agrarreferat gibt es dafür 15.000 Euro, von der Jägerschaft zusätzlich 5.000 Euro. Damit werden 650 Warngeräte angeschafft. Die Außenstellen der Landwirtschaftskammer wickeln die Abgabe ab – dort sind die “Kitzretter” erhältlich. Pro landwirtschaftlichem Betrieb kann man ein Warngerät beantragen und zahlt nur 30 Euro Selbstkosten dafür – unter Angabe der Betriebsnummer.


