Mühldorf

Auf den Spu­ren von Kel­ten und Römern

Lokalaugenschein: Landeshauptmann Peter Kaiser besuchte die archäologischen Ausgrabungen in Mühldorf, wo zuletzt 3.500 Jahre alte Gebäudeteile und ein römisches Badehaus entdeckt wurden.

Auf den Spu­ren von Kel­ten und Römern Helmut Fürstauer, Karoline Taurer, Stefan Pircher, Johann Oberlerchner, Igor Pucker, Landeshauptmann Peter Kaiser, Christine Sitter und Bürgermeister Erwin Angerer (von links)

© LPD Kärnten/Helge Bauer (9)

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Bei den archäo­lo­gi­schen Aus­gra­bun­gen in Mühl­dorf ist die Freu­de über ein­ma­li­ge his­to­ri­sche Ent­de­ckun­gen groß. Im Som­mer wur­den in der Möll­ta­ler Gemein­de Gebäu­de­tei­le frei­ge­legt, die auf 1500 vor Chris­tus datiert wur­den. Impo­san­tes­ter Fund ist das rund 800 Qua­drat­me­ter gro­ße römi­sche Bade­haus. Am Diens­tag besich­tig­te Lan­des­haupt­mann und Kul­tur­re­fe­rent Peter Kai­ser unter ande­rem mit Bür­ger­meis­ter Erwin Ange­rer, Vize­bür­ger­meis­ter Hel­mut Fürstau­er, Archäo­lo­gen Ste­fan Pir­cher und Igor Pucker, Lei­ter der Kul­tur­ab­tei­lung des Lan­des, die Aus­gra­bun­gen.

Der Öffent­lich­keit zugäng­lich machen

„Die Aus­gra­bun­gen haben wich­ti­ge For­schungs­er­geb­nis­se zu Tage gebracht, die uns einen Blick in eine Zeit erlau­ben, aus der wir nur ein sehr bruch­teil­haf­tes Wis­sen haben. Die Gra­bun­gen soll­ten daher jeden­falls wei­ter­ge­führt wer­den“, beton­te Kai­ser. Nun geht es dar­um, Mög­lich­kei­ten zu erar­bei­ten, um die die archäo­lo­gi­schen Aus­gra­bun­gen der Öffent­lich­keit zugäng­lich zu machen. „Das Muse­um ‚Argen­tum‘ hat bereits jetzt eine Vor­rei­ter­rol­le ein­ge­nom­men. Nun gilt es genau zu prü­fen, inwie­weit sich Syn­er­gien mit ande­ren Aus­gra­bungs­stät­ten, wie bei­spiels­wei­se ‚Teur­nia‘, erge­ben“, sag­te Kai­ser.

3.500 Jah­re alte Geschich­te

Bür­ger­meis­ter Ange­rer ist erfreut über die Ent­de­ckun­gen in sei­ner Gemein­de: „Durch die­sen For­schungs­er­folg füh­len wir uns als Gemein­de in unse­rem seit dem Jahr 2017 ein­ge­schla­ge­nen Weg bestä­tigt und sind stolz dar­auf, auf eine 3.500 Jah­re alte Geschich­te zurück­bli­cken zu dür­fen.“ Er kün­dig­te an: „Nach der wis­sen­schaft­li­chen Bear­bei­tung wer­den eini­ge aus­ge­wähl­te Expo­na­te der dies­jäh­ri­gen Aus­gra­bun­gen in unse­rem Muse­um ‚Argen­tum‘ zu bewun­dern sein.“

Geschich­te als Erleb­nis

An den Gra­bun­gen, die von dem Archäo­lo­gen Ste­fan Pir­cher (Archäo­lo­gi­sches For­schungs­netz­werk Inns­bruck (AFIN) gelei­tet wer­den, waren auch Stu­den­ten aus Basel und Köln betei­ligt. Die Gra­bun­gen wer­den auch über ein AMS-Pro­jekt unter­stützt. Das Muse­ums-Pro­jekt „Argen­tum – auf den Spu­ren von Kel­ten und Römern“, das vori­ges Jahr im Okto­ber star­te­te, erzählt nicht nur die Geschich­te der Kel­ten und Römer in der Ober­kärnt­ner Regi­on, son­dern macht sie auch zu einem Erleb­nis. So wer­den etwa auf einem Erleb­nis-Rund­wan­der­weg nach­ge­bau­te Objek­te prä­sen­tiert. Ein beson­de­rer Fokus ist der ziel­grup­pen­ge­rech­ten Ver­mitt­lung der wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­se gewid­met. Im Zuge des Pro­jekts wur­den auch drei Rad­we­ge ange­legt.

 

15.09.2022 09:48
Anzeige
Auf den Spu­ren von Kel­ten und Römern Helmut Fürstauer, Karoline Taurer, Stefan Pircher, Johann Oberlerchner, Igor Pucker, Landeshauptmann Peter Kaiser, Christine Sitter und Bürgermeister Erwin Angerer (von links)

© LPD Kärnten/Helge Bauer (9)