Erinnerungskultur
Jugend reinigt Stolpersteine in Klagenfurt
Die Schüler der WIMO und der zweisprachigen Handelsakademie Klagenfurt helfen, die Stolpersteine im Stadtgebiet zu reinigen. Diese sollen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern.
Bürgermeister Christian Scheider (Mitte) mit Schülern der WIMO und der zweisprachigen Handelsakademie, Direktor Hans Pogelschek (hinten) und Mirjam Zwitter-Slemic (HAK, rechts daneben) sowie Silke Sallinger
(WIMO, links hinten) und Protokollchefin Eva Jancia (rechts hinten)© StadtKommunikation/Hude
Die aus Messing gefertigten Stolpersteine mit Inschrift sind kleine Gedenktafeln, die vom Künstler Gunter Demnig vor den Häusern, in denen Opfer des NS-Regimes gelebt haben, verlegt werden. Damit soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, gequält, vertrieben, deportiert und ermordet wurden. So sollen die Namen und Schicksale dieser Menschen wieder sichtbar werden, auch in Klagenfurt, wo 39 Stolpersteine an Nazi-Opfer erinnern.
Schüler halfen eifrig mit
Am gestrigen Dienstag nahm die Stolperstein-Reinigungsaktion im Klagenfurter Stadtgebiet seinen Auftakt. Tatkräftige Unterstützung kam seitens der „WIMO“ von Vanessa Duller, Sebastian Grubelnik, Slavomir Mruškovič und Anna Traußnig mit Professororin Silke Sallinger. Von der zweisprachigen Handelsakademie beteiligten sich Jennifer Wicher, Sara Sienčnik, Jan Ogris-Martič und Timo Drussnitzer mit Professorin Mirjam Zwitter-Šlemic an der Reinigungsaktion.
Bewusstsein im Herzen wecken
„Wenn es uns gelingt, Erinnerungskultur auch in die Herzen und in das Bewusstsein der jungen Generation zu bringen, dann haben wir viel erreicht. Die Reinigungsaktion der Stolpersteine der Schüler ist ein schöner Beweis“, bedankt sich Bürgermeister Christian.
Wissenswert
Insgesamt gibt es über 90.000 Steine in mehr als 2.000 Orten in 24 Ländern Europas. Damit schuf Künstler Gunter Demnig das größte dezentrale Kunst-Erinnerungswerk.

