Herwig Kircher

Der „Wadl­bei­ßer“ blickt zurück

Der ehemalige Teamspieler Herwig Kircher (67) aus Treffen kann auf eine ereignisreiche Fußball-Karriere zurückblicken. Im „KLiCK Kärnten“-Interview gibt er Einblicke in seine Laufbahn.

Der „Wadl­bei­ßer“ blickt zurück Herwig Kircher, war als Fußballer immer eine Kämpfernatur.

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Her­wig Kir­cher spiel­te bis 1972 beim dama­li­gen Kärnt­ner-Liga-Ver­ein SV Tref­fen. Dort wur­de er auch von Trai­ner Gün­ter Pra­schak ent­deckt und zu SK VÖEST Linz geholt. Von da an ging die sport­li­che Kar­rie­re nach oben. Wel­che Sta­tio­nen er noch hat­te, ver­rät Kir­cher im „KLICK Kärnten“-Interview.

KLiCK Kärn­ten: Wie ist es Ihnen in Linz ergan­gen?

Her­wig Kir­cher: Dort bin ich als Mit­tel­stür­mer sofort zum „Schei­ben­wi­scher“ und „Wadl­bei­ßer“ im Mit­tel­feld umfunk­tio­niert wor­den. In der Sai­son 1973/74 wur­den wir öster­rei­chi­scher Meis­ter in der dama­li­gen 1. Divi­si­on.

Der Titel hat­te für Sie auch posi­ti­ve Fol­gen.

Dar­auf bin ich sehr stolz. Der legen­dä­re Team­chef Leo­pold Stast­ny hat mich 1974 für das Spiel gegen Ungarn ins Team geholt. Wir haben 1:0 gewon­nen, Tor­schüt­ze war Hans Krankl. In mei­nem zwei­ten Län­der­spiel gegen die Tsche­cho­slo­wa­kei habe ich bis zur 40. Minu­te gespielt, dann wur­de ich nach einer Ver­let­zung aus­ge­tauscht.

Sie haben auch im Euro­pa­po­kal der Lan­des­meis­ter, dem Vor­läu­fer der Cham­pi­ons League, gespielt. Wel­che Erin­ne­run­gen haben Sie dar­an?

Das war unglaub­lich! Ich durf­te mit der VÖEST gegen den gro­ßen FC Bar­ce­lo­na spie­len. Wir hat­ten damals vor 80.000 Zuse­hern im Camp Nou in Bar­ce­lo­na die Hosen gestri­chen voll. Da durf­te ich gegen die Stars Johan Cruyff und Johan Nees­kens spie­len. Wir haben zu Hau­se 0:0 gespielt und im Rück­spiel in Bar­ce­lo­na eine 0:5‑Abfuhr erhal­ten. Das Ergeb­nis ist neben­säch­lich, es zäh­len nur die Erin­ne­run­gen.

Was ist danach gekom­men?

Nach sechs Jah­ren in Linz bin 1978 zum SV Aus­tria Salz­burg und ein Jahr spä­ter zu Sta­de Laval nach Frank­reich gewech­selt. Da habe ich ein tol­les ers­tes Jahr gehabt und durf­te gegen Stars wie Michel Pla­ti­ni und Alain Gires­se spie­len. Im zwei­ten Jahr in Frank­reich habe ich mir eine schwe­re Ver­let­zung zuge­zo­gen, so bin ich dann zurück nach Öster­reich zum SSW Inns­bruck gegan­gen, wo ich ein Jahr geblie­ben bin, um danach zur Aus­tria Kla­gen­furt an den Wör­ther­see zu zie­hen. Die Pro­fi­kar­rie­re habe ich beim SV Spit­tal erfolg­reich aus­klin­gen las­sen.

In Spit­tal haben Sie noch einen Titel geholt.

Mit dem slo­we­ni­schen Star­fuß­bal­ler Bran­co Oblak haben wir den Titel unter Trai­ner Kurt Mess­ner in der 2. Divi­si­on geholt und sind in die höchs­te Spiel­klas­se auf­ge­stie­gen.

Wie sind Sie dem Fuß­ball nach der Pro­fi­kar­rie­re ver­bun­den geblie­ben?

Nach Spit­tal habe ich noch eini­ge Jah­re als Spie­ler­trai­ner in Irschen und Tref­fen im Ama­teur­be­reich ange­hängt. Dann war aber end­gül­tig Schluss. Ich habe mich dann mei­ner Fami­lie und mei­nem neu­en beruf­li­chen Auf­ga­ben­be­reich als Ver­si­che­rungs­be­ra­ter gewid­met. Vor eini­gen Jah­ren habe ich mich in den Ruhe­stand ver­ab­schie­det.

War Ihr Chef nicht auch ein ehe­ma­li­ger Fuß­ball­pro­fi?

Das stimmt, mein Chef bei der Ver­si­che­rung war der ehe­ma­li­ge Vor­stop­per der Aus­tria Wien, Peter Mül­ler. Er ist nach sei­ner Kar­rie­re Lan­des­di­rek­tor der Gene­ra­li-Ver­si­che­rung in Kärn­ten gewor­den.

Wel­che Hob­bys haben Sie?

Das Rad­fah­ren und Ski­fah­ren sind mei­ne größ­ten Hob­bys. Gele­gent­lich besu­che ich die Heim­spie­le des SV Tref­fen und des SC Lands­kron.

09.10.2022 08:50
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Der „Wadl­bei­ßer“ blickt zurück Herwig Kircher, war als Fußballer immer eine Kämpfernatur.

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