Uraufführung

Gelun­ge­ne Pre­mie­re von „Wind­hö­he“ in Vil­lach

Gestern stand im Kulturhof in Villach die Uraufführung des Theaterstücks „Windhöhe“ auf dem Programm. Die zwei Protagonistinnen Sandra Pascal und Katharina Köller konnten dabei voll überzeugen.

Gelun­ge­ne Pre­mie­re von „Wind­hö­he“ in Vil­lach Sandra Pascal (rechts) und Katharina Köller auf der Bühne im Kulturhof in Villach

© kope

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Was beson­ders auf­fällt: Die Büh­ne für das Dra­ma „Wind­hö­he“ von Autorin Katha­ri­na Köl­ler nach einer Idee von San­dra Pas­cal ist mini­ma­lis­tisch aus­ge­stat­tet und befin­det sich haut­nah inmit­ten des Publi­kums. Ges­tern fei­er­te das Stück des Kla­gen­fur­ter Thea­ter­ver­eins „Tat­Wort­Thea­ter“ im Kul­tur­hof in Vil­lach sei­ne Urauf­füh­rung.

Der Inhalt

Ein Fau­teuil, ein Holz­korb, zwei Eimer und eine Pup­pe – sie spie­len eine eige­ne Rol­le im Stück. Die zwei Frau­en der Hanldung kön­nen unter­schied­li­cher nicht sein. Die Ere­mi­tin Johan­na, berüh­rend gespielt von San­dra Pas­cal, und die eher zart besai­te­te Marie (Katha­ri­na Köl­ler) wuch­sen unter­schied­lich auf. Bei­de wur­den in der Kind­heit von ihrem Groß­va­ter maß­geb­lich geprägt. Sie schlu­gen in ihrer Jugend eige­ne Wege ein. Johan­na such­te auf der Wind­hö­he in den Kara­wan­ken als Ere­mi­tin ihr Heil in der Ein­sam­keit, aus der sie urplötz­lich ein Kri­mi­nal­fall her­aus­reißt. Ihre Cou­si­ne Marie steht blut­ver­schmiert in der Tür. Es kommt zu Wort­ge­fech­ten, Anschul­di­gun­gen und Weg­wei­sun­gen. Kei­ne möch­te aus ihrer Posi­ti­on her­aus­tre­ten. Nach einem über­stan­de­nen Sturm kommt es jedoch zu einer kurz­wei­li­gen Annä­he­rung. Johan­na und Marie sor­gen mit ihrem Tun für ein Gän­se­haut-Fee­ling. Im Stück ist dafür alles ent­hal­ten: Span­nung, Ero­tik, Momen­te der Auf­ar­bei­tung, Besinn­lich­keit und Annä­he­rung.

Die Regis­seu­rin

Die Wie­ner Regis­seu­rin Susan­ne Drax­ler kam über Autorin Köl­ler zur „Wind­hö­he“. „In Wien gibt es im Kos­mos-Thea­ter den Autorin­nen-Stamm­tisch. Dort hat Katha­ri­na den Text prä­sen­tiert und ich habe mich in den Text ver­liebt. Ich habe ihr gesagt, dass ich das Stück wahn­sin­nig ger­ne insze­nie­ren wür­de, was dann auch gesche­hen ist. Das Stück ist dra­ma­tisch und hat eini­ge Kri­mi-Ele­men­te. Hin­ter dem Span­nungs­zu­stand, den man stän­dig spürt, liegt ein Geheim­nis, das in einem Höhe­punkt gip­felt“, ver­rät die Regis­seu­rin.

Die Idee

Die Wind­hö­he gibt es tat­säch­lich in den Kara­wan­ken und wur­de für den Schau­platz der Pro­duk­ti­on aus­ge­wählt. Das Stück ent­stand nach einer Idee der Wahl-Kärnt­ne­rin Pas­cal. „Mein Bei­trag in der Ent­ste­hung waren die Recher­che und das Wei­ter­lei­ten von Infor­ma­tio­nen. Die Autorin ist jedoch defi­ni­tiv Katha­ri­na“, betont Pas­cal.

Online-Tipp: tatworttheater.com

 

Die Ter­mi­ne

Kul­tur­hof Vil­lach (Lede­r­er­gas­se 15)

  • 19. Okto­ber 2022, 20 Uhr
  • 27. Okto­ber 2022, 20 Uhr
  • 29. Okto­ber 2022, 20 Uhr
  • 30. Okto­ber 2022, 18 Uhr
  • 3. Novem­ber 2022, 20 Uhr

„VENTIL“ am Kar­di­nal­platz 1 in Kla­gen­furt im Rah­men von „16 Tage gegen die Gewalt gegen Frau­en“

  • 25. Novem­ber 2022, 20 Uhr
  • 26. Novem­ber 2022, 20 Uhr
  • 1. Dezem­ber 2022, 20 Uhr
  • 3. Dezem­ber 2022, 20 Uhr
  • 4. Dezem­ber 2022, 20 Uhr
15.10.2022 12:50
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