Gmünd
Beim Benefizkonzert tanzten auch die Herzen
Der Gospelchor aus Seeboden und das Künstlerduo „Outi & Lee“ begeisterten in Gmünd nicht nur das Publikum, sie unterstützten mit ihrem Auftritt auch Hilfsprojekte von Caritas und Diakonie.
© Caritas
Moderatorin Elisabeth Faller nannte den Titel des neuen Buchs von Bischof Hermann Glettler, als sie das Motto des Benefizabends ausgab: „Dein Herz ist gefragt“. Sie empfahl den Besuchern, sich dem Rhythmus der Musik, die dem Herzschlag nachempfunden ist, hinzugeben. „Und unser Herz jenen Menschen zuzuwenden, die im Leben Ungeborgenheit und Not erfahren“, fügte sie hinzu.
Auftritt für guten Zweck
Kärntnern in Not war das von Erich Pak organisierte und von der Stadtgemeinde Gmünd sowie der Kulturinitiative unterstützte Konzert am vergangenen Dienstag in der Lodronschen Reithalle in Gmünd gewidmet: Der EC-Chor Seeboden samt Begleitband und das bekannte Musiker-Ehepaar „Outi & Lee“ traten kostenlos für den guten Zweck auf. Der Reinerlös dieses wunderbaren Abends fließt in Hilfsprojekte der Caritas Kärnten und der Diakonie de La Tour.
Fröhliche Lobpreismusik
„Gospelmusik ist eine Musik der guten Nachrichten. Wir brauchen solche wie nie zuvor“, sagte Chorleiter Manuel Graf, bevor sein Chor aus vollen Kehlen moderne Gospellieder sang. Temperamentvoll, immer lauter werdend, fröhlich und mitreißend priesen die jungen Sänger Gott. Deren Gesichter und Augen strahlten, als sie dem Herrn singend, tanzend und klatschend für das Leben, die Freude und den nicht selbstverständlichen Frieden hierzulande dankten. Zwischendurch erzählten Astrid Körner, Konrektorin der Diakonie de La Tour, und Caritas-Direktor Ernst Sandriesser von der zunehmenden Not im Land, der man mit vielen Hilfsangeboten begegnet.
Stärkung von Sozialraum und Solidarität
Sandriesser berührte mit der Erzählung einer Frau, die ihr Essen zur Nachbarin in den Kühlschrank bringt, um in Zeiten der Rekordinflation und Teuerungen Strom zu sparen. Körner betonte, dass Vereinsamung und Unsichtbarmachung von Not groß sind. Die Stärkung von Sozialraum und Solidarität ist Gebot der Stunde. Eva Altenmarkter-Fritzer, Gründerin des Dorfservice, stellte diesen sozialen Dienstleister vor, der mit Fahrtenservice, Besuchs- und Hilfsdiensten die Menschen in 17 Gemeinden in Oberkärnten unterstützt. Der Abend bot den Besuchern auch reichlich Gelegenheit zu erfahren, wie sie selbst Menschen in Not unterstützen oder Hilfe finden können.
Mit Gefühl und Tiefgang
Mit seinen poetischen, lebensnahen, nachdenklich stimmenden Texten, seinen vollen, ausdrucksstarken Stimmen und seinem harmonisch-perfekten Spiel auf verschiedensten Instrumenten sang und musizierte sich das Künstler-Ehepaar „Outi & Lee“ in die Herzen des Publikums. „Jedes Lied ist ein Geschenk. Nach fast 35 Jahren gemeinsamen Musizierens bleibt ein Stück Demut“, erzählte Lee, der mit Outi auf „Gottes Geist, seine Führung und sein Wirken“ setzt. „Outi & Lee“ sangen mit viel Gefühl und Tiefgang vom Leben, Lieben und Frieden und luden, wie der EC-Chor zuvor, das Publikum zum Mitsingen ein.
Für Gänsehaut sorgte am Ende, als alle – Künstler und Besucher – gemeinsam „Amen“ sangen, tanzten und klatschten. Alles in allem war der Abend, wie ihn Bürgermeister Josef Jury bereits in seinen Eröffnungsworten nannte, „eine schöne Geschichte“.
- Astrid Körner, Konrektorin der Diakonie de La Tour
- Bürgermeister Josef Jury
- Gospellieder, mit Leidenschaft vorgetragen vom EC-Chor Seeboden.
- Moderatorin Elisabeth Faller und Caritas-Direktor Ernst Sandriesser
- Erich Pak (ganz links) organisierte das von der Stadtgemeinde Gmünd und der Kulturinitiative Gmünd unterstützte Konzert.
- Eva Altenmarkter-Fritzer (links) und Moderatorin Elisabeth Faller
- Das bekannte Musiker-Ehepaar „Outi & Lee“
- Der Gospelchor aus Seeboden und das Künstlerduo „Outi & Lee“ begeisterten in Gmünd das Publikum.
