Griffen
Die Teufel gehen wieder um!
In wenigen Tagen beginnt für die Griffner Schlossbergteufel die schaurige Saison. „KLiCK Kärnten“ sprach mit Obmann Stefan Bierbaumer.
Seit dem Jahr 2015 machen die Griffner Schlossbergteufel Unterkärnten „unsicher“. Nächste Woche holen die Krampusse wieder ihre Masken und Felle hervor. „Wir beginnen unsere Saison am 11. November in Oberaich in der Steiermark und am 12. November in Rennweg am Katschberg, wo wir bei den Krampusläufen mitmachen“, erzählt Obmann Stefan Bierbaumer (32). Im zivilen Leben ist er „Bierkutscher“ in Diensten der Privatbrauerei Hirt. Bierbaumer war schon als Bub mit elf Jahren dabei. Damals lief er für die Griffner Grottenteufel. Diese Gruppe löste sich jedoch auf.
Das Brauchtum
Die Griffner Schlossbergteufel zählen nicht zu den herkömmlichen Gruppen. „Als eine ausgesprochene Krampusgruppe haben wir mit den Perchten wenig zu tun. Wir sind eine Brauchtumsgruppe. Deshalb veranstalten wir am 20. November auch einen eigenen Krampuslauf in Griffen“, verrät Bierbaumer. Am 4. und am 6. Dezember 2022 nehmen drei Kleingruppen der Schlossbergteufel mit Nikolaus und Krampussen auch die traditionellen Hausbesuche vor.
Ein YouTube-Hit
Die Krampusgruppe zählt 32 Mitglieder. „Dazu gehören 13 Läufer und eine Läuferin. Der Rest sind Begleitpersonen, Feuerspucker, Engerln und Nikolause“, listet der Obmann auf. Die Griffner Schlossbergteufel sind das ganze Jahr über aktiv. „Wir organisieren im Sommer die ‚Devil Games‘ in Griffen. Die teilnehmenden Gruppen kommen aus ganz Österreich zu unseren Highland-Bewerben. Besonders stolz sind wir auch auf unsere Kurzfilme“, berichtet Bierbaumer. Mit dem „Krampusfilm“, der auf YouTube in den vergangenen zwei Jahren über 600.000 Mal aufgerufen wurde, sorgten die Griffner Schlossbergteufel weit über die Grenzen hinaus für Aufmerksamkeit.
Leuchtende Kinderaugen
Bierbaumer übt sein liebstes Hobby bereits über 20 Jahre aus. Die Faszination liegt für ihn in der Aufrechterhaltung der Tradition. „Es ist schön zu beobachten, wenn die Kinderaugen zu leuchten beginnen, sobald der Nikolaus und die Krampusse kommen. Für uns ist es sehr wichtig, spontan zu entscheiden, welches Publikum da ist und wie weit man gehen kann. Gewalt ist für uns aber natürlich kein Thema“, stellt Bierbaumer klar.
- Obmann Stefan Bierbaumer (links) mit „Krampus“ Filip König
- Die schaurigen Gestalten der Griffner Schlossbergteufel