Region „Carnica plus“
Kärnten startet Pilotprojekt für tägliche Bewegung
Das Pilotprojekt „Tägliche Bewegungseinheit der Region Carnica plus“ ermöglicht eine tägliche Bewegungseinheit für 3.000 Kinder in 15 Gemeinden. Vorgestellt wurde es in der Volksschule St. Jakob im Rosental.
© LPD Kärnten/Höher
Die „Tägliche Bewegungseinheit der Region Carnica plus“ ist ein bundesweites Pilotprojekt, für das sich das Land Kärnten seit Jahren stark macht. Gestern wurde es in der Volksschule St. Jakob im Rosental vorgestellt. Landessportdirektor Arno Arthofer durfte dabei Landeshauptmann Peter Kaiser, Bildungs- und Sportreferent, sowie Landeshauptmann-Stellvertreterin und Gesundheitsreferentin Beate Prettner begrüßen. Über ihre Erfahrungen sprachen auch Bürgermeister Guntram Perdacher, Bundeskoordinator Thomas Mlinek, Kärntens Projektkoordinatorin Nina Drekonja und Volksschul-Direktor Josef Ottowitz. Anwesend waren auch Bildunsgdirektorin Isabella Penz und Vertreter der Sportdachverbände.
Mit vereinten Kräften handeln
„Gerade in einer Zeit, in welcher der Computer immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist es wichtig, den Kleinsten zu vermitteln, dass auch Bewegung zum Leben gehört“, freut sich Landeshauptmann Kaiser, dass die tägliche Bewegungseinheit, sehr oft graue Theorie, jetzt endlich in die Praxis umgesetzt wird. Genauso wie sich Elementarpädagogik und Volksschulen zu diesem Vorhaben zusammenschließen (siehe unten), muss auch die Politik mit vereinten Kräften handeln, so Kaiser. „Allein bei der Ortsnennung aller teilnehmenden Bildungseinrichtungen zeigt sich, wie breit das Projekt aufgesetzt ist“, betont Kaiser. Er hebt auch die Bedeutung der zweisprachigen Umsetzung des Pilotprojekts, das eine permanente Einrichtung werden soll, hervor.
Bildung, Sport und Gesundheit
Die Kombination Bildung, Sport und Gesundheit ist für Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner ein wesentliches Argument. Zudem wird auch der Inklusionsgedanke gelebt. „Kein Kind wird zurückgelassen, alle werden Fähigkeiten gefördert“, erklärt Prettner. Mit Bewegung ist Krankheiten vorzubeugen. „Mir ist es daher wichtig, bei den Kleinsten zu beginnen. Gerade die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig Bewegung ist, um damit die Isolation auszugleichen“, erläutert Prettner. Bürgermeister Perdacher sagt stellvertretend für alle 15 teilnehmenden Gemeinden: „Wir haben das Leitbild Jugend- und Sportgemeinde. Da passt das Projekt bestens dazu!“
Erstes Bundesland mit eigenem Konzept
Bundeskoordinator Mlinek ist erfreut, dass sich nicht nur alle neun Bundesländer mit einer Pilotregion beteiligen, sondern Kärnten sogar das erste Bundesland war, das sich mit einem eigenem Konzept meldete. „Es war eine sehr intensive Zeit der Umsetzung, geprägt von hervorragender Zusammenarbeit“, versichert Mlinek. Er verweist für Detailinformationen auf die Website (www.bewegungseinheit.gv.at) und die dazugehörige App. Volksschul-Direktor Ottowitz bedankt sich im Namen der Kinder für diese einzigartige Möglichkeit der täglichen Bewegungseinheit. Projektkoordinatorin Drekonja gab einen Überblick über den Ablauf der Bewegungseinheiten.
Wissenswert
Insgesamt sind in der Region „Carnica plus“ 15 Gemeinden mit etwa 2.200 Schülern und rund 800 Kindergartenkindern in das Projekt eingebunden. Von den insgesamt 130 verfügbaren Einheiten sind bereits 104 belegt. 600.000 Euro Förderung kommen für die Pilotphase im Schuljahr 2022/23 und im Schuljahr 2023/24 vom Bund, weitere 249.000 Euro steuert das Land Kärnten bei.
Das Projekt ist auf drei Säulen aufgebaut:
- Die erste Säule fußt auf Sport- und Gesundheitsprojekten, die bereits in Kärnten laufen und in den Kindergärten und Schulen forciert werden sollen. Unter dem Motto „weniger sitzen“ werden aktive Pausen, Sportwochen und Bewegungseinheiten verstärkt.
- Die zweite Säule setzen die Dachverbände ASKÖ, ASVÖ und Union mit den Vereinen um: zusätzliche Bewegungseinheiten mit Bewegungscoaches. Über den slowenischen Sportdachverband werden auch zweisprachige Trainer eingesetzt.
- Die dritte Säule sind Zusatzangebote für Kinder und Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf.
- Landeshauptmann Peter Kaiser klatscht mit Schülern der Volksschule St. Jakob im Rosental ab.
- Landeshauptmann Peter Kaiser und Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner
- Landeshauptmann Peter Kaiser (Fünfter von rechts) und Landessportdirektor Arno Arthofer (ganz links) präsentierten mit allen Partnern das Pilotprojekt „Tägliche Bewegungseinheit der Region Carnica plus“.
