Auszeichnung

Vin­zenz-Riz­zi-Preis für Robert Kro­pi­unik

Leichtathletik-Urgestein, Künstler, Pädagoge, Visionär und völkerverbindender Aktivist: Robert Kropiunik wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Vin­zenz-Riz­zi-Preis für Robert Kro­pi­unik Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig (rechts) und Landtagsabgeordnete Ana Blatnik mit Preisträger Robert Kropiunik

© Büro LHStv. Schaunig

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Leicht­ath­le­tik-Urge­stein Robert Kro­pi­unik ist neun­fa­cher Staats- und 70-facher Kärnt­ner Lan­des­meis­ter und gilt als Künst­ler, Päd­ago­ge, Visio­när und völ­ker­ver­bin­den­der Akti­vist. Der Zen­tral­ver­band slo­we­ni­scher Orga­ni­sa­tio­nen in Kärn­ten (ZSO) und der Slo­we­ni­sche Kul­tur­ver­band (SPZ) in Kla­gen­furt stell­ten ihn am Diens­tag im Mehr­zweck­haus „Šiša“ in Achomitz in den Mit­tel­punkt. Nach der Lau­da­tio von Dani­lo Pruš­nik erhielt Kro­pi­unik, Trai­ner und trei­ben­de Kraft des Kla­gen­fur­ter Leicht­ath­le­tik Clubs (KLC), den dies­jäh­ri­gen Vin­zenz-Riz­zi-Preis (sie­he unten).

Sport­sze­ne trägt sei­ne Hand­schrift

„Wir möch­ten Robert Kro­pi­unik herz­lichst zu die­ser mehr als ver­dien­ten Wür­di­gung sei­nes Lebens­werks gra­tu­lie­ren. Die Kärnt­ner Sport­sze­ne trägt seit 60 Jah­ren deut­lich sei­ne Hand­schrift. Gene­ra­tio­nen von Kin­dern und Jugend­li­chen pro­fi­tier­ten und pro­fi­tie­ren von sei­ner sport­päd­ago­gi­schen Krea­ti­vi­tät, sei­ner Lei­den­schaft und sei­nem Ideen­reich­tum“, freu­ten sich Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin Gaby Schau­nig und Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ana Blat­nik, stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des Zen­tral­ver­bands slo­we­ni­scher Orga­ni­sa­tio­nen.

Ein mul­ti­funk­tio­na­les Inno­va­ti­ons­ta­lent

Schau­nig beschrieb das Inno­va­ti­ons­ta­lent Kro­pi­unik und sei­nen Wer­de­gang mit dem Wort „mul­ti­funk­tio­nal“: „Bot­schaf­ter eines fried­li­chen Mit­ein­an­ders, Päd­ago­ge mit Herz­blut, Maler kraft­vol­ler Far­ben­spie­le, Initia­tor und Lei­ter unzäh­li­ger Groß­pro­jek­te, die die Kärnt­ner Jugend jahr­zehn­te­lang dem Sport, einem respekt­vol­len Mit­ein­an­der und einem posi­ti­ven Lebens­ge­fühl erzie­he­risch und didak­tisch nach­hal­tig näher­brach­ten. Man den­ke nur an die seit dem Jahr 2016 erfolg­rei­che Leicht­ath­le­tik-Offen­si­ve an Kärnt­ner Schu­len mit mehr als 140.000 Teil­nah­men.“ Die Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin über­brach­te in Ver­tre­tung von Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser auch die Glück­wün­sche des Bil­dungs- und Sport­re­fe­ren­ten.

Respekt­vol­les Mit­ein­an­der

Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Blat­nik ergänz­te: „Der slo­we­ni­schen Min­der­heit stets ver­bun­den, ist Robert Kro­pi­unik ein bedeu­ten­der Brü­cken­bau­er. Nicht nur, aber beson­ders im sport­li­chen Bereich zwi­schen Slo­we­ni­en, Ita­li­en und Kärn­ten. Von ihm kön­nen wir vor allem eines ler­nen: Nämlich, dass ein respekt­vol­les Mit­ein­an­der, ein fai­rer, wert­schät­zen­der Umgang und ein ein­an­der Begeg­nen auf Augen­hö­he unge­ach­tet des Geschlechts, des Alters oder der Her­kunft ein tie­fer­ge­hen­des Ver­ständ­nis und fried­vol­les, pro­spe­rie­ren­des Zusam­men­le­ben ermög­li­chen. Mehr als ein hal­bes Jahr­hun­dert lang schaff­te Kro­pi­unik es, der Jugend so Gemein­schafts­sinn und Offen­heit zu ver­mit­teln. Er lehr­te sie, das Ver­bin­den­de vor das Tren­nen­de zu stel­len.

Zahl­rei­che Aus­zeich­nun­gen

Für Kro­pi­unik ist der Vin­zenz-Riz­zi-Preis nicht die ers­te gro­ße Aus­zeich­nung. Bereits 2016 zeich­ne­te ihn das Land Kärn­ten mit dem Kärnt­ner Lor­beer in Gold für sei­ne ehren­amt­li­che Tätig­keit aus, 2018 der Sport­pres­se­klub sowie 2019 die Gemein­schaft der Kärnt­ner Slo­we­nen und Slo­we­nin­nen mit dem Juli­us-Kugy-Preis für sein jahr­zehn­te­lan­ges Wir­ken im sport­li­chen, kul­tu­rel­len, päd­ago­gi­schen, jugend­för­dern­den, grenz­über­schrei­ten­den und inter­na­tio­na­len Bereich aus. Wei­ters ist er Ehren­zei­chen­trä­ger der Stadt Kla­gen­furt. Kro­pi­unik erhielt unter ande­rem auch Aus­zeich­nun­gen des Slo­we­ni­schen Olym­pi­schen Komi­tees. Einer der ers­ten, der Kro­pi­uniks prä­gen­de Wir­kung mit Weit­blick erkann­te, war Alt-Kanz­ler Bru­no Krei­sky, der ihn vor mehr als 50 Jah­ren als „Vor­bild für die Jugend“ ehr­te.

 

Wis­sens­wert

Der Vin­zenz-Riz­zi-Preis wird jähr­lich an Per­so­nen und Orga­ni­sa­tio­nen für zukunfts­wei­sen­de Initia­ti­ven auf dem Gebiet der inter­kul­tu­rel­len Ver­stän­di­gung ver­lie­hen. Sein Namens­ge­ber, Vin­zenz Riz­zi (1816 – 1856), war lite­ra­ri­scher Vor­kämp­fer des Vor­märz und Weg­be­rei­ter libe­ra­ler Ideen. Er setz­te sich für die Gleich­be­rech­ti­gung aller Völ­ker in den Habs­bur­ger Län­dern ein. Sein Appell lau­te­te: „Nicht unter­drückt, son­dern erlernt soll die slo­we­ni­sche Spra­che wer­den.“ Die­ser war ein Auf­ruf zur Schaf­fung einer Kul­tur des Zusam­men­le­bens in Kärn­ten, gül­tig nicht nur für sei­ne Zeit, son­dern auch für die kom­men­den Jahr­hun­der­te. Sei­ne Bedeu­tung reicht weit über die Gren­zen Kärn­tens hin­aus.

10.11.2022 08:44
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Vin­zenz-Riz­zi-Preis für Robert Kro­pi­unik Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig (rechts) und Landtagsabgeordnete Ana Blatnik mit Preisträger Robert Kropiunik

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