Sascha Pozewaunig

Vom Gärt­ner zum Mas­ken­schnit­zer

Seit 30 Jahren schnitzt der freischaffende Künstler Sascha Pozewaunig aus Villach Krampus- und Perchtenmasken. Er berichtet im „KLiCK Kärnten“-Gespräch über seine Arbeit mit Holz.

Vom Gärt­ner zum Mas­ken­schnit­zer Sascha Pozewaunig beim Schnitzen

© Fabian Gärtner

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Sascha Pozew­au­nig ent­stammt einer Gärt­ner­fa­mi­lie. „Mein Opa war Direk­tor des Stadt­gar­ten­amts in Vil­lach und mein Vater hat eine Gärt­ne­rei geführt. Da war es logisch, dass ich Land­schafts­gärt­ner wur­de. Nach einem Unfall muss­te ich mich beruf­lich neu ori­en­tie­ren. Ich habe mich für eine Bild­hau­er-Aus­bil­dung ent­schie­den. Das Schnit­zen von Mas­ken hat mich schon von klein auf fas­zi­niert“, erzählt Pozew­au­nig. Der Vil­la­cher schnitzt nicht nur Mas­ken, er setzt sie auch auf, wenn er bei der Kram­pus­grup­pe „Höl­len­bartl Vil­lach“ mit­läuft. Neben der Mas­ken­schnit­ze­rei wid­met sich der Holz­künst­ler der Her­stel­lung von Figu­ren und pro­du­ziert lebens­gro­ße Skulp­tu­ren.

Die Zir­be

Pozew­au­nig stellt in sei­ner Werk­statt im Jahr zwi­schen 40 und 50 Mas­ken her. Perch­ten- und Kram­pus­mas­ken sind beim Holz­künst­ler ab 560 Euro erhält­lich. Die Hör­ner sind extra zu bezah­len. „Beim Schnit­zen ver­wen­de ich meis­tens Zir­ben­holz. Vor kur­zem habe ich einen vier Meter lan­gen Ross­kas­ta­ni­en­stamm erhal­ten, im Gegen­zug habe ich dem Besit­zer dar­aus eine Mas­ke geschnitzt. Auch aus Wal­nuss­holz habe ich schon Mas­ken her­ge­stellt. Alle sind Uni­ka­te. Für mich ste­hen das Brauch­tum und die Tra­di­ti­on im Vor­der­grund. Blu­ti­ge Mas­ken leh­ne ich ab, weil es dabei nur um Effekt­ha­sche­rei geht. Eine Mas­ke muss für mich auch einen Sinn erge­ben“, betont der zwei­fa­che Vater. Auf die Mas­ken setzt der Schnit­zer zumeist ech­te Hör­ner von Geiß­bö­cken, Kühen und Wild­tie­ren. Mas­ken mit sehr gro­ßen Hör­nern kön­nen bis zu zehn Kilo­gramm schwer sein.

Die Augen

Der Fan­ta­sie sind beim Schnit­zen kei­ne Gren­ze gesetzt. „Mir ist es wich­tig, über den Gesichts­aus­druck und Augen Emo­tio­nen zu ver­mit­teln. In den teuf­li­schen Gesich­tern müs­sen auch mensch­li­che Züge zu sehen sein. Zahl­rei­che Ideen kom­men von den Auf­trag­ge­bern, die in mei­ne Arbei­ten ein­flie­ßen“, ver­rät Pozew­au­nig, der bis zu 20 Stun­den an einer Mas­ke schnitzt.

 

26.11.2022 16:15 - Update am: 26.11.2022 16:16
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Vom Gärt­ner zum Mas­ken­schnit­zer Sascha Pozewaunig beim Schnitzen

© Fabian Gärtner