Marika Lagger-Pöllinger
„Ich bin eine Vermittlerin“
Marika Lagger-Pöllinger ist Bürgermeisterin der Gemeinde Lendorf, neue Vorsitzende der SPÖ im Bezirk Spittal und Wahlkreis-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl. Wie sie ihren politischen Alltag anlegt, schildert sie im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.
Marika Lagger-Pöllinger führt die Wahlliste der SPÖ im Wahlkreis West (Bezirke Spittal, Feldkirchen und Hermagor) als Spitzenkandidatin an.© Kowal
„Ich habe mich in der Verantwortung gesehen“, blickt Marika Lagger-Pöllinger, Bürgermeisterin der Gemeinde Lendorf, im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“ auf den vergangenen Sommer zurück. Nachdem der Vorsitzende der SPÖ im Bezirk Spittal aus persönlichen Gründen zurückgetreten war, übernahm sie als bisherige erste stellvertretende Vorsitzende die Bezirkspartei. Zunächst interimistisch, ehe sie die Delegierten Ende Oktober auch offiziell zur Vorsitzenden wählten.
Landtagswahl im Fokus
Organisatorisch und inhaltlich legt sie den Fokus nun voll und ganz auf die bevorstehende Landtagswahl am 5. März 2023. Lagger-Pöllinger führt die Wahlliste der SPÖ im Wahlkreis West (Bezirke Spittal, Feldkirchen und Hermagor) als Spitzenkandidatin an und ist somit in aussichtsreicher Position, dem künftigen Kärntner Landtag als Abgeordnete anzugehören.
Themen in Talschaftsklausuren gesammelt
Für welche Themen im weitläufigen Bezirk Spittal sie sich stark machen möchte, legt sie nicht allein fest. „Der Bezirk ist mit 33 Gemeinden der größte Kärntens, somit sind auch die Themen und Interessen vielfältig“, erklärt Lagger-Pöllinger. Ihr Verständnis von Politik lautet: „Wir müssen bei den Bürgern hinterfragen, was sie brauchen.“ Nachdem die Funktionäre in den Ortsparteien gemäß dem SPÖ-Wahlslogan „Immer an deiner Seite“ das Ohr stets am Bürger haben, hielt die SPÖ im Bezirk Spittal in den vergangenen Wochen vier sogenannte Talschaftsklausuren ab: für die Region „Spittal und umliegendes Seengebiet“, für das Mölltal, das Drautal sowie das Lieser- und Maltatal. „Die erarbeiteten Themen werden nun gesammelt und nach Schwerpunkten gereiht“, kündigt Lagger-Pöllinger an.
Ungerechtigkeiten nicht hinnehmen
Dass sie mal den Weg in die Politik einschlagen würde, war in jungen Jahren noch nicht absehbar. „Ich habe aber schon als Jugendliche das Wort ergriffen, Ungerechtigkeiten nicht hingenommen und bin oft gegen den Strom geschwommen“, erzählt Lagger-Pöllinger. Beruflich war sie viele Jahre im Banken-Vertrieb („damals noch eine Männerdomäne“) tätig, ehe sie parallel dazu in ihrer Heimatgemeinde Lendorf den Weg in die Kommunalpolitik einschlug (siehe „Zur Person“ unten).
Ihre politische Rolle
Als eine von aktuell zehn Bürgermeisterinnen in Kärnten (132 Gemeinden) möchte sie mehr Frauen ermutigen, den Schritt in die Politik zu wagen. „Jede Frau, die eine Familie managt, macht in Wahrheit jeden Tag Politik – Familienpolitik“, betont Lagger-Pöllinger. Mit dem Ohr bei den Menschen legt sie auch ihren persönlichen politischen Alltag an: „Ich stelle Verbindendes vor Trennendes, um zu den besten Ergebnissen für die Bürger zu kommen.“ Bisher für die Bürger einer Gemeinde, nun als Bezirksparteivorsitzende auch für Bürger eines gesamten Bezirks.
Zur Person
Marika Lagger-Pöllinger ist seit dem Jahr 2015 Bürgermeisterin der Gemeinde Lendorf. Zuvor sammelte sie von 2003 bis 2009 als Ersatz-Gemeinderätin kommunalpolitische Erfahrung, ehe sie zur ersten Vizebürgermeisterin aufstieg.

