Jinu Joseph
Ein Inder ist Provisor in der Pfarre St. Donat
Jinu Joseph heißt der neue Provisor der Pfarre St. Donat bei St. Veit. Wie der gebürtige Inder zum römisch-katholischen Glauben fand und warum er dafür extra nach Kärnten zog, erzählt er im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.
Ende November stellte sich Jinu Joseph im Donatushof in St. Donat seiner Gemeinde vor. Der 33-Jährige wurde am 26. Dezember 2015 in Indien zum Priester geweiht. Vor drei Jahren verschlug es ihn nach Kärnten. Hier betätigte er sich in den vergangenen Jahren als Kaplan in Maria Saal und in St. Veit.
Inder fand Berufung in Kärnten
Mit 1. September 2022 übernahm der gebürtige Inder dann die Pfarren St. Donat und Meiselding als Provisor von seinem Vorgänger Dechant Rudolf Pacher, der die Pfarren seit 2003 betreute. Den Auftrag dafür erhielt Jinu Joseph von Bischof Josef Marketz.
Beziehungen aufbauen
Die Idee, nach Kärnten zu kommen, kam dem Inder aber bereits in seiner Heimat. „Mein Bischof hat mich gefragt, ob ich es mir vorstellen kann, in Kärnten als Priester auszuhelfen“, erzählt Jinu Joseph, dessen Hobbys ausschließlich mit Religion und dem Glauben zusammenhängen. Gute Beziehungen zu Menschen aufzubauen, ist seine Leidenschaft. Auch sein Bruder fand den Weg zum katholischen Glauben. Der 16-Jährige, den Jinu Joseph so oft wie möglich besucht, möchte nach seiner Ausbildung ebenfalls Priester werden.
In Kontakt mit den Schäfchen
Was sich Jinu Joseph von der Vorstellung vor den Gemeindebürgern versprach? „Der Vorschlag ist von den Mitgliedern des Pfarrgemeinderats gekommen. Sie haben gedacht, ich kann mit den Menschen in Kontakt kommen und davon profitieren. Das denke ich auch“, sagt er. Für Jinu Joseph war übrigens schon seit der Kindheit klar, sich dem römisch-katholischen Glauben zuzuwenden.
Katholischer Glaube vorgezeichnet
Religion ist die Gemeinschaft derer, die denselben Glaubensweg gehen. „Aber der christliche Glaube ist etwas, das nicht nur diejenigen eint, die diesen Glauben leben, sondern auch jene, die sich ihm widersetzen, und jene, die ihm nicht angehören. Deshalb liebe ich es, allen Menschen zuzuhören und mit ihnen zu sprechen“, schildert Jinu Joseph. Aus seiner Heimatdiözese in Indien sind übrigens weitere Priester in Innsbruck und in der Steiermark tätig. „Ich besuche sie, so oft ich kann“, lächelt Jinu Joseph – und bereitet sich auf die nächste Messe vor.


