Villach
Westbahnhof-Areal soll urbanes Stadtquartier werden
Am Westbahnhof in Villach wurde der ÖBB-Infopunkt zum Stadtentwicklungsgebiet offiziell eröffnet.
© Stadt Villach/Kerstin Katzjäger-Giannakopoulos
Das etwa 25.600 Quadratmeter große Westbahnhof-Areal der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) in Villach soll zu einem klimaaktiven urbanen Stadtquartier mit guter Infrastruktur und kompakten Gewerbegebieten entwickelt werden. Durch die hervorragende Lage (Verbindung zwischen Innenstadt und Stadtrand und direkt an der Haltestelle Villach-Westbahnhof gelegen) weist das Areal großes Entwicklungspotential auf. Wenn der Zeitplan hält, wird ab 2024, spätestens 2025 gebaut.
Geschichte und Planungsstand
Das Interesse der Bevölkerung an dem Projekt ist groß, deshalb eröffneten gestern Claudia Brey, Geschäftsführerin der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH, und Bürgermeister Günther Albel den Infopunkt in der Steinwenderstraße. Interessierte erfahren hier etwas zur Geschichte über das Areal und den derzeitigen Planungstand, gleichzeitig wird auch ein Blick in die Zukunft geworfen.
Infopunkt verschafft Überblick
„Mit dem Infopunkt haben wir einen Platz geschaffen, an dem sich Interessierte einen ersten Überblick über die Zukunft des Areals verschaffen können. Aber nicht nur das, wir möchten damit auch ein deutliches Zeichen setzen, dass im Hintergrund bereits intensiv an der Entwicklung des Gebiets gearbeitet wird. Ich bin überzeugt, dass wir hier gemeinsam mit der Stadt Villach ein innovatives, modernes und urbanes Vorzeigeprojekt umsetzen werden“, sagt Claudia Brey. Bürgermeister Günther Albel ergänzt: „Das Ziel der Stadt Villach ist eine ressourcenschonende, nachhaltige Entwicklung. Am Westbahnhof-Areal soll ein moderner Stadtteil entstehen, mit klarem Fokus auf sozialem Wohnbau, moderner Mobilität und attraktiven Freizeit- und Bildungsangeboten – eine Stadt der kurzen Wege. Der Infopunkt soll Ideen und Entwicklungsstand transparent machen und die Bevölkerung auf dem Weg vom Konzept bis zur Umsetzung mitnehmen.“
Die produktive Stadt
Im Sinne des Ziels der Stadt Villach, konsequente, räumlich kompakte und nachhaltige Stadtentwicklung voranzutreiben, setzen auch die ÖBB bei ihrer Entwicklung auf eine urbane Mischnutzung. Mit dem Thema „Die produktive Stadt“ wird ein Schwerpunkt auf die Integration produzierender Arbeit in der Standortentwicklung gelegt. Das bedeutet, dass bei der Entwicklung des Areals der Schwerpunkt nicht nur auf geförderten und freifinanzierten Wohnbau gelegt wird, sondern es werden auch Flächen für Gewerbenutzungen wie Produktion, Logistik und Dienstleistung geschaffen – natürlich immer mit Blick auf die Lebensqualität der zukünftigen Bewohner. So können Ressourcen geschont und lokale Wertschöpfungsketten gestärkt werden.
Energieinfrastruktur, Mobilität und Freiraumkonzept
Bereits mit dem Ideenwettbewerb „Europan 15“, der gemeinsam mit der Stadt Villach ausgelobt wurde, wurde eine Vision für eine mögliche Gestaltung des Areals entwickelt. Das Siegerprojekt dient als das Fundament für vertiefende Planungen. In der Detailplanung liegt der Fokus der ÖBB in Zusammenarbeit mit Experten der Stadt Villach auf den Themen Energieinfrastruktur, Mobilität und dem Freiraumkonzept. So werden etwa rund 10.000 Quadratmeter Grünraum entstehen: 4.200 Quadratmeter bodengebunden, der Rest stellt begrünte und nutzbare Dachfläche dar.
Energieeffizientes Stadtviertel
In Workshops wurden mit dem Kärntner Energiedienstleister „Kelag“ bereits Ideen und Ansätze diskutiert, die das Projekt Villach-Westbahnhof in Sachen Energieinfrastruktur zu einem Vorzeigeprojekt machen sollen. Somit wurde ein wichtiger Player ins Boot geholt, um gemeinsam Stadtentwicklung weiterzudenken und ein energieeffizientes Viertel mit einem geringen CO2-Abdruck zu schaffen. Dieser Ansatz soll in einem weiterführenden Förderprojekt vertieft werden.
Im Rahmen der Freimachungen wurden schon erste Vor- und Sondierungsarbeiten durchgeführt. Je nach Witterung wird die Freimachung im Frühling nächsten Jahres abgeschlossen.
Daten & Fakten
- Grundstücksgröße: 25.641 Quadratmeter
- Bruttogeschoßfläche: 39.200 Quadratmeter
- Geförderter und freifinanzierter Wohnbau: 26.900 Quadratmeter
- Gewerbe, Produktion und Dienstleistung: 12.300 Quadratmeter
- Anzahl Parkplätze: 700
- Anzahl Fahrradabstellplätze: 810
- Grünraum bodengebunden: 4.200 Quadratmeter
- Nutzbare und begrünte Dachflächen: rund 6.000 Quadratmeter



